ECC Handel-News, Januar-Ausgabe

Köln, 18.12.2008

Übersicht der Meldungen

Weihnachtsgrüße des ECC Handel - Bildquelle: www.photocase.de

Neu im ECC-Shop/Neue Premium-Artikel

Veranstaltungen im Januar

1) Online-Handel 2008 – was war, was wird?

Bild der IfH-Veranstaltung "Faszination Handel"

Auch im Jahr 2008 sind die Online-Umsätze im deutschen Einzelhandel wieder deutlich gestiegen. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels rechnet mit einem B2C-E-Commerce-Gesamtvolumen in Höhe von 20,0 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 10,9 % entspricht. Auch für das kommende Jahr rechnen Experten mit weiteren Online-Zuwächsen - Grund genug, diese Thematik beim 2. IfH-Handelsforum "Faszination Handel" des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln (IfH) entsprechend zu würdigen.

 

Dr. Kai Hudetz, stellvertretender IfH-Geschäftsführer und Leiter des dort angesiedelten E-Commerce-Center Handel, stellte Ergebnisse der jüngsten Studien des ECC Handel vor, welche die große Bedeutung des Internets als Vertriebs-, aber auch als Kommunikationskanal belegen. Anhand von Praxisbeispielen zeigte er auf, wie Handelsunternehmen auf diese Entwicklungen reagieren können und machte deutlich, dass sich auch kleinere Händler mit professionellen Lösungen erfolgreich im Online-Handel etablieren können.

Präsentation zum kostenfreien Download
Weitere Zahlen und Fakten zum Online-Handel

2) Neue Multi-Channel-Studie: Neun von zehn Online-Bestellungen sind Zusatzgeschäft

Mit der zunehmenden Etablierung des Online-Shoppings stellt sich für immer mehr Handelsunternehmen die Frage nach der optimalen Einbindung des Internets in ihr Vertriebssystem. Der Multi-Channel-Vertrieb wird daher immer bedeutender, gleichzeitig steigt jedoch der Informationsbedarf zum kanalübergreifenden Verhalten der Konsumenten. Aus diesem Grund widmet sich das ECC Handel mit einer neuen Untersuchung erneut dem Multi-Channel-Vertrieb: Die Studie "Das Multi-Channel-Verhalten der Konsumenten" ist im Dezember erschienen und setzt die Reihe der Multi-Channel-Studien des ECC Handel fort, in der zuletzt 2006 die Studie "Wechselwirkungen im Multi-Channel-Vertrieb" erschienen ist.

 

Die neue Studie verdeutlicht, dass es für die Kunden mittlerweile selbstverständlich geworden ist, verschiedene Einkaufswege miteinander zu kombinieren. So informieren sich Internetnutzer bei jedem vierten Kauf im stationären Handel vorab in Online-Shops. Bei jedem zehnten Kauf wird vorher sogar der Online-Shop des Anbieters, bei dem letztlich im stationären Handel gekauft wird, aufgesucht. Diese Ergebnisse stützen die Hoffnung vieler Manager, dass der Vertrieb über mehrere Kanäle zu Umsatzsteigerungen führt. Andererseits wird häufig befürchtet, dass Umsatz zwischen den Vertriebskanälen verschoben wird, man spricht in diesem Zusammenhang von einer "Kannibalisierung" etablierter Kanäle. Auch hinsichtlich dieser Vermutung kommt die Studie zu eindeutigen Erkenntnissen: Nur jeder zehnte Kauf in Online-Shops stellt eine Kannibalisierung von stationären Filialen dar. Neun von zehn Online-Bestellungen sind somit echtes Zusatzgeschäft.

 

Weitere Informationen zur Studie

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Online Handel 2009 – Welche Branchen, welche Unternehmen, welche Innovationen werden im neuen Jahr gewinnen?

