ECC Handel-News, Sonderausgabe |
Köln, 06.01.2009 |
Ergebnisse der Umfrage "Elektronischer Geschäftsverkehr im Mittelstand und Handwerk" stehen als kostenfreier Download zur Verfügung
Diente das Internet noch vor einigen Jahren als reines Informations- und Kommunikationsmedium, gewinnen aufwändigere Anwendungen zunehmend an Bedeutung. Das zeigt die aktuelle Studie "Elektronischer Geschäftsverkehr im Mittelstand und Handwerk". So nutzen beispielsweise 93,9 Prozent der Befragten das Internet zumindest gelegentlich zur Beschaffung, 89,9 Prozent zum Datenaustausch und 71,0 Prozent für den Kundenservice. Jedoch werden die Potenziale vieler Internetoptionen erst ansatzweise ausgeschöpft: So verkauft derzeit nur jedes zweite Unternehmen online, etwa ein Drittel beteiligt sich an elektronischen Ausschreibungen und rund die Hälfte nutzt die Möglichkeiten des Mobile Business.
Auch die Vorteile von Web 2.0 wissen bislang nur die wenigsten KMU für sich zu nutzen. Obwohl das Schlagwort Web 2.0 in aller Munde ist, haben kleine und mittelständische Unternehmen das Potenzial von Web 2.0-Diensten und -Anwendungen noch nicht voll erkannt. Die wichtigsten Ziele beim Einsatz von Web 2.0-Instrumenten stellen für sie bislang die Informationsgewinnung und die Erhöhung des Bekanntheitsgrades dar. Die Befragten sehen in Web 2.0 jedoch nicht nur Chancen, sondern vielfach auch Gefahren: Insbesondere die rechtlichen Risiken (84,0 %) und die Gefahr des Missbrauchs durch externe Nutzer (82,6 %) sehen die befragten Unternehmen als größte Risiken von Web 2.0-Diensten und -Anwendungen an.
Aber nicht nur das Thema Web 2.0 ist mit vielen unbeantworteten Fragen behaftet. Der Informationsbedarf der kleinen und mittelständischen Unternehmen zum E-Business ist insgesamt stark ausgeprägt und sehr heterogen: Das Interesse beschränkt sich nicht auf einige wenige Themen, sondern verteilt sich auf zahlreiche unterschiedliche Aspekte. Die Netz- und Informationssicherheit wird von den Befragten durchgängig als wichtigstes Thema angesehen, gefolgt von den Themen "Online-Recht" und "Datenaustausch mit Externen". "Die Ergebnisse spiegeln die bestehende Unsicherheit der kleineren Unternehmen wider, das Internets vollständig in die bestehenden Geschäftprozesse zu integrieren" sagt Dr. Kai Hudetz, stellvertretender Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung (IfH) und Bereichsleiter des dort angesiedelten E-Commerce-Center Handel.
Der 82-seitige Berichtsband steht unter www.ecc-handel.de zum kostenfreien Download bereit.
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