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E-Commerce dominiert deutsche Internetwirtschaft

Mehr als ein Viertel der im deutschsprachigen Internet erwirtschafteten Wertschöpfung wird direkt oder indirekt in den 20 größten Web-Portalen erbracht.

Dieses Ergebnis brachte eine Untersuchung der Management-Beratung A.T. Kearney. Die Wertschöpfung (Umsatzerlöse abzüglich Vorleistungen) im deutschsprachigen Internet betrug demnach 2005 rund 8,7 Milliarden Euro. Noch immer verzeichnet der E-Commerce-Bereich mit 48 Prozent den größten Anteil, gefolgt von den Bereichen Internetzugang (23 Prozent), Werbung (15 Prozent), Services (9 Prozent) und bezahlter Content (5 Prozent). Laut A.T.-Analyst Dr. Martin Fabel zeigt die Entwicklung der letzten zehn Jahre eine Konzentration der Portale, die mit einer Homogenisierung des Angebotes einhergehe. Die Zahl der Portale sei in den letzten fünf Jahren um über 60 Prozent gesunken. Die anzeigenfinanzierten Non-Access-Portale wie beispielsweise Google und Yahoo gelten dezeit als die erfolgreichsten internationalen Portale und seien rentabler als Portale von Providern.

Der Studie zufolge beschränkt sich das Wachstums- und Kommerzialisierungspotenzial auf wenige Geschäftsmodelle, besonders in den Bereichen Werbung und bezahlte Inhalte. Neue Möglichkeiten und steigende Werbebudgets bietet die wachsende Zahl an Unterhaltungsportalen sowie die zunehmende Multimedialität. Nach Meinung von A.T. Kearney wird die Diskrepanz zwischen dem Anteil des Internets an der Mediennutzung (20 Prozent) und dem Anteil an den Werbeaufwendungen (7 Prozent) in den nächsten Jahren fast verschwinden.