Webmaster, Content-Manager und Marketingfachleute benötigen Informationen über das Suchverhalten, die Informationsbedürfnisse und die technische Ausstattung der Anwender. Nur so können sie das Internetangebot eines Unternehmens an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen. Spezialisierte Serviceprovider stellen die Hard- und Software zur Verfügung und verwalten das hohe Datenaufkommen.

Für eine Analyse reicht es längst nicht mehr aus die Seitenaufrufe der Besucher zu zählen. Aufschluss erhält man nur, wenn ein intensives User-Tracking betrieben wird und man zusätzlich Informationen wie Ein- und Ausstiegsseiten, Klickpfade und Banner-Klicks registriert. Ausserdem muss man über die technische Ausstattung der Anwender Bescheid wissen.

Entscheiden ist die richtige Messmethode. Als Datenquelle werden häufig Log-Files benutzt, die vom Server automatisch erstellt werden. Proxy-Server, Caching und Server-Clustering verfälschen jedoch die Ergebnisse. Der Aufruf einer Seite erfolgt dann nicht mehr am Ursprungsort, sondern aus einem Zwischenspeicher, der sich irgendwo im Netz befinden kann. Seitenaufrufe von Suchrobotern erhöhen zudem die Zahl der Page-Impressions künstlich. Um diese Probleme zu erheben, entwickelten die deutsche Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) und der spätere Gründer des Providers Nedstat unabhängig voneinander die Pixeltechnik. Sie verhindert ein Zwischenspeichern der Websites im Cache und auf Proxy-Servern. Auch Suchroboter verursachen keine verfälschten Ergebnisse mehr. Sie rufen in der Regel nur Texte und keine Abbildungen ab. Somit erfasst das Verfahren diese Aufrufe nicht. Seiten, die aus Gründen des Lastausgleichs über mehrere Server verfügbar sind, lassen sich mit dieser Methode ebenfalls problemlos messen. Der Provider Access Seven, Anbieter von Virtuellen Privaten Netzten (VPN) für mittelständische und große Unternehmen, setzt zur Messung und Analyse des Surfverhaltens seiner Website-Besucher auf User-Tracking nach der Pixel-Methode. Neben Click-Ins, Click-Outs und Klickpfaden enthält Access Seven auch Informationen über die Effizienz von Suchmaschinen. Die Eintragungen, ein wichtiges Marketinginstrument des Unternehmens, werden daraufhin regelmäßig optimiert. Das Analyseprogramm liefert zusätzlich anonymisierte Informationen über die technische Ausstattung der Besucher.

Das User-Tracking auf Pixebasis ermöglicht es, schnell auf Veränderungen von Nachfrage und Zielgruppe oder technischer Ausstattung zu reagieren und den Erfolg von Marketingkampagnen zu kontrollieren.

(Quelle: NetworkWorld v. 19.04.02, S. 34.)