- Online-Werbung läuft klassischen Werbeformen in der Krise den Rang ab
- Höchste Ausgaben für Online-Werbung im Dienstleistungsbereich
- Banderole Ad effektivstes Online-Werbeelement
- Steigender Einsatz von Online-Werbung
- Begehrte Werbeplätze: AOL, Microsoft und Yahoo
- Weiterhin starkes Wachstum bei Werbe-E-Mails
- Umsatzsprung in der Online-Werbung
- Online-Käufer vertrauen auf Gütesiegel
- Höhere Umsätze in der Online-Werbung erwartet
- Online-Shop-Ranking
- Abbruchgründe beim Bestellvorgang
- Kriterien bei der Auswahl von Online-Shops
- Die Bedeutung von Informationsquellen der Online-Käufer am Beispiel Unterhaltungselektronik
- Bechmark-Test deutscher Newsletter
Während klassische Mediengattungen wie TV, Printmedien und Radio im Jahr 2009 rückläufige oder gar stagnierende Umsatzzahlen verzeichnen, nimmt der Anteil von Online-Werbung am Werbemarkt weiter zu. Der Studie des Online-Vermarkterkreises(OVK) zufolge wird Online-Werbung ihren Anteil am Gesamt-Werbemarkt im Jahr 2009 um weitere zwei Prozent steigern. Damit verzeichnen die Ausgaben für Online-Werbung zwar ein rückläufiges Wachstum im Vergleich zum Jahr 2008 bleiben jedoch weiterhin positiv. Der OVK untermauert damit seine zu Jahresanfang erstellte Prognose, die einen Anstieg des Brutto-Werbevolumens auf über 4 Milliarden Euro beinhaltete. Online-Werbung belegt damit erstmals einen Podiumsplatz bei den Brutto-Werbeinvestitionen, liegt jedoch weiterhin hinter der TV-Werbung (36,7 Prozent) und den Printmedien (21,9 Prozent). Die Angaben des BVDW decken sich in etwa mit der Prognose des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) e.V. welcher im Mai 2009 ein Wachstum des Online-Werbemarktes um 11,2 Prozent prognostiziert.
Ein Blick nach Großbritanien verdeutlicht jedoch, dass das Wachstumspotenzial des Online-Werbemarktes damit nicht ausgeschöpft ist. Die aktuelle Studie des Internet Advertising Bureau schreibt der Online-Werbung einen Anteil von 23,5 Prozent am englischen Werbemarkt zu und weist sie damit als größtes Werbemedium Großbitaniens aus - noch vor der TV-Werbung.
Die durchschnittlichen Brutto-Werbeinvestitionen in der klassischen Online-Werbung beliefen sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 auf circa 164 Millionen Euro und machten damit 52 Prozent des Online-Werbeanteils aus. 40 Prozent des Online-Werbebudgets wurde in Suchmaschinen-Marketing investiert und 8 Prozent auf Affiliate-Marketing.
Insbesondere Video-Ads weisen beim Vergleich vom 1.Halbjahr 2009 mit dem des Vorjahres mit einer Wachstumsrate von 263 Prozent einen enormen Anstieg auf. Auch Wallpaper mit einer Wachstumsrate von 38,6 Prozent und Skyscraper mit einem Anstieg um 28,1 Prozent gewinnen weiterhin an Attraktivität, während Standardwerbeformen wie Pop-Ups/ -unders einen Rückgang um 37 Prozent verzeichnen.
Deutliche Budgetkürzungen sind vor allem bei den Finanzdienstleistern (-25 Prozent) und den Massenmedien (-17 Prozent) zu verzeichnen. Aufwärts geht es hingegen bei den Handelsorganisationen, die ihre Werbeaufwendungen in diesem Jahr um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr anhoben. Nach Angaben des BITKOM e.V. belegen die Handels- und Versandhandelsbranche mit 113,1 Millionen Euro Werbeinvestitionen den zweiten Rang hinter der Dienstleistungsbranche und zählt damit zu den Hauptwerbetreibenden.
