Rationalisierung der Beschaffung von Büroartikeln

E-Procurement birgt vor allem bei indirekten Gütern wie beispielsweise Büroartikeln und EDV-Zubehör ein enormes Rationalisierungspotenzial, denn in diesem Bereich sind der relative Beschaffungsaufwand und die Prozesskosten besonders hoch. Bei einer elektronischen Abwicklung des gesamten Beschaffungsprozesses können diese Kosten oftmals um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Dies liegt zum einen an der hohen Transparenz des Angebots von standardisierten Artikeln, die vom Bleistift über den Ledersessel bis zum Kopierer reichen. Das Internet bietet hier vielfältige Vergleichsmöglichkeiten, denn Büroartikel gehören zum klassischen Repertoire des elektronischen Handels. Zum anderen können die Kosten des Beschaffungsvorgangs selber durch E-Procurement erheblich reduziert werden. Eine Halbierung der Anzahl der Prozessschritte von der Entstehung des Bedarfs bis zur Zahlung scheint durchaus realistisch zu sein. Die schnelle Verfügbarkeit von Büromaterial kann zudem zur besseren Erfüllung der normalen Geschäftsaufgaben beitragen.

Wie bei den meisten Neuerungen im Bereich des elektronischen Handels ist auch bei der Beschaffung von Büroartikeln zunächst einmal reichlich Überzeugungsarbeit notwendig, um die Bedenken der Entscheidungsträger zu entkräften. E-Procurement klingt nach umfangreichem Projektaufwand, und davor schrecken viele erst einmal zurück. Die Angebote der oben genannten Anbieter stellen jedoch Beispiele dar, bei denen ohne großen Aufwand der Einstieg in die elektronische Beschaffung gewagt werden kann. Einige kleinere Unternehmen schrecken noch vor E-Procurement zurück, da sie eine persönliche Betreuung der wahrgenommenen Anonymität des Internets vorziehen.

Der Artikel ist ungekürzt unter dem Titel Prozesse optimieren im Handelsjournal, Heft 11/2002, S. 42-44 erschienen und steht unter ausgesuchte Downloads zur Verfügung.