ClickandBuy: Vom digitalen in den physischen Handel
http://www.clickandbuy.deDas Zahlungsverfahren ClickandBuy hat eine rasante Entwicklung hinter sich - das System zum Tarifieren und Abrechnen im Internet der 2000 in Köln gegründeten ehemaligen Firstgate Internet AG wandelt sich: ClickandBuy war zunächst als Abrechnungssystem für Internetinhalte und -dienstleistungen gedacht. Auch wenn die Mehrheit der mittlerweile über 14.000 Händler aus aller Welt immer noch vor allem Dienstleistungen im Internet oder Internetinhalte anbietet, kommen immer mehr Händler mit physischen Produkten hinzu.
Wie eine Studie zur Effektivität vertrauensbildender Maßnahmen des ECC Handel zeigt, kann durch ClickandBuy die Anzahl der Käufe bei digitalen Gütern um 73% und bei physischen Gütern um 44% gesteigert werden. Auch der Absatz unbekannter Händlermarken könnte durch ClickandBuy von einer Absatzsteigerung um 70% profitieren.
Ähnlich wie bei Paypal müssen sich Händler und Kunden bei ClickandBuy anmelden. Während die Anmeldung und Abrechnung für die Nutzer kostenlos sind, müssen Anbieter eine Gebühr sowie eine Umsatzprovision zahlen. Bei ClickandBuy wird dabei zwischen dem sogenannten Micropayment und dem Macropayment unterschieden. Beim Micropayment werden zumeist Beträge zwischen zehn Cent und vier Euro gehandelt. Allerdings ist eine Bepreisung von Artikeln bis mindestens 50 Euro vorgesehen. Das Micropayment ist vor allem für die Abrechnung von Internetdiensten gedacht, wie zum Beispiel Musikdownloads und einzelne Zeitungsberichte. So nutzen zum Beispiel iTunes, Skype oder auch die Stiftung Warentest diese Abrechnungsmethode für ihre Angebote im Internet.
Dagegen beginnt das Macropayment bei zehn Euro ohne Begrenzung und ist damit auch für physische Güter geeignet. So entschied sich Ende 2007 bereits redcoon, ein Internetshop für Haushaltswaren und Unterhaltungselektronik für das Zahlungssystem und konnte damit nach eigenen Aussagen seinen Umsatz deutlich steigern. Ebenfalls bietet Home of Hardware seit Februar 2008 seinen Kunden ClickandBuy an. Bei Home of Hardware schätzt man vor allem die vielfältigen Zahlungsmöglichkeiten der Kunden durch ClickandBuy, zudem erhöht das Abrechnungssystem auch die Sicherheit durch ein Betrugsmanagement mit einem eigenen 'Fraud-Server'.
ClickandBuy sammelt die Umsätze im Normalfall monatsweise und überweist diese auf ein angegebenes Konto des Händlers. Dagegen ist es dem Nutzer möglich, zwischen vielen verschiedenen Zahlungsmethoden auszuwählen, zum Beispiel Lastschrift oder Kreditkartenzahlung. Manche Kunden sehen es zudem als Vorteil an, dass sie gegenüber dem Anbieter in vielen Fällen anonym bleiben können, da lediglich ClickandBuy die Daten erhebt und dem Verkäufer nicht per se zur Verfügung stellt. Von Vorteil für den Anbieter ist auch, dass er keinerlei Software zur Abrechnung bei ClickandBuy installieren muss.
ClickandBuy hat sich zur echten Alternative im E-Payment nicht nur für Medienhäuser und Musikportale gewandelt, auch wenn ClickandBuy derzeit erst von circa zwei Prozent der Anbieter physischer Güter angeboten wird - die Wachstumsaussichten sind jedoch überaus positiv (laut der Studie 'Der Internet-Zahlungsverkehr aus Sicht der Händler'). Insgesamt steht ClickandBuy in 26 Ländern, 126 Währungen und mit 46 Bezahlmethoden zur Verfügung.
(Quelle:Van Baal, Sebastian/Hudetz, Kai: Die Effektivität vertrauensbildender Maßnahmen im E-Commerce, in: E-Commerce Center Handel am Institut für Handelsforschung (Hrsg.), Ausgewählte Studien des ECC Handel, Band 21, S.23ff)