Logo der Veranstaltung "Online-Handel 2009"

Das Kick-Off Jahres-Event für die E-Commerce-Branche am 20./21. Januar 2009 im modernen Congress Center Rosengarten in Mannheim. Rund um das Thema: "Online Handel 2009 - Welche Branchen, welche Unternehmen, welche Innovationen werden im neuen Jahr gewinnen?" referieren hochkarätige Experten zu den Entwicklungen und Perspektiven im Online Handel. In 9 praxisnahen Fachkonferenzen erfahren Sie alles über die neuesten Trends in den Bereichen Social Commerce, E-Branding, Internationalisierung, Online Security, E-CRM, Performance Marketing, B2B-Online Handel, Usability, Pricing und vielen weiteren Fachsegmenten. Im Rahmen der anschließenden Ausstellerparty, die durch die Talk-Runde zum Thema: "Quo vadis Online Retailing? Über welche Wege erreichen wir morgen unsere Kunden?" von Prof. Dr. Helmut Thoma eröffnet wird, besteht die Möglichkeit zum Networking.

 

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.managementforum.com

3) IT-Zertifizierungen – kaum genutzt, kaum gefragt?

Titelseite der Studie "Informationssicherheit in Unternehmen 2008" des Netztwerks Elektronischer Geschäftsverkehr

Zertifizierungen im Bereich Informationssicherheit, z. B. nach den BSI Grundschutz-Katalogen, spielen derzeit nur für eine Minderheit von Unternehmen eine Rolle, können jedoch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Dies zeigt die vom Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) durchgeführte Studie "Informationssicherheit in Unternehmen 2008".

 

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass aktuell nur 5 % der befragten Unternehmen eine Zertifizierung im Bereich der Informationssicherheit, z. B. nach ISO 27001:2005 oder BSI Grundschutz-Katalogen, besitzen. Fast 85 % der befragten Unternehmen verfügen derzeit über keine derartige Zertifizierung und haben diesbezüglich auch in naher Zukunft keinerlei Aktivitäten geplant. Über ein Drittel der befragten Unternehmen, die demgegenüber eine Zertifizierung besitzen oder planen, verfolgt eine Absicherung im Bereich der Informationssicherheit durch eine Zertifizierung nach den BSI Grundschutz-Katalogen.

 

Zum kostenfreien Download der Studie "Informationssicherheit in Unternehmen 2008"

4) Informationsdefizit im Mittelstand – Ergebnisse der NEG-Umfrage 2008 sind jetzt verfügbar

NEG-Umfrage 2008

Das Internet ist zentral für viele Geschäftsprozesse geworden. Dennoch haben insbesondere kleine und mittlere Unternehmen häufig noch Informationsdefizite, wenn sie z. B. Websites kundenfreundlich gestalten oder den Datenaustausch standardisieren wollen. Das zeigt die aktuelle Studie "Elektronischer Geschäftsverkehr im Mittelstand und Handwerk" des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG).


Der Informationsbedarf der kleinen und mittelständischen Unternehmen zum E-Business ist sehr heterogen: Das Interesse beschränkt sich nicht auf einige wenige Themen, sondern verteilt sich auf zahlreiche unterschiedliche Aspekte. Die Netz- und Informationssicherheit wird von den Befragten durchgängig als wichtigstes Thema angesehen, gefolgt von den Themen "Online-Recht" und "Datenaustausch mit Externen". Die Ergebnisse spiegeln die bestehenden Unsicherheiten der kleineren Unternehmen bezüglich des Internets wider.

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eCommerce-Tag: Online-Shops – Risiken & Nebenwirkungen vermeiden

Die Veranstaltung bietet Unternehmen und Existenzgründern, die den Vertrieb ihrer Produkte über das Internet planen, die Möglichkeit, sich anhand von Expertenbeiträgen und Best-Practise-Beispielen über konkrete Möglichkeiten und vermeidbare Stolpersteine bei der Umsetzung eines solchen Projektes zu informieren. Am 29.01.2009 erwartet Sie im Jenaer Intershop Tower praxisnahe Vorträge zu folgenden Themen: rechtssichere Gestaltung von Online-Shops, Zahlungssysteme im E-Commerce, Umsatzsteigerung und Kundenbindung durch Gütesiegel, Web 2.0, steuerrechtliche Fragen beim internationalen Online-Handel und weitere Highlights. Darüber hinaus berichten erfolgreiche Shop-Betreiber praxisnah über ihre Erfahrungen beim Aufbau ihrer Internetpräsenz.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.ec-net.de