Quellen:
- Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.: OVK Online-Report 2009/02
- Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.: Online-Werbung boomt in der Krise http://www.bitkom.org/de/presse/30739_59289.aspx

Einer Studie der Nielsen Media Research zufolge werden die höchsten Werbeausgaben im Dienstleistungssektor getätigt. Allein im ersten Halbjahr 2009 erreichten die Online-Werbeausgaben 138,4 Mio. Euro. Damit führt der Sektor die Liste der Top Ten der Online-Werber an, gefolgt vom Handels- und Versandsektor, der es bis Juli 2009 auf Online-Werbeinvestitionen von 113,1 Mio. Euro brachte. Im gesamten Jahr 2008 wurden im Bereich Handel und Versand lediglich 143 Mio. Euro für Online-Werbung ausgegeben, womit der Wirtschaftszweig damals auf Platz vier landete. Weiterhin hohe Werbeausgaben sind in den Bereichen Telekommunikation (76,9 Mio. Euro bis Juli 2009) und Finanzen (66,3 Mio. Euro bis 2009) zu verzeichnen, hier zeichnet sich keine wesentliche Änderung im Vergleich zum Jahr 2008 (149,8 Mio. Euro für Telekommunikation und 150,2 Mio. für Finanzen) ab. Nach wie vor sind die absoluten Online-Werbeausgaben im Markt für Körperpflege sowie im Computer- und Bürobereich mit 27,3 bzw. 21,1 Mio. Euro vergleichsweise gering.
Quellen:
- Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.: OVK Online-Report 2009/02
- Tomorrow Focus AG (Hrsg.): Online Advertising Spending Report 2008 unter http://www.tomorrow-focus.de/Dokumente/Studien/Deutsch/OnlineAdvertisingSpendingReport2008.pdf
Autor:
- Maria Klees, 02.11.09
Für die Studie AdEffects 2009 hat die Tomorrow Focus AG in einer Onsite-Befragung mit 4.476 Befragten die Werbewirkung von sechs unterschiedlichen Online-Werbeformen hinsichtlich der Wirkung auf die Werbeawareness, der Wahrnehmung von Innovativität, Kreativität und Glaubwürdigkeit sowie der Aktivierung des Produktinteresses getestet.
Gesamtbewertung der verschiedenen Online-Werbeformen mit 1 Stern = schwache Wirkung und 5 Sterne = sehr starke Wirkung
Eindeutiger Gesamtsieger unter den getesteten Werbeformen ist das Banderole Ad, das in fast allen Kategorien eine sehr starke Wirkung erzielt. Es gefällt den Befragten sehr gut und erreicht auch die höchsten Akzeptanzwerte. Darüber hinaus wird es im Vergleich zu den anderen Werbeformen als übersurchschnittlich innovativ wahrgenommen. Auch hinsichtlich der Glaubwürdigkeit erreicht das Banderole Ad hohe Bewertungen, hier sind die Unterschiede zu den anderen Werbeformen jedoch weitaus geringer als im Bereich der Innovativität.
Die gesamte Studie steht auf der Website von der Tomorrow Focus AG zum Download bereit.
Quelle:
- Tomorrow Focus: Ad Effects 2009 unter http://www.tomorrow-focus.de/Dokumente/Studien/Deutsch/AdEffects_2009_Ergebnisband.pdf
Autor:
- Maria Klees, 09.09.09
Rund drei Viertel der Unternehmen wollen in diesem Jahr mehr Online-Werbung buchen. Zu diesem Ergebnis kam die GfK in ihrer Werbeklimastudie 2006. Die Werbeausgaben sollen gegenüber dem Vorjahr um 15,6 Prozent steigen, vor allem in den Bereichen Newsletter-Werbung und Kooperationen. 85 Prozent der Unternehmen halten dabei die Verknüpfung von Web-Werbung mit anderen Marketing-Maßnahmen für besonders interessant.
Befragt wurden 150 Werbeleiter aus dem Konsumgüter-, Investitionen- und Dienstleistungsbereich.
