E-Commerce als Nischenphänomen?
Autoren: C. Schulzki-Haddouti
Quelle: Lebensmittel Zeitung, 24.01.2003, S. 30
Das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Bundestag (TAB) sagt voraus, dass E-Commerce auf mittlere Sicht ein Nischenphänomen bleibt. Bei Alltags- und Massengütern wie Lebensmittel, Arzneimittel, Bücher oder CDs schätzen die Experten einen langfristigen E-Commerce-Anteil von deutlich unter 10%. Entscheidend seien die gebotenen Preisvorteile.
Dabei muss aber klar zwischen B2B und B2C unterschieden werden. Zwischen Hersteller, Groß- und Einzelhändler (B2B) werde E-Commerce mittelfristig zur Regel werden. Als Beispiel nennt das TAB Apotheken, bei denen heute fast zu 100% ihre Waren elektronisch bestellen.
Das TAB setzt weiterhin auf die Vorreiterrolle öffentlicher Einrichtungen. Als Beispiel wird Italien angeführt, das ein zentrales Beschaffungs-System in 2002 für alle Behörden eingerichtet hat. Die Einsparungen sollen bei ca. 35% liegen. Die Studie des TAB plädiert an die Behörden dem hohem Kapital- und Beratungsbedarf kleinerer und mittlerer Unternehmen entgegenzukommen. Nach einer Studie von Booz, Allen & Hamilton wären hierzu Steuersenkungen nach amerikanischem Muster vergünstigten Krediten vorzuziehen.
