Benachteiligungen in der Multimedianutzung aufheben
Was für den Großteil der deutschen Bürger selbstverständlich ist - nämlich der tagtägliche Umgang mit Computern und dem Internet - ist noch lange nicht Standard für alle Menschen in Deutschland.
Die Landbevölkerung, besonderes in den ostdeutschen Bundesländern, gilt als benachteiligt hinsichtlich der Nutzung von Computer und Internet. Diese Benachteiligung soll durch das Projekt "Kurs über Land - Vom Dorf in die Welt" zumindest ansatzweise aufgehoben werden.
Das vom Land und der EU geförderte Projekt betreibt bereits 11 Bürgerbüros in Mecklenburg-Vorpommern. Hier können Interessierte regelmäßig Kenntnisse über Computer und Internet erwerben und kostenlos im Netz surfen. "Dies ist ein Angebot für alle, auch für die, die zu Hause keinen Computer oder Internetanschluss haben"; so Projektleiterin Kathrin Richter. Die Resonanz ist sehr gut, die Mitarbeiterinnen betreuen inzwischen über 100 Menschen an den verschiedenen Standorten.
Die Ziele des Projekts sind vielfältig: So soll beispielsweise ein niedrigschwelliges und wohnortnahes Bildungsangebot für Frauen und Männer zur Erhöhung der Chancengleichheit bei der (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt geschaffen werden, die Nutzungsmotivation von Internet und PC gestärkt werden und Medienkompetenz als Voraussetzung zur Erschließung von neuen Tätigkeitsfeldern und Einkommensmöglichkeiten gefördert werden. Außerdem wird auch in der Öffentlichkeit auf das Problem des "Digitalen Grabens" hingewiesen und Lösungen zu dessen Überwindung erarbeitet.
Weitere Informationen zum Projekt "Kurs über Land - Vom Dorf in die Welt" finden Sie auf der Website www.kurs-ueber-land.de.
