Der Umsatz der Chemiehandelsbranche stieg im Jahre 2005 um acht Prozent auf rund zehn Milliarden Euro. Die Umsatzsteigerungen sind vorwiegend durch Preiseffekte begründet, die wiederum auf die Ölpreisentwicklung zurückzuführen sind.

Beim lagerhaltenden Chemiegroßhandel blieben Mengenabsatz und Produktportfolio weitgehend unverändert, es konnte aber gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von rund fünf Prozent verbucht werden. Im Wesentlichen ist auch dieser Anstieg auf Preiserhöhungen zurückzuführen.

Schwierigkeiten ergaben sich laut Verband Chemiehandel e.V. für den Chemiehandel vor allem daraus, dass Kunden in eigene Tanks investierten und dann nicht mehr aus dem Lager des Chemikalienhändlers, sondern über Strecke bedient wurden. In der Folge waren weitere Maßnahmen zur Kostenreduzierung, vor allem in den Bereichen Logistik und Organisation erforderlich.

E-Business-Lösungen können es dem Chemiehandel ermöglichen, seine Kunden- und Lieferantenbeziehungen weiter zu optimieren. Zum einen kann eine effizientere Gestaltung des Einkaufs chemischer Rohstoffe und Produkte erreicht, zum anderen der Service für die eigenen Kunden erhöht werden. Produkte könnten über das Internet ausgewählt und relevante Informationen wie Sicherheitsdatenblätter und Anwendungsdaten online eingesehen werden.

Branchenspezifische E-Business-Lösungen ermöglichen heutzutage eine schnellere und kostengünstigere Gestaltung der Geschäftsprozesse, auch wenn der Vertrieb von Spezial- und Industriechemikalien eine weitgehendere Abstimmung mit dem Kunden erfordert als in anderen Branchen.

(Quelle: www.vch-online.de. Zugriff am 25.4.2006.)