Quelle:
- Internet World Business, Ausgabe 14/2005, S.26
Das Wall Street Journal berichtet, dass die Startseiten von AOL, Microsoft und Yahoo auf Monate ausgebucht sind. Auch bei den deutschen Ablegern sind die Werbeplätze für das gesamte Jahr 2006 ausverkauft, Das sind auch in Europa die Größten...Wer sie wählt, spricht Massen an und bucht daher Reichweite, so Robert Biermann, Initiator von Suchmaschinenaktien.de. Firmen können dabei Banner, Text-Links und Partner-Boxen schalten, außerdem bieten Medienpartner zusätzlichen Raum.
Grund für die große Nachfrage ist nach Biermann die Preisgestaltung. Der Preis ist verhandelbar und liegt im Schnitt bei 30 € für 1000 Page Impressions.
Quelle:
- Internet World Business, Ausgabe 14/2005, S.35
Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte, landet monatlich mehr als eine Milliarde Werbe-E-Mails in den privaten Postfächern der deutschen Internetnutzer. Die aktivste Branche ist der klassische Versandhandel, auf den 9,2 Prozent aller Werbe-E-Mails entfallen. Die zweitstärkste Branche ist die der Internetdienste mit 7,4 Prozent aller Werbe-Mails. Danach folgt die Medienbranche mit 5,6 Prozent vor den Anbietern von PC-, Software- und Elektronik-Artikeln (4,9 Prozent). Im Gesamtvergleich aller Branchen entfallen mehr als zwei Drittel aller Direktkontakte auf E-Mails (vor allem in der Telekommunikationsbranche). Hier werden bereits knapp 93 Prozent aller Werbekontakte per E-Mail durchgeführt.
Das Direktmarketing-Panel der GfK basiert auf einer repräsentativen Stichprobe von mehr als 10.000 Personen aus 4.500 Haushalten in Deutschland. Diese leiten alle Werbesendungen an die GfK weiter oder berichten über deren Erhalt.
Quelle:
- Zeitschrift ONEtoONE vom 27.12.2005, S. 23
Auch im 2005 prognostiziert der Online-Vermarkterkreis des BVDW neue Umsatzrekorde in der Online-Werbung. Christian Muche von Yahoo rechnet mit einem Gesamt-Umsatz von einer dreiviertel Milliarde Euro. Die klassische Online-Werbung wird 2005 mit einem Brutto-Umsatz von 490 Millionen Euro um 27 Prozent zulegen. In den Bereichen Suchwort-Vermarktung wird mit einem Nettoumsatz von 160 Millionen Euro (+ 46 Prozent) gerechnet, Affiliate-Netzwerke und semiprofessionell vermarktete Webseiten sollen einen Umsatz von 100 Millionen Euro (+ 67 Prozent) erreichen. Der Anteil der Online-Werbung am deutschen Werbemarkt wird damit mindestens 3,8 Prozent erreichen.

Quelle:
- Online-Werbung mit Umsatzsprung, in: Wirtschaft digital, 2-2005, 01.10.2005, Seite 6.
Die Absicherung durch Gütesiegel im Online-Handel spielt für Verbraucher eine immer entscheidendere Rolle. In einer Popup-Umfrage kam das ECC Handel zu dem Ergebnis, dass Gütesiegeln beim Konsumenten starkes Vertrauen wecken. 72,8% der Befragten kamen zu dem Ergebnis, dass das Vorhandensein von Gütesiegel ihr Vertrauen erhöht. Nur 8,3% der Befragten gaben an, dass ihr Vertrauen beim Online-Kauf dadurch gar nicht erhöht wird. An der Online-Befragung nahmen 180 Personen teil.

Durch Gütesiegel wie z.B. das der Trusted Shops-Initiative kann jeder Online-Käufer sofort erkennen, dass sich ein Shop den strengen Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz, Transparenz etc. verpflichtet hat. Derartige Siegel wie auch das Euro-Label Geprüfter Online-Shop des EHI oder das TÜV Safer Shopping integrieren die Forderungen der Verbraucherschutzverbände nach einer eindeutigen und vollständigen Anbieterkennzeichnung.
