Fundierte Einschätzungen zur Anzahl von Unternehmen, die im E-Commerce-Umfeld tätig sind, waren bislang schwer zu finden. Nun veröffentlichte das Wissensportals iBusiness.de in Zusammenarbeit mit den E-Commerce-Experten Axel Gronen (Wortfilter.de), Peter Höschl (Shopanbieter.de) und Karsten Windfelder (100 Partnerprogramme) Zahlen, die auf eigene Erhebungen, Umfragen unter Marktteilnehmern und Hochrechnungen sowie Zahlen des Statistischen Bundesamtes beruhen: Insgesamt ergaben die Hochrechnungen, dass im deutschen Markt 388.500 Unternehmen im Online-Handel aktiv sind.
Diese Zahl setzt sich zusammen aus:
- 169.500 Affiliate-Anbietern
- 150.000 Anbietern von Online-Shops und
- 105.500 gewerblichen eBay-Händlern (davon 15.000 Powerseller)
Davon sind 36.000 Unternehmen, also jedes elfte, in mehr als einem Marktsegment engagiert.
Quelle: ibusiness.de
Ausführliche Informationen erhalten Sie unter www.ibusiness.de.
(Quelle: www.press1.de/, 10.03.2010)
Das E-Commerce-Beratungszentrum der IHK Hannover begin hat eine Quellenübersicht zu Struktur- und Marktdaten des Internet und E-Business in Deutschland zusammengestellt. Sie gibt ausgewählte Hinweise über mögliche Informations- und Datenquellen im Internet, die bei der Suche nach relevanten Informationen helfen sollen.
Im Folgenden finden Sie entsprechende Downloadhinweise:
- (N)Onliner-Atlas (Downloadübersicht)
- BITKOM (Downloadübersicht)
- AGOF - internet facts (Downloadübersicht)
- Monitoring deutsche Informationswirtschaft (Downloadübersicht)
- Nielsen - Blick auf Märkte und Verbraucherverhalten (Homepage)
- Forschungsgruppe Wahlen - Internet-Strukturdaten (Downloadübersicht)
- IT-Nutzung in Unternehmen (Downloadübersicht; Stichwort IKT in die Schnellsuche eingeben)
- ARD/ZDF-Online-Studie (Downloadübersicht)
- Domainstatistik für Deutschland (Downloadübersicht)
(Quellen: begin; Industrie- und Handelskammer Hannover, aktualisiert 27.01.2010)
Die Forschungsgruppe Wahlen erhebt in telefonischen Umfragen regelmäßig Strukturdaten zur Internet-Nutzung. Die folgende Darstellung zeigt den Zweck der Internetnutzung in Deutschland im Zeitvergleich über das jeweils 4. Quartal der Jahre 2006 - 2008.
Die regelmäßige Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen zu Strukturdaten der deutschen Internet-Nutzung hat für das vierte Quartal 2008 folgende Ergebnisse gebracht. Die Umfrage umfasste 3.895 Personen.
Im vierten Quartal 2008 verfügten 73 Prozent aller Deutschen über 18 Jahren über einen Internet-Zugang. Im IV. Quartal 2008 nutzten zwei Drittel (66 Prozent) aller deutschen Erwachsenen das Internet zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo. Im Vergleich zu demselben Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein leichtes Plus von drei Prozentpunkten
Primärer Nutzungszweck des Internet ist laut der Umfrage wie auch in den beiden vergangenen Jahren der Preisvergleich (75 Prozent im 4. Quartal 2008). Im Vergleich zum Jahr 2007 verringerte sich jedoch der Anteil der Nutzer, die das Internet zum Preisvergleich nutzten, von 80 Prozent auf 75 Prozent. 63 Prozent der Befragten nutzen das Internet zum Einkaufen, dies bedeutet auch hier einen leichten Rückgang im Vergleich zum Jahr 2007.
Ein deutlicher Anstieg über die letzten drei Quartale zeigt sich vor allem bei der Nutzung des Internets zum Zweck der Informationssammlung über Wirtschafts- und Börsennachrichten sowie Politiknachrichten. Der Kauf von Medikamenten erfreut sich ebenfalls weiter wachsender Beliebtheit. Ein leicht rückläufiger Trend wird hingegen bei Online-Brokerage deutlich.

Das Internet ist immer noch ein Medium der formal höher Gebildeten. Im IV. Quartal nutzten 91 Prozent aller Deutschen mit Hochschulreife das Internet und 78 Prozent jener mit Mittlerer Reife. Bei jenen mit Hauptschulabschluss und Lehre waren es kaum die Hälfte (48 Prozent) und bei jenen mit Hauptschule ohne Lehre nutzten lediglich 29 Prozent das Internet.

In Bezug auf die Berufsgruppenzugehörigkeit fallen die Unterschiede nicht ganz so gravierend aus, es heben sich lediglich zwei Gruppen besonders von den anderen ab: Arbeiter waren nach wie vor stark unterrepräsentiert (52 Prozent), Selbstständige deutlich überrepräsentiert (78 Prozent).

(Quelle: Forschungsgruppe Wahlen, Internet-Strukturdaten, IV/2006 - IV/2008)
Ausgewählte Ergebnisse des (N)Onliner Atlas 2008
Die aktuellen Ergebnisse der Anfang letzen Jahres durchgeführten Studie „(N)Onliner Atlas 2008“ dokumentieren, dass mittlerweile 42,2 Millionen Personen über 14 Jahren online sind, dies entspricht einer Internetnutzung von 65,1 Prozent (2007: 60,2 Prozent, 2006: 58,2 Prozent) in Deutschland. Der Offliner-Anteil liegt im Jahre 2008 erstmals unter 30%.
Der Onliner-Anteil steigt mit fast fünf Prozentpunkten stärker als in den Vorjahren. Noch vor einem Jahr wurde vermutet, dass sich der Wachstum allmählich abschwächt. Der leicht rückläufige Anteil der Nutzungsplaner (= Nichtnutzer mit der Absicht, innerhalb der nächsten 12 Monaten das Internet zu nutzen) von 4,9 Prozent im Jahr 2008 gegenüber 5,7 Prozent in 2007 deutet auch weiterhin auf ein in Zukunft verlangsamtes Wachstum hin.

Auch 2008 basiert der bundesweite Zuwachs bei den Onlinern auf einer flächendeckenden Zunahme in allen Bundesländern. Dabei fallen besonders die deutlichen Zuwächse in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Bayern auf; während Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen im Jahr 2008 nur einen leicht unterdurchschnittlichen
Zuwachs erfahren. Die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sind nach wie vor die Spitzenreiter bei den Onlinern und
bilden zusammen mit Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Bayern die Top 5 in 2008. Die neuen Bundesländer
– zusammen mit dem Saarland – ergeben wie auch im letzten Jahr das Schlussdrittel. Die Ost-West-Schere
bleibt folglich bestehen. Erfreulich ist, dass die Unterschiede zwischen den Bundesländern insgesamt betrachtet
geringer ausfallen als die Jahre davor.


Bezüglich der Breitbandnutzung zeigt sich deutschlandweit eine sehr dynamische Entwicklung: Während im Jahr 2006 mit 47,6 Prozent noch weniger als die Hälfte der Onliner mit einem breitbandigen Zugang, z. B. über DSL-Anschluss, ins Internet gelangten, sind es in diesem Jahr über 65,4 Prozent.
Die starken Zugewinne beim Breitbandanschluss in den vergangenen Jahren gehen naturgemäß mit entsprechenden
Rückgängen bei den schmalbandigen Zugangsformen einher. Während allerdings im Jahresvergleich 2007 / 2006 Analogmodem und ISDN fast gleichermaßen betroffen waren (minus 5,7 bzw. minus 5,9 Prozentpunkte), verlor das Modem
im vergangenen Jahr deutlicher an Boden als ISDN (minus 4,1 bzw. minus 2,6 Prozentpunkte) – Komfortvorteile
bei ISDN wie der unmittelbare Verbindungsaufbau können hier Erklärungshinweise liefern.
Die neuen Bundesländer holen bei der Breitbandnutzung auf und weisen überdurchschnittliche Zuwachsraten auf. Die Zugewinne bei den Breitbandanschlüssen gehen deutlich auf Kosten der ISDN-Anschlüsse. Die Ergebnisse der (N)Onliner Atlas-Studie 2007 zeigen auch, dass die Verbreitung analoger Einwahltechniken zurückgeht.
Männer nutzen deutlich häufiger einen Breitbandanschluss als Frauen; der Unterschied wurde im vergangenen Jahr
sogar noch etwas größer: Während die Breitbandnutzung bei den Männern um 6,4 Prozentpunkte anstieg, betrug
das Anteilswachstum bei den Frauen nur 5,0 Prozentpunkte.

Der "(N)Onliner Atlas 2008" ist eine jährliche Untersuchung der Initiative D21 und des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens TNS Infratest, die Zahlen zur Internetnutzung nach ausgewählten Kriterien, wie z. B. nach Bundesland, Alter, Geschlecht, Einkommen veröffentlicht. Im Rahmen der aktuellen Studie wurden zwischen dem 22. April 2008 und dem 14. Mai 2008 insgesamt 52.503 Personen über 14 Jahren deutschlandweit befragt.
(Quelle: (N)Onliner Atlas 2007, Juni 2008)
In Deutschland nutzen nach der jüngsten ARD/ZDF-Online-Studie erstmals mehr als 40 Millionen Menschen das Internet. Insgesamt haben nun 42,7 Millionen Deutsche (2007: 40,8 Millionen) ab 14 Jahre Zugang zum Internet. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,9 Millionen neuen Internetnutzern gegenüber dem Vorjahr. Damit stieg der Anteil derjenigen, die online sind, im Zeitraum von 1997 bis 2008 von 6,5 Prozent auf 65,8 Prozent. Diese Ergebnisse beruhen auf einer bundesweiten repräsentativen Befragung, an der im April diesen Jahres insgesamt 1.186 Erwachsene teilnahmen. Die ARD/ZDF-Online-Studie wird jährlich seit 1997 durchgeführt.
Die Zuwachsraten sind vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr über-50-Jährige den Weg ins Internet finden.
So sind im Jahr 2008 die größten Steigerungen bei den Internetanschlüssen unter den 60- bis 79-Jährigen feststellbar, von denen inzwischen nahezu 30 Prozent im Netz sind.
Waren es im Jahr 2006 noch 52,4 Prozent (17,7 Millionen) Frauen, so hat sich die Zahl der weiblichen Internetnutzer bis 2008 um 2,3 Millionen erhöht (2008: 20 Millionen). Die Zahl der männlichen Onliner ist im selben Zeitraum um 1,7 Millionen (2008: 22,7 Millionen) gestiegen.

Die Zuwachsraten sind vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr über-50-Jährige den Weg ins Internet finden.
So sind im Jahr 2008 die größten Steigerungen bei den Internetanschlüssen unter den 60- bis 79-Jährigen feststellbar, von denen inzwischen nahezu 30 Prozent im Netz sind.

Von den 50- bis 59-Jährigen nutzen mittlerweile 6,2 Millionen das Internet (2006: 5,6 Millionen), von den Über-60-Jährigen 5,1 Millionen (2006: 4,1 Millionen). Mit 5,1 Millionen Über-60-Jährigen sind 2008 erstmals ebenso viele "Silver Surfer" im Netz wie 14- bis 19-Jährige.

Dank DSL/Breitband-Anschluss gewinnen Videos und Audiodateien im Internet immer mehr an Attraktivität. 43 Prozent aller Onliner rufen zumindest gelegentlich Audiodateien auf, wobei das Online-Radiohören mit 23 Prozent besonders beliebt ist.
Videoportale werden mittlerweile von jedem zweiten (51 Prozent) Onliner regelmäßig aufgesucht. Verglichen mit 2007 stellt dies eine Steigerung von 17 Prozent dar. Die Möglichkeit, zeitversetzt TV-Sendungen gucken zu können, wird bisher nur von 14 Prozent genutzt.
Zu den meistaufgesuchten Inhalten zählen weiterhin die aktuellen Nachrichten im Netz. Bis 2007 informierten sich „nur“ 46 Prozent der Bundesdeutschen über aktuelle Entwicklungen im Netz, 2008 ist der Anteil der Nachrichtennutzer im Netz auf 52 Prozent gestiegen. Nachrichtenangebote von Portalen und von etablierten Nachrichtenmarken aus der Offlinewelt sind am gefragtesten, wenn es um die Informationsbeschaffung geht.
Ein 10 prozentiges Wachstum in den letzten zwei Jahren sorgte dafür, dass mittlerweile 47 Prozent der Befragten angeben, regelmäßig aktuelle Serviceinformationen (Wetter, Verkehr,...) zu beziehen.

50 Prozent der Onliner geben an, regelmäßig nach Informationen zur Freizeitgestaltung sowie Veranstaltungen zu suchen, eine Steigerung von 10 Prozent verglichen mit dem Jahr 2006. Der Trend, das Internet als Unterhaltungsmedium zu benutzen, nimmt ebenso weiter zu.

Auftraggeber der ARD/ZDF-Online-Studie 2008 ist die ARD/ZDF-Medienkommission. Die Repräsentativerhebung erfasst das Verhalten von Online-Nutzern ab 14 Jahre in Deutschland.
(Quelle: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de., Zugriff am 27.02.09)
Die im März 2008 veröffentliche WebScope Studie der GfK zeigt, dass die deutschen Verbraucher im Jahr 2007 Waren und Dienstleistungen im Wert von 17,2 Milliarden Euro über das Internet gekauft haben. Dies entspricht einer Zunahme von 12 Prozent im Vergleich zum Jahr 2006. Gegenüber dem Jahr 2002 hat sich der über das Internet generierte Umsatz fast verdreifacht. Das Internet ist damit weiterhin der Vertriebskanal mit der höchsten Wachstumsdynamik.
Dieser Umsatzanstieg ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Zahl der Käufe insgesamt gestiegen ist und zum anderen darauf, dass die Ausgaben pro Kauf zugenommen haben. Es werden nicht mehr nur die klassischen, internet-affinen Produkte wie Bücher und Tonträger gekauft, sondern der Trend geht zu teureren Waren und Dienstleistungen, wie z. B. Elektrogeräten, Bekleidung, Haushaltswaren und Reisen. Diese Produkte verzeichnen jeweils überdurchschnittliche Zuwächse, so dass der Online-Anteil am Gesamtmarktumsatz immer mehr an Bedeutung gewinnt.

(Quelle: GfK Panel Services Deutschland, 10.03.2008)
eBays hohe Besucherzahlen (September 2008: 18 Millionen) sind das tägliche Brot für die Powerseller und die Privatanbieter, die ihre Ware auf dem Online-Marktplatz anbieten. Im September 2008 besuchten nahezu die Hälfte (48 Prozent) aller deutschen Internetnutzer mindestens einmal im Monat den Online-Marktplatz.
Amazon ist der einzige deutsche Onlineshop, den über 30 Prozent der Internet Nutzer jeden Monat besuchen. Auch Quelle, Neckermann, Tchibo und Otto schaffen es, einen komfortablen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu verteidigen.


