Literatur - Management von Kundenbeziehungen
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Daten in der Mausefalle

Autoren: Dirk Schäfer

Quelle: Creditreform, Sonderausgabe September 2004, S. 20
Der Internetportalanbieter Lycos Europe hat festgestellt, dass Dutzenden seiner rund 7,5 Millionen registrierten Nutzer Mickey Maus heißen und sich mit diesen Kunden mal genauer beschäftigt. Denn um diese 7,5 Millionen Nutzer zu verwalten, sind eine ganze Menge Platz und Rechenleistung nötig. Neben den Kosten für die Verwaltung behindern die minderwertigen und unstrukturierten Daten auch den Weg zu einer direkten Ansprache des Kunden.

Also hat Lycos Europe die eigenen Datenbestände mit den Datenbanken der Creditreform-Tochter microm abgeglichen in denen sich mehr als eine Milliarde Einzelinformationen befinden. Nach der Bereinigung der Daten waren noch 2 Millionen Datensätze brauchbar, die aber um so wertvoller sind, da jetzt gezielter Werbung und Cross-Selling-Maßnahmen durchgeführt werden können.

Da bei vielen Nutzern eine Hemmschwelle besteht den richtigen Namen anzugeben, nehmen alle Personen, die sich angemeldet haben, an einem Gewinnspiel teil. Weiterhin werden neue Registrierungen anhand der Adresse sofort auf ihre Richtigkeit hin überprüft. So will Lycos neue Mickey Mäuse verhindern.

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