5) Themenspecial E-Mail-Kommunikation

Abbildung zum Themenspecial "E-Mail-Kommunikation" des E-Commerce-Center Handel (ECC Handel)

Mit Blick auf die Nutzung des Internets kommt der E‑Mail-Kommunikation nach wie vor die höchste Bedeutung zu. So zeigt beispielsweise die aktuelle Studie "Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk 2008" des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr, dass E-Mail-Kommunikation und Informationsbeschaffung auch im Jahr 2008 die am intensivsten genutzten Funktionalitäten darstellen. Dennoch wird im Bereich des E-Mail-Versands im geschäftlichen Umfeld teilweise grundlegenden Aspekten nicht ausreichend Beachtung geschenkt.

 

Das Themenspecial "E-Mail-Kommunikation" greift daher wichtige Punkte auf und bietet durch Praxisartikel, Checklisten, Literaturhinweise und Vortrags-Downloads eine fundierte Ausgangsbasis, die eigene E-Mail-Kommunikation kritisch unter die Lupe zu nehmen und Optimierungspotenziale aufzugreifen.


Zum Themenspecial "E-Mail-Kommunikation"

6) Bis zu 90 Prozent mehr Umsatz mit Online-Gütesiegeln und Internet-Zahlungsverfahren

Viele Online-Händler lassen erhebliches Potenzial zur Umsatzsteigerung ungenutzt: Durch den Verzicht auf vertrauensbildende Maßnahmen gehen ihnen zum Teil beträchtliche Gewinne verloren. Durch die Integration neutraler Gütesiegel oder betreibergestützter Internet-Zahlungsverfahren in ihren Shop erreichen sie durchschnittlich eine Umsatzerhöhung von mehr als 30 Prozent. Dies zeigt eine aktuelle Studie, die vom E-Commerce-Center Handel gemeinsam mit der Managementberatung Mücke, Sturm & Company durchgeführt wurde.

 

"Während bisher nur vermutet werden konnte, dass Gütesiegel und Zahlungsverfahren Vertrauen stiften und den Online-Umsatz erhöhen, liegen nun klare Ergebnisse hierzu vor", so Sebastian van Baal vom E Commerce-Center Handel. Koautor Kai Hudetz ergänzt: "Insbesondere kleine und mittelständische Online-Händler sollten sich vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse intensiv mit vertrauensbildenden Maßnahmen befassen."

 

Bei hochpreisigen Produkten fällt die Umsatzsteigerung besonders groß aus: Bei einem Kauf über 200 Euro ergibt sich eine Umsatzsteigerung von fast 90 Prozent durch die Einbeziehung einer vertrauensbildenden Maßnahme. Bei einem Preis von 50 Euro beträgt die Steigerung 15 Prozent.

 

Weitere Informationen zur Studie

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Praxisveranstaltung "Wirksame Websites für kleine und mittlere Unternehmen"

Logo des NEG Website Award NRW 2009

Wer hat die besten Websites unter den kleinen und mittelständischen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen? Diese spannende Frage wird am Dienstag, 27. Januar 2009, im Harenberg City-Center in Dortmund beantwortet. Unter dem Titel "Wirksame Webauftritte für kleine und mittlere Unternehmen" wird der NEG Website Award NRW 2009 im Rahmen einer kostenfreien Praxisveranstaltung verliehen.

 

Vor der eigentlichen Preisverleihung stehen informative Fachvorträge zu den Themen "Web-2.0-Communities", "gesetzliche Rahmenbedingungen für einen rechtssicheren Internetauftritt" und "E-Mail-Marketing" auf dem Programm. Im Nachgang zu der Verleihung haben die Teilnehmer die Möglichkeit, miteinander bei Live-Musik und einem Imbiss ins Gespräch zu kommen.

 

Zu näheren Informationen über die Praxisveranstaltung

7) Abmahnung: Verstoß gegen Unterlassungsverpflichtung kann teuer werden – ECC-Rechtstipp von RA Rolf Becker

Foto von RA Rolf Becker

Was passiert eigentlich, wenn man sich nach einer Abmahnung verpflichtet, bestimmte AGB-Klauseln nicht mehr zu verwenden und es dann doch noch tut - und zwar in genau 418 einzelnen Verkaufsangeboten auf eBay? Diese Frage galt es in einem Rechtsstreit am OLG Hamm zu klären. Beide Parteien verkaufen über eBay Modellbauartikel. Aufgrund einer Abmahnung des Klägers gab der Beklagte eine Unterlassungserklärung ab, in der er sich verpflichtete, im geschäftlichen Verkehr mit dem Endverbraucher auf eBay spezifische AGB-Klauseln nicht mehr zu verwenden. Für jeden einzelnen Fall der Zuwiderhandlung versprach der Beklagte eine Vertragsstrafe in Höhe von 5.100 €. Da der Beklagte jedoch in 418 Fällen gegen die Unterlassungserklärung verstieß, drohte ihm eine Vertragsstrafe in Höhe von über 2 Mio. Euro.

 

Nähere Informationen zu diesem Urteil und einem weiteren zum Thema "Telefonmarketing gegenüber langjährigen Kunden" erhalten Sie in dem aktuellen ECC-Rechtstipp von RA Rolf Becker. Er ist Partner der Rechtsanwälte Wienke und Becker in Köln und Autor von Fachbüchern und Fachartikeln zum Wettbewerbsrecht, Markenrecht und Vertriebsrecht insbesondere im Fernabsatz. Als Mitglied im ECC-Club kommentiert Rechtsanwalt Becker im Newsletter des ECC Handel regelmäßig aktuelle Urteile zum Online-Handel und gibt Händlern praktische Tipps, wie sie mit den gesetzlichen Vorgaben umgehen sollen.

 

Aktueller ECC-Rechtstipp von RA Rolf Becker
Weitere Informationen zu rechtlichen Fragen im E-Commerce

8) Kundenbindung über Twitter.com – Social Marketing für den Handel?

Abbildung des Twitter-Logos

In dem Praxisbeispiel "Kundenbindung über Twitter.com" berichten die Autoren Andreas Goßen und Andreas Duscha des ECC Handel im Detail über ausgewählte Aspekte des Social Marketing durch Twitter für den Handel. Seit März 2006 existiert der Micro-Blogging-Dienst Twitter. Angemeldete Nutzer können so genannte "Tweets" SMS-ähnliche Textnachrichten, die auf maximal 140 Zeichen beschränkt sind, veröffentlichen und anschließend an die Nutzer verbreiten, die sich für das Thema oder den Verfasser interessieren. Die Nachrichten werden entlang eines Zeitstrahls dargestellt und in einer Art "Blog" eingetragen. Dabei entscheidet der Absender selbst, ob er allen Nutzern seine Nachrichten zur Verfügung stellen möchte oder nur einem bestimmten Personenkreis.

Das Einsatzgebiet von Twitter ist umfangreich und wird nicht nur von vielen Großunternehmen wie Amazon, MTV oder Dell verwendet, um regelmäßig den Kontakt zu ihren Kunden zu pflegen, sondern auch innerhalb vom Unternehmen eingesetzt. Die Autoren gehen die Zielsetzungen von Marketingaktionen über Twitter ein und geben Hinweise, wie dieses Marketinginstrument derzeit einzuordnen ist.

 

Zum kompletten Artikel "Twitter.com - Social Marketing für den Handel?"

Bis zum nächsten ECC-Newsletter Ende Januar wünscht Ihnen das Team des ECC Handel ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr.