Definitionen zum M-Business und M-Commerce
Die Bedingungen für den Durchbruch des mobilen Handels (Mobile Commerce) werden immer günstiger und mobile Anwendungen werden bald ein wesentlicher Bestandteil des Handels sein. Es ist daher unumgänglich, rechtzeitig für ein einheitliches Begriffsverständnis zu sorgen. Da für zahlreiche "M-Begriffe" bisher keine einheitliche wissenschaftliche Definition vorliegt wird im Folgenden auf etablierte Definitionen zurück gegriffen. Die vollständigen Definitionen sowie weitere Erklärungen entnehmen Sie bitte den unten genannten Quellenangaben.
Bluetooth ist eine Funktechnologie, die auf die drahtlose Übertragung von Daten im Nahbereich, also meist in einem Umkreis von ca. 10m, ausgerichtet ist. Sie wird in einem Frequenzbereich von 2.4 GHz betrieben und erlaubt den Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Endgeräten mit speziellen eingebauten Chips oder zwischen den Endgeräten und einem Bluetooth-Hotspot, der bestimmte vordefinierte Daten an alle Geräte in seinem Umfeld aussendet. Solche Endgeräte können sowohl Mobiltelefone, Smartphones, PDA, Laptops als auch Peripheriegeräte wie Headsets oder Computermäuse sein.
Quellen
- Haase & Martin GmbH: Methods of Bluetooth Marketing, Juli 2008, http://www.haaseundmartin.de/methods-of-bluetooth-marketing.pdf, Zugriff: 26.02.2010
- Mobile Marketing Association (MMA): Mobile Marketing Association Glossary, Denver 2008, http://www.mmaglobal.com/glossary.pdf, 11.03.2010
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
Ein Handybenutzer wird durch einen Bluetooth-Hotspot angesprochen, mit dem Angebot, Daten per Bluetooth auf sein mobiles Endgerät übermittelt zu bekommen. Dabei können verschiedene Medientypen parallel bereitgestellt werden, z.B. Klingeltöne, Wallpaper, Bilder, Internetlinks etc. Dem Handybenutzer kann auch eine Möglichkeit zur Interaktion geboten werden, indem er z.B. in einer Textnachricht schreibt, welchen Inhalt er haben möchte.
Quelle
- Leek, Sheena; Christodoulides, George (2009): Next-Generation Mobile Marketing, How Young Consumers React to Bluetooth-Enabled Advertising. In: Journal of Advertising Research, 49 (1), 44-53.
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
Local Based Services (LBS) werden bei Mobilfunkgeräten eingesetzt, um Inhalte oder Services abhängig vom Standort des Geräts anzubieten. Sie haben eine wichtige Vorreiterrolle in der Entwicklung mobiler Dienste.
Quelle
- Alby, Tom (2008): Das mobile Web. München: Carl Hanser Verlag.
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
Unter Mobile Advertising (kurz: M-Advertising, deutsch: mobile Werbung) werden Werbemaßnahmen auf mobilen Endgeräten verstanden. M-Advertising beinhaltet u.a. den Versand und/oder Erhalt von SMS und MMS mit Produktinformationen sowie Werbung auf Plattformen, die mobil genutzt werden.
Weitere Informationen zu M-Advertising
Quelle
- Mobile Marketing Association (MMA): Mobile Marketing Association Glossary, Denver 2008, http://www.mmaglobal.com/glossary.pdf, 24.06.2009
Autor
- Frederike Krohn/Aline Eckstein, 25.06.2009
Unter Mobile Business (kurz: M-Business, deutsch: mobiler Geschäftsverkehr) wird jede Art von wirtschaftlicher Tätigkeit (Austausch von Waren, Dienstleistungen und Informationen) über mobile Endgeräte verstanden. Mobile Endgeräte sind nur solche, die kabellos immer und überall zum Einsatz kommen können. WLAN, mit seiner begrenzten Reichweite, kann beispielsweise keine mobilen Applikationen unterstützen. M-Business übernimmt Teilbereiche des E-Business und ergänzt ihn um die Möglichkeiten mobiler Anwendungen. M-Business kann also als Oberbegriff verstanden werden, da er alle Aspekte des geschäftlichen Alltags beinhaltet. Die Unterscheidung der Unterbegriffe ist hingegen nicht immer trennscharf.
Quelle
- Buse: Der Mobile Erfolg - Ergebnisse einer empirischen Untersuchung in ausgewählten Branchen, Hamburg 2002, http://www.mobile-prospects.com/unihh/articles/DerMobileErfolg.pdf, 24.06.2009
Autor
- Frederike Krohn/Aline Eckstein, 25.06.2009
Unter Mobile Commerce (kurz: M-Commerce, deutsch: mobiler Handel) werden diejenigen Transaktionen am Markt verstanden, durch die der Austausch von wirtschaftlichen Gütern verbunden mit monetären Werten über mobile Endgeräte erfolgt. M-Commerce schließt auch Transaktionen ein, bei denen Besitz- und Nutzungsrechte sowie Services transferiert werden.
Weitere Informationen zu M-Commerce
Quelle
- Buse: Der Mobile Erfolg - Ergebnisse einer empirischen Untersuchung in ausgewählten Branchen, Hamburg 2002, http://www.mobile-prospects.com/unihh/articles/DerMobileErfolg.pdf, 24.06.2009
Autor
- Frederike Krohn/Aline Eckstein, 25.06.2009
Mobile Coupons sind die digitale Version der Printcoupons. Sie können Angebote, Sonderaktionen (z.B. 2für1), Preisnachlässe, Gewinnspiele, etc. beinhalten. Mobile Coupons werden über Internet, e-Mail oder SMS verschickt und können ausgedruckt oder auf dem Handy gespeichert werden. Anschließend werden die Coupon-Codes vom Kassenpersonal eingelesen oder eingegeben.
Quellen
- Reedy, Sarah (2009): Mobile Coupons Go Mainstream. In: Telephony, 250 (7), 30-31.
- Gravitec AG (2007): Mobile Couponing, http://www.mobiledigit.de/szenario_mobile_couponing.html#, Zugriff: 19.02.2010
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
Mobile Endgeräte erlauben die Nutzung von Diensten und Anwendungen über drahtlose Netzwerke. Dazu gehören Mobiltelefone, Smartphones, PDAs bzw.PocketPCs , Tablet PCs, NetBooks bzw. Ultra Mobile PCs und Laptops. Dabei unterscheiden sich die Geräte in Größe, Gewicht, Art der Betriebssysteme sowie dem Zugang zum und der Nutzungsmöglichkeiten des Webs.
Quellen
- Alby, Tom (2008): Das mobile Web. München: Carl Hanser Verlag.
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Mobile Hardwareplatformen, https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/weitereThemen/MobileSecurity/MobileEndgeraete/mobileendgeraete_node.html, Zugriff: 11.03.2010
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
Unter Mobile Payment (kurz: M-Payment, deutsch: mobiles Bezahlen) werden Transaktionen am Markt verstanden, bei denen Güter durch die Übermittlung von Zahlungsdaten mit einem mobilen Endgerät erworben werden. Mindestens der Zahlungspflichtige setzt dabei mobile elektronische Kommunikationstechniken für die Initiierung, Autorisierung und/oder Realisierung der Zahlung ein.
Weitere Informationen zu M-Payment und M-Banking
Quellen
- Tiwari/Buse: The Mobile Prospects: A strategic analysis of opportunities in the banking sector, Hamburg 2007, http://doku.b.tu-harburg.de/volltexte/2007/340/pdf/HamburgUP_Tiwari_Commerce.pdf, 24.06.2009
- Karnouskos: Mobile Payment: A journey through existing procedures and standardization initiatives, Brazil 2004, http://www.comsoc.org/livepubs/surveys/public/2004/oct/pdf/KARNOUSKOS.pdf, 24.06.2009
Autor
- Frederike Krohn/Aline Eckstein, 25.06.2009
Gegenstände (Produkte, Printwerbung etc.) werden mit zweidimensionalen Barcodes versehen und können mit einer Handykamera eingelesen und mit Hilfe einer speziellen Software erkannt werden. Der Barcode führt zu einem "One-Click-Content" indem er z. B eine Internetadresse enthält, die tief in der Navigation der Website liegt und ein manuelles eintippen zu zeitintensiv oder nicht möglich wäre.
Quelle
- Alby, Tom (2008): Das mobile Web. München: Carl Hanser Verlag.
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
Das mobile Web ist ein Kanal, der Web-Inhalte an mobile Endgeräte übermittelt. Es ist jedoch nicht gleichzusetzen mit dem stationären Web. Beide haben zwar Schnittmengen und basieren auf der Technologie des Internets, aber sowohl das mobile als auch das stationäre Web haben Bereiche, die von dem jeweils anderen nur schlecht genutzt werden können. Beispielsweise eignen sich Animationen aus dem stationären Web nicht für das Handy und auf der anderen Seite sind Applikationen nicht für das stationäre Web geeignet.
Quellen
- Alby, Tom (2008): Das mobile Web. München: Carl Hanser Verlag.
- Mobile Marketing Association (MMA): Mobile Marketing Association Glossary, Denver 2008, http://www.mmaglobal.com/glossary.pdf, 11.03.2010
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
Bei Pull-Werbeverfahren wird der Werbeinhalt nach Aufforderung des Empängers zur Verfügung gestellt, bei Push-Verfahren wird die Werbung proaktiv, unaufgefordert und ohne vorherige Zustimmung dem Empfänger zugeschickt - dabei müssen jedoch bestimmte gesetzliche Richtlinien beachtete werden.
Quelle
- Mobile Marketing Association (MMA): Mobile Marketing Association Glossary, Denver 2008, http://www.mmaglobal.com/glossary.pdf, 11.03.2010
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
Smartphones sind mobile Endgeräte, welche die Funktionen eines Handys mit den erweiterten Funktionen eines PDAs oder PocketPCs vereinen. Der Nutzer kann somit Informationen speichern, auf Web- und e-Mail-Anwendungen zugreifen und alle Funktionen eines Handys nutzen (Telefonie, SMS-/MMS-Versand, Multimedia-Anwendungen, etc.) nutzen. Smartphones sind hauptsächlich auf die eMail- und Internetnutzung ausgerichtet, haben eine volle Qwertz Tastatur (in Tastenform oder als Touchpad) und sie unterscheiden sich von internetfähigen Mobiltelefonen insbesondere durch ihre Erweiterbarkeit, d.h. Nutzer können durch Applikationen (sog. Apps) ihre Smartphones beliebig erweitern.
Quellen
- Laszlo, Joe (2009): The New Unwired World, An IAB Status Report on Mobile Advertising. In: Journal of Advertising Research, 49 (1), 27-43.
- Mobile Marketing Association (MMA): Mobile Marketing Association Glossary, Denver 2008, http://www.mmaglobal.com/glossary.pdf, 11.03.2010
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
Beim SMS/MMS-Marketing wird eine Text- oder Bildnachricht (Video, Audio, Banner) wird an den Mobiltelefonnutzer mit gesendet. Die Nachricht kann unterschiedlichste Inhalte haben wie z.B. Angebote, Produktinformationen, Gewinnspiele, Votings, Eventankündigungen etc. SMS/MMS-Marketing ermöglicht eine direkte Interaktion des Kunden, indem er z.B. eine Antwortnachricht zurückschickt. SMS/MMS-Marketing ist kostenpflichtig für beide Seiten.
Quelle
- Leek, Sheena; Christodoulides, George (2009): Next-Generation Mobile Marketing, How Young Consumers React to Bluetooth-Enabled Advertising. In: Journal of Advertising Research, 49 (1) S. 44-53.
Autor
- Elisabeth Winter, 17.03.2010
