E-Commerce explodiert
Autoren: Kai HudetzMittlerweile sind rund zwei Drittel der deutschen Konsumenten online, etwa 33 Millionen Deutsche sind sogar täglich im Internet. Immer häufiger nutzen sie das Medium auch für den Einkauf. Folgerichtig steigen die Online-Umsätze weiterhin deutlich an. Wenngleich der vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels auf gut 3 Prozent bezifferte Umsatzanteil des E-Commerce am gesamten Einzelhandelsumsatz unter vielen euphorischen Prognosen aus den Jahren 1998 und 1999 liegt, so entfällt auf den E-Commerce doch in vielen Branchen bereits ein erheblicher Umsatz. Zahlreiche Versandhandelsunternehmen erzielen zwischenzeitlich bereits mehr als die Hälfte ihres Gesamtumsatzes online. Neben dem reinen Online-Händler Amazon und der Verkaufsplattform eBay mit Angeboten vom Großunternehmen bis zur Einzelperson sind es vor allem die Versandhandelsunternehmen, aber auch große klassische Handelsunternehmen wie Discounter und Warenhäuser, die sich im Online-Handel positioniert haben. Allerdings sind auch einige kleinere Händler im Internet erfolgreich. Der HDE schätzt, dass mehr als 50.000 Einzelhändler zusätzlich noch einen Online-Shop betreiben. Das Potenzial des Online-Handels ist noch nicht ausgeschöpft. Die meisten Marktforscher gehen auch zumindest für die nächsten drei Jahre von jährlich zweistelligen Zuwachsraten aus.
In einem Beitrag für das Factbook Einzelhandel 2009 zeigt Dr. Kai Hudetz zentrale Entwicklungen des Online-Handels und seine Auswirkungen auf die Einzelhandelsstrukturen auf.
Hudetz, Kai: E-Commerce exlodiert, in: handelsjournal (Hrsg.): Factbook Einzelhandel 2009, Berlin 2008, S. 133-138.
