Alles nur statische Schönheit? (Mobile Commerce und Mobile Payment: Status quo in Deutschland)
Autoren: Sebastian van Baal, Adrian HotzEs hört sich an wie ein Traum für jeden Händler: Dem Kunden immer und überall die Möglichkeit gewähren, einzukaufen - wenn er in der Straßenbahn sitzt, beim Arzt wartet oder vor dem Laden eines Konkurrenten steht. Mobile Commerce („M-Commerce") soll diesen Traum der Realität ein Stück näher bringen, indem Kunden eine weitere Bestellmöglichkeit zur Wahl gestellt wird: Mobile Geräte wie Handy oder PDA sollen dem Kunden an jedem Ort und zu jeder Zeit den Zugang zum Produktangebot ermöglichen. Große Handelsunternehmen wie Otto und Quelle nutzen diesen Vertriebskanal bereits, bei den meisten Unternehmen ist jedoch eine gewisse Skepsis gegenüber dem mobilen Vertriebskanal festzustellen. Dies scheint in Anbetracht der Prognosen der Vergangenheit verständlich. Wären diese eingetroffen, würde heute schon ein wesentlicher Teil der Konsumausgaben per Handy getätigt.
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Insgesamt kann wohl davon ausgegangen werden, dass M-Commerce insbesondere die junge Nutzerschicht anspricht, ebenso wie die jüngeren Konsumenten auch dem SMS-Dienst zu seinem Höhenflug verholfen haben. Diese Zielgruppe ist bislang jedoch in erster Linie an Klingeltönen und Handy-Logos interessiert und wird sich auch in Zukunft vermutlich eher für die spielerischen Anwendungen mobiler Endgeräte interessieren. Zu bedenken ist jedoch, dass die jungen Konsumenten von heute die maßgebliche Zielgruppe von morgen darstellen. Und somit wird die Skepsis gegenüber dem M-Commerce und M-Payment nachlassen, wenn neue Konsumentengenerationen angesprochen werden (müssen).
Erschienen in: E-Commerce-Magazin, Jg. 11 Nr. 2 (Februar 2008), S. 38-40.