Der Online-Vermarkterkreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) veröffentlichte folgende Prognosen:
Die Umsätze in der Online-Werbung werden am Ende des Jahres 2005 ein Volumen von 750 Millionen Euro erreichen. Der Anteil am gesamten deutschen Werbemarkt würde sich damit auf 3,8 Prozent gegenüber drei Prozent im Jahr 2004 belaufen.
Für den Bereich der so genannten klassischen Online-Werbung rechnen die BVDW-Experten mit einem Brutto-Umsatz von 490 Millionen Euro für 2005. Das entspricht einer Steigerung um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr (385 Millionen Euro). Für die Suchwort-Vermarktung wird ein Gesamtvolumen von 160 Millionen Euro für das laufende Jahr prognostiziert - ein Wachstum von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr (110 Millionen Euro). Bedingt durch das Abrechnungsmodell in der Suchwort-Vermarktung handelt es sich hierbei bereits um Netto-Werte. Das stärkste prozentuale Wachstum wird für Affiliate-Netzwerke und semiprofessionell vermarktete Webseiten erwartet: 67 Prozent Wachstum bedeuten einen Anstieg der Umsätze auf 100 Millionen Euro netto für 2005 (von 60 Millionen Euro in 2004).
Quelle:
- Aktuelle Meldung von www.emar.de vom 3.8.2005
Das Feld der zehn Besucher-stärksten Online-Shops in Deutschland präsentiert sich nach Nielsen-Netrankings stabil. Die genauen Zahlen und Prozentsätze können allerdings nicht mit den Zahlen und Rankings der letzten Monate verglichen werden, da Nielsen-Netrankings die Formel für die Hochrechnung aus seinem 7000 Menschen starken Internetpanel akualisiert hat.

Eine Untersuchung der Firma novomind zeigt, dass 40 Prozent aller Umfrageteilnehmer Bestellvorgängen schon einmal aufgrund technischer Probleme abgebrochen haben. Jeder Dritte Befragte hat den Online-Einkauf nicht ausgeführt, weil gewünschte Informationen nicht auf der Shopseite zu finden waren.

Das Preisniveau ist das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des Onlineshops. Aber auch Lieferkonditionen und eigene Erfahrung fließen in die Wahlentscheidung der Konsumenten ein.

Der Online-Handel mit Unterhaltungselektronik kommt kaum in Gang. Während Digitalkameras und DVD-Player im traditionellen Einzelhandel recht gut verkauft werden, verläuft der Absatz über das Internet nur sehr schleppend. Das Marktforschungsinstitut Forrester Research hat herausgefunden, dass in diesem Jahr in Europa lediglich 3 Prozent des Handelsvolumens mit Unterhaltungselektronik im Internet umgesetzt werden. Etwa 31 Prozent aller Konsumenten informieren sich vor dem Kauf über die Produkte im Internet, aber nur 5 Prozent kaufen dann auch tatsächlich ein. Als Grund führt Hellen Umwando von Forrester-Research an, dass die Konsumenten im Internet z. B. nicht die Bildqualität eines neuen Plasma-Bildschirms prüfen können. Dafür müsse der Konsument in ein Ladengeschäft gehen.
Die Konsumenten beschaffen sich die Informationen bevorzugt von den Internetseiten der Händler. Suchmaschinen und Vergleichswebsites wie Kelkoo oder die Internetangebote der Hersteller folgen erst mit großem Abstand.
Der Einfluss der Informationen aus dem Internet ist dabei nicht zu unterschätzen, denn 54 Prozent der Käufer von Unterhaltungselektronik legen bei ihrer Kaufentscheidung Wert auf Produktbeurteilungen andere Verbraucher. Auch nutzen Käufer dieser Produkte häufiger Internetseiten mit Produktvergleichen und Tests. Die Interneterfahrung hat ebenfalls Einfluss auf das Kaufverhalten: Je länger die Erfahrung, desto häufiger wird die Meinung anderer Nutzer gesucht.
Der Wunsch der Konsumenten nach Hilfe bei technisch anspruchsvollen Produkten könnten sich Online-Händler zu nutze machen, indem sie umfassende und nützliche Produktinformationen in visueller Form anbieten. So könnten Produktinformationen, die in einem Web-Kiosk demonstriert werden, die Kaufentscheidung positiv beeinflussen. Derartige Hilfsmittel werden in den USA weitaus häufiger eingesetzt als in Europa, weshalb auch der Internetanteil am Umsatz mit Unterhaltungselektronik in der Vereinigten Staaten bereits 9 Prozent des Gesamtumsatzes beträgt.

