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5 häufige Fehler bei Lieferung und Zahlung

Ulrich Hafenbradl, Gründer von Trusted Shops zeigt im Rahmen der Ratgeber-Serie „E-Shop-Tipps" unter www.internetworld.de auf, welche die fünf häufigsten Fehler sind, die von Shop-Betreiber bei Lieferung und Zahlung gemacht werden:

1. Keine Einschränkung des Liefergebiets

Wer seine Produkte auch außerhalb Deutschlands anbieten möchte, sollte darauf achten, im Online-Shop die Versandkosten für alle belieferten Länder anzugeben. Hafenbradl rät in diesem Zusammenhang zu einer klaren Einschränkung des Liefergebietes, um u. a. Abmahnungen zu vermeiden. Zudem sollte bei europa-/weltweit angelegten Werbemaßnahmen das jeweils geltende lokale Verbraucherschutzrecht berücksichtigt werden.


2. Besonderheiten der Nicht-EU-Länder vernachlässigt
Bei Lieferungen in Nicht-EU-Länder müssen Kunden bereits auf der Website über anfallende Zölle und Gebühren informiert werden, auch eventuell gegebene Exportbeschränkungen müssen dabei berücksichtigt werden.


3. Falsche Angabe der Waren-Verfügbarkeit
Fehlen auf der Produktseite Angaben zu Lieferzeiten, kann der Kunde davon ausgehen, dass die Ware sofort geliefert werden kann, d. h. innerhalb von 2-5 Tagen. Häufig sind Produkte jedoch nicht auf Lager oder nicht sofort lieferbar. In diesen Fällen sollten Online-Shop-Betreiber ihre Kunden auf den Produktseiten über dir voraussichtlichen Lieferzeiten informieren, anderenfalls ist das Angebot nach der deutschen Rechtsprechung wettbewerbswidrig.


4. Zeitpunkt der Zahlung nicht genannt
Online-Shop-Betreiber müssen ihre Kunden über die Einzelheiten der Zahlung, insbesondere auch den Zahlungszeitpunkt informieren. Dazu zählt auch die Angabe, wann bei Zahlung per Bankeinzug und Kreditkarte die Belastung des Kundenkontos erfolgt, z.B. bei Bestellung, mit Versand der Ware oder zwei Wochen nach Erhalt der Lieferung.


5. Zusammenhang zwischen Zahlungszeitpunkt und Vertragsschluss

Der Zeitpunkt der Zahlung kann einen Einfluss auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses haben, der wiederum Auswirkungen auf das Widerrufsrecht und die Belehrung hierüber hat. Die Fristlänge oder auch die Wertersatzmöglichkeiten können hiervon betroffen sein.