Die Mediennutzung von Kindern nahm 2005 weiter zu
Mit der Studienreihe KIM-Kinder und Medien wird seit 1999 das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland untersucht. Die Studie wurde vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest kurz mpfs in Auftrag gegeben. Im Rahmen der Studie 2005 standen u. a. die Themen Nutzung und Umgang mit dem Computer und dem Internet sowie computergestützte Lernprogramme im Fokus. Dazu wurden im Zeitraum von Juni bis Juli 2005 1203 Kinder und Erziehungspersonen mündlich und schriftlich befragt.
63% der Kinder befassen sich täglich (20%) oder zumindest einmal in der Woche (43%) mit dem Computer. Die Studie zeigt, dass der PC momentan noch häufiger von Jungen genutzt wird als von Mädchen. Zu den liebsten Freizeitaktivitäten zählen 10% der Mädchen den PC. Die Jungs geben dagegen schon 20% an. Ebenso zeigte die geschlechtsspezifische Betrachtung bei Mädchen u a. ein größeres Interesse für Musikstars und Mode. Jungs hingegen zeigen mehr Interesse für Computer, Technik und Internet. Computer stehen den Kindern in vier von fünf Fällen zur Verfügung. 12% haben bereits ein eigenes Gerät. Annähernd drei Viertel der Haushalte haben einen Internetzugang. Die Tendenz ist steigend. Ein weiteres wichtiges Ergebnis stellt der Grund für die Verwendung des Computers dar. Während PC-Spiele im Vergleich zu 2003 zurückgegangen ist, nimmt der Computer als Lernmittel einen beständigen Platz im Alltag der Kinder ein.
Der Download steht auf der Homepage des mpfs kostenlos zur Verfügung. Hier finden sie auch frühere Studien, Themen und Ergebnisse.