Ferner fanden die Marktforscher heraus, dass Konsumenten, die Unterhaltungselektronik im Laden kaufen, ihrer Marke treuer sind als die Online-Käufer. Auch die Markenpräferenz von Ladenkäufern und Online-Käufern unterscheidet sich: Im traditionellen Laden wird die Marke Philips bevorzugt und im Internet der japanische Anbieter Sony. Wird nach Breitbildschirmfernsehern gesucht, wird der Name Sony dreimal häufiger in Suchmaschinen eingegeben als Panasonic, Toshiba oder Philips. Auch sind die MP3-Player von Sony besonders begehrt. Die Firma Sony kommt auch besonders gut bei hochgebildeten und gutverdienenden Internetnutzern an.
Quelle:
- FAZ, 12.07.2004, Wirtschaft S. 17
Die Fachhochschule Wedel untersucht in ihrer Benchmark-Studie Vertriebsweg E-Mail Newsletter - Benchmarks und Beispiele verkaufsorientierter Newsletter deutscher Unternehmen die Newsletter deutscher Unternehmen. Diese wurden anhand von 54 Kriterien in den Phasen Anmeldung zum E-Mail-Newsletter und Bezugsphase untersucht.
Die Studie stellt heraus, dass es bei den Unternehmen ein erhebliches Informationsdefizit über die Präferenzen der Empfänger und zielgerichtete Gestaltungsoptionen von E-Mail-Newslettern in Vertrieb und Online-Verkauf gibt. Im Kompetenz-Zentrum E-Mail-Marketing der Fachhochschule Wedel wurde eine Analyse 120 verkaufsorientierter E-Mail-Newsletter aus dem B2C-Bereich durchgeführt. Bei der Auswahl wurde auf Ausgewogenheit zwischen den Anbieter geachtet; es wurden Newsletter von Unternehmen aus dem Gebrauchsgüterbereich, dem Verkaufsgüterbereich sowie dem Dienstleistungssektor analysiert.
Differenziert nach den beiden Phasen Anmeldung zum E-Mail-Newsletter und Bezugsphase sind nachfolgend zentrale Ergebnisse der Untersuchung dargestellt:
Bewertungskriterien für den Abonniervorgang
- In 5% der Fälle ist es zu technischen Problemen während des Bestellvorgangs gekommen. Diese wurden jedoch nach einigen Tagen von den Anbietern behoben.
- Das Anmeldeformular konnte bei 87 % der E-Mail-Newsletter nach maximal einem Klick gefunden werden.
- Bei über 70% der Newsletter ist eine anonyme Anmeldung möglich. 28% der Newsletter fordern umfangreichere Anmelde-Daten und werden mit z. T. nicht unerheblichen Akzeptanzproblemen zu kämpfen haben.
- 36% der Newsletter haben in ihrem Anmeldeformular einen Link auf die Datenschutzrichtlinien. Die übrigen Anbieter erwähnen die Datenschutzrichtlinien nicht, und reduzieren so die Registrierungsbereitschaft potentieller E-Mail-Newsletter Abonnenten.
- In lediglich 38% der Newsletter wird ein Impressum angegeben. Dies stellt eine unnötig hohe Barriere für vorsichtige Interessenten dar.
- Nur 10% der Newsletter gewährleisten eine gesonderte Sicherheit der Datenübertragung via SSL
Bewertungskriterien für den Bezug des Newsletters
- Lediglich 78% aller bestellten Newsletter sind auch tatsächlich beim Empfänger eingegangen! Eine 22-prozentige Ausfallquote ist hier als viel zu hoch einzuschätzen.
- Bei 8% der Newsletter war im Newsletter kein Abbestell-Hinweis integriert.
- In 35% aller Newsletter ist nicht einmal eine einfachste Anrede enthalten!
