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E-Commerce-Weiterbildung durch E-Learning

Artikel, 2002

E-Learning bietet neue Formen des selbstgesteuerten zeit- und ortsunabhängigen Lernens. Die Möglichkeiten des netzbasierten Lernens sind vielfältig. Über das Internet bzw. Intranet können Kursteilnehmern spezielle Webseiten und Mailing-Listen angeboten werden. Die Teilnehmer können sich zumeist auch an Diskussionsforen und Chats beteiligen. Von zentraler Bedeutung sind zudem Online-Workshops und Übungsaufgaben, oftmals mit multimedialen Inhalten. Im Unterschied zum Selbststudium mit Büchern oder anderen 'Offline-Medien' wird der Teilnehmer bei E-Learning nicht allein gelassen, sondern kann mit Lehrern oder anderen Kursteilnehmern Kontakt halten. Dennoch ist er zeitlich und örtlich nahezu genauso ungebunden wie beim Selbststudium.

Beim E-Commerce könnte E-Learning künftig eine besonders große Rolle spielen, da es ein Lernen im Rahmen der entsprechenden Geschäftsprozesse ohne Medienbruch ermöglicht. Nachdem bis Anfang des Jahres 2000 große Euphorie vorherrschte, setzt sich seither im Zuge drastisch fallender Aktienkurse der Startup-Unternehmen bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) die Skepsis in bezug auf die Möglichkeiten des Internets durch. Dennoch kann kein Zweifel darüber bestehen, dass die effektive Nutzung des Internets für die eigenen Geschäftsprozesse für Handelsunternehmen künftig von großer Bedeutung sein wird.

Entsprechende E-Learning-Konzepte für kleine und mittelständische Handelsunternehmen müssen an deren spezifischer Situation ausgerichtet werden. Wenngleich es sich bei KMU im Handel keineswegs um eine homogene Gruppe von Unternehmungen handelt, so lassen sich doch spezielle Probleme ausmachen, welche den Einsatz von E-Learning in Handelsbetrieben behindern.

In diesem Artikel werden die Rahmenbedingungen für ein E-Learning-Konzept, dass kleine und mittelständische Handelsunternehmen in bezug auf E-Commerce unterstützen soll, ausführlich dargelegt. Im ersten Teil wird zunächst auf die verschiedenen Formen des E-Learnings eingegangen und dessen Vor- und Nachteile skizziert. Anschließend wird aufgezeigt, , dass man auch durch E-Learning behandeln sollte. Die spezifische Situation des kleinen und mittelständischen Handels und seine Probleme bei der Einführung und Umsetzung von Neuerungen wird im dritten Teil beschrieben.

Anschließend werden die zwei wesentlichen Aspekte betrachtet, die bei der Gestaltung eines E-Learning-Konzepts zu berücksichtigen sind. Diese werden separat analysiert. Zunächst wird auf die inhaltliche Konzeption eingegangen. Es wird dabei die Fragestellung untersucht, welche Inhalte für ein solches Konzept sinnvoll erscheinen. Im zweiten Teil wird die methodisch-didaktische Konzeption vorgestellt. Es geht dabei darum, einen Bezugsrahmen für E-Learning in kleinen und mittelständischen Handelsunternehmen zu entwickeln, der auch auf andere Themen übertragen werden kann.

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Hudetz, Kai: E-Commerce-Weiterbildung durch E-Learning, in: Handel im Fokus - Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, 54. Jg. (2002) Heft I (Februar), S. 37-50.
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