Die häufigsten Ursachen für Google-Sanktionen
Eine gute bis sehr gute Listung in den gängigen Suchmaschinen wie Google ist für die meisten Online-Shop-Betreiber essentiell, um potentielle Kunden auf ihr Online-Angebot aufmerksam zu machen. Schwarze Schafe unter den Suchmaschinen-Optimierern nutzen Tricks, um ihre Kunden schnell nach oben zu bringen. Das kann zur kompletten Verbannung der Website aus dem Index führen. Die häufigsten Ursachen für Google-Sanktionen fasst Josef Willkommer, Geschäftsführer der Online-Agentur Tech Division für INTERNET WORLD Business zusammen.
1. Falsches Linkbuilding:
Eines der wichtigsten Themenfelder im Rahmen von SEO ist der Aufbau von Links. Sofern Sie auf Seiten verlinken, die von Google bereits ausgeschlossen oder abgestraft wurden, begeben Sie sich schnell in sogenannte „Bad Neighbourhood", was negative Auswirkungen auf die eigene Seite haben kann. Gleiches gilt für die Vielzahl von Linknetzwerken und Partnerprogrammen, über die man Links tauschen kann. Beobachten Sie Ihre Linkstruktur genau und achten Sie in besonderem Maße darauf, auf wen Sie verlinken und wer auf Sie verlinkt.
2. Automatische Anfragen
Dass Google automatische Anfragen (zum Beispiel durch Positions-Check-Software) hasst, ist mittlerweile bekannt. Ein häufiger Einsatz derartiger Tools kann dazu führen, dass Google die IP-Adresse sperrt, was sich mitunter auch auf Ihre Webseiten auswirken kann. Vermeiden Sie es daher, derartige Tools permanent einzusetzen.
3. Anfängerfehler
Gerade Anfänger tendieren dazu, durch ungeduldiges Linkbuilding sowie übermäßigen Keyword-Einsatz (Keyword Stuffing) eine gute Platzierung zu erzwingen. Hier ist es vernünftiger, sich in Geduld zu üben und das Linkbuilding langsam und kontinuierlich zu betreiben, um das Wachstum natürlich wirken zu lassen. Übertreiben Sie die Optimierungen nicht, das heißt, variieren Sie die Keywords und verwenden Sie nicht immer die „optimalen" Linktexte, denn dadurch wirkt eine Seite sehr schnell überoptimiert. Etwas weniger als die „perfekte und vollständige Optimierung" ist häufig die bessere Variante.
4. Mini-Nets
Sofern Sie über mehrere Websites verfügen, die alle auf der gleichen IP-Adressebene liegen, sollten Sie mit der gegenseitigen Verlinkung solcher Seiten vorsichtig sein. Google erkennt mittlerweile recht gut derartige Mininetze, die gegen die Google-Richtlinien verstoßen.
5. Keyword Stuffing
Darunter versteht man den übermäßigen Einsatz von Keywords. Google schätzt dieses Vorgehen gar nicht und bestraft Seiten, die diese Technik anwenden, immer wieder. Gerade im Aufspüren von versteckten Keywords - damit sind nicht nur die Spamversuche mit weißer Schrift auf weißem Grund gemeint - ist Google mittlerweile sehr erfolgreich, sodass man möglichst die Finger davon lassen sollte. Denken Sie immer zuerst an die Besucher Ihrer Seite. Wenn Sie vernünftige Seitentitel, Überschriften und passenden Text einsetzen, benötigen Sie keine erzwungenen Keywords.
6. Automatische Redirects
Vermeiden Sie nach Möglichkeit Meta- und Java-Script-Redirects, da Google diese Art von Weiterleitungen häufig mit Doorway-Pages in Verbindung bringt. Wenn Sie - aus welchem Grund auch immer - eine Seite weiterleiten, machen Sie es richtig. Das Mittel der Wahl ist ein „301 permanent redirect", der über die htaccess-Datei gesteuert wird. Ihr Techniker sollte wissen, worum es sich hier handelt.
Die Dos und Don'ts im Zusammenhang mit Suchmaschinen-Optimierung findet man auch in Googles Webmaster-Guidelines.
(Quelle: internetworld.de, 18.04.2008)