- Nur 14 % der Newsletter verfügen über eine "Tell a friend"-Funktion zur Weiterempfehlung des Newsletters.
- 57% der Newsletter waren im HTML-Format abgefasst
- In den meisten Newsletter werden nur wenige Artikel beworben. Zu den absoluten Ausnahmen gehört eine Artikelzahl von über 15.
- Eine aussagekräftige Reply-Funktion ist in lediglich 29% der Fälle gegeben
- 44 der untersuchten Unternehmen bieten Waren nur online an. Bei 23 Unternehmen findet kein Online-Verkauf statt. Während 17 Unternehmen eine Verbindung von online und offline-Shop gelingt.
- In etwa 8% der Newsletter wird die Firma des absendenden Unternehmens nicht genannt.
- Nur 71% der Newsletter enthalten Angaben über die Aktualität der Informationen.
- Lediglich 38 % der Newsletter enthalten Erläuterungen zum Online-Kaufvorgang.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass es noch ein deutliches Verbesserungspotential bei E-Mail-Newslettern in Vertrieb und Online-Verkauf gibt. Die Studie kann für 198 Euro unter www.emmf.de/verkauf-newsletter.htm bestellt werden.
Quelle:
- www.emar.de
(2004)
Bannergestaltung
Mit dem Thema Zielgerichtete Gestaltung von Bannern beschäftigt sich die Studie des Interactive Advertising Center (IAC) in Kooperation mit Plan.net media und FOCUS Online. Ziel dieser Studie war es zahlreiche Fragen bezüglich der Kreation von Bannern zu beantworten. Überprüft wurde hinsichtlich der Wirkungs- und Wahrnehmungsqualitäten die gestützte und ungestützte Werbeerinnerung, die Wiedererkennung, die allgemeine Bannerbeurteilung und die Imagewirkung des werbetreibenden Unternehmens, die generelle Einstellung gegenüber Bannerwerbung und die Gestaltung des idealen Banners.
Die Studienergebnisse waren in einigen Bereichen überraschend: statische Banner wurden z.B. wieder Erwarten durchschnittlich erinnert. Dagegen haben Animationseffekte eher eine negative Wirkung auf Klickrate und Erinnerung.
Oft wurden jedoch Vermutungen bestätigt: So kann mit aufmerksamkeitsstarken Gestaltungselementen gesteigert werden, prägnante und ausdruckstarke Bilder erhöhen die Markenerinnerung.
Die Ergebnisse bestätigten außerdem, dass durch systematisch gestaltete Banner nicht nur gute Klickraten, sondern auch gute Brandingwirkung erzielt werden kann. Bereits kleine Änderungen in der grafischen und textlichen Gestaltung können einen deutlich nachweisbaren Effekt auf den Aufbau von Markenbekanntheit und Response haben.
Aus der Studie ergeben sich folgende Tipps und Hinweise:
Brandingfördernde Elemente
- Statistische Banner sind wieder Erwarten mit eines der besten Gestaltungsmittel, weil sie durch Einfachheit, Prägnanz und leichte Verständlichkeit überzeugen und ein seriöses Bild des Unternehmens vermitteln.
- Animationseffekte stehen zwar für Innovation und Witz bei den Befragten, haben jedoch gegenüber statischen Bannern eine schlechtere Erinnerungsleistung.
- Markenlogo und URL wirken unterschiedlich: die URL hat einen hohen Erinnerungswert, das Logo führt zu einer hohen Klickrate.
- Schon aus der klassischen Werbeforschung ist bekannt, dass Bilder die Brandingwirkung enorm steigern - so auch bei Bannern im Web.
- Text ist Trumpf! Auch wenn er mal länger sein sollte, denn die Textkonzeption ist genauso wichtig wie die grafische Gestaltung.
- Witz und Spritzigkeit bei der Wortwahl erzielen hohe Klickraten und bauen ein positives Image auf.
Responsefördernde Elemente
- Signalfarben können zwar die Klickrate steigern, dafür bleibt die Marke meist weniger in Erinnerung - setzen Sie daher auf ihre CI-Farben.
- Fake-HTML-Elemente erzielen höchste Klