Bewertung der E-Businessfähigkeit von Geschäftsprozessen in Kleinstunternehmen
Autoren: o.V.
Quelle: www.md-ecz.de, Rubrik 'News'
Die Grundlage für die erfolgreiche Implementierung von E-Businesslösungen in Unternehmen bilden Synergieeffekte, die sich aus einer e-business-fähigen Aufbau- und Prozessorganisation ergeben. Es ist deshalb notwendig, eine auf das Unternehmen ganzheitliche Betrachtungsweise bei der Einführung von E-Business-Lösungen zu haben. Um E-Business-Anwendungen effektiv nutzen zu können, müssen die Unternehmen ihre Abläufe, die die Grundlage ihrer Tätigkeit bilden, analysieren und darauf aufbauend die aus den zur Verfügung stehenden E-Businesslösungen die für sie geeignete auswählen. Dies trifft im Besonderen auf kleine und mittelständische Unternehmen zu. Das Magdeburger Electronic Commerce Zentrum (MD-ECZ) hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhoferinstitut IFF ein Werkzeug zur Bewertung der E-Businessfähigkeit von Geschäftsprozessen in Kleinstunternehmen entwickelt. Es soll einen Einstieg in die Problematik vermitteln und den Nutzer in die Lage versetzen eine erste Bewertung seines Unternehmens durchzuführen. Das Tool kann beim MD-ECZ zum Selbstkostenpreis von 3,00 € (incl. MwSt. und Porto) auf CD-ROM bezogen oder online benutzt werden.
Ziel und Nutzen: Eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Einführung von E-Business-Technologien in Unternehmen stellen neben Anforderungen an externen (Marktakzeptanz) und technologischen (EDV) Rahmenbedingungen auch die E-Business-Fähigkeit der Geschäftsprozesse dar. Mit diesem Tool wird die Bewertung von einzelnen Geschäftsprozessen in Handwerks- und Dienstleitungsunternehmen mit 2 bis maximal 50 Mitarbeitern auf ihre E-Businessfähigkeit unterstützt. Dieses Werkzeug hilft dem Nicht-Fachmann, die Geschäftsprozesse in seinem Unternehmen zu erkennen, mit wenigen Kriterien einer ersten Bewertung zu unterziehen und Hinweise auf möglichen Handlungsbedarf zur Verbesserung der E-Businessfähigkeit zu erhalten. Es wurde branchenneutral für Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen mit 2 bis maximal 50 Mitarbeitern konzipiert.
Es wird jedoch auf eine formale Prozessmodellierung und -bewertung verzichtet, um dem breiten Spektrum an Unternehmen die Anwendung des Tools zu ermöglichen.Die wichtigste Voraussetzung zur nutzbringenden Durchführung der Bewertung ist daher die detaillierte Kenntnis der Abläufe und Tätigkeiten im Unternehmen des Anwenders. Ohne sie können keine zulässigen Aussagen zu den Prozessen und den Handlungsbedarfen getroffen werden. Das Werkzeug hilft dem Anwender bei der Beschreibung seiner individuellen Geschäftsprozesse. Dazu stehen ihm verschiedene Referenzprozesse in einer Bibliothek zur Verfügung, die prozessspezifisch mit Akteuren aus dem Unternehmen des Anwenders untersetzt werden. Das so gewonnene Modell des Prozesses wird an Hand verschiedener vorgegebener Fragen einer Bewertung unterzogen. Die Betrachtung der Geschäftsprozesse unter den jeweiligen Fragestellungen muss sehr kritisch erfolgen. Die Beantwortung der Fragen im Multiple-Choice-Verfahren sollte vom Anwender als Leitfaden zur Auseinandersetzung mit den jeweiligen Kriterien für einen e-businessfähigen Prozess verstanden werden. Diese Kriterien orientieren sich dabei an den Themen Verantwortung, Schnittstellen und Datendurchgängigkeit. Die Antworten, die der Anwender für die einzelnen Fragen gibt, werden mit entsprechenden Handlungsempfehlungen auf einem Geschäftsprozessbeschreibungsblatt gesammelt und abschließend hinsichtlich der E-Businessfähigkeit des Geschäftsprozesses eingeordnet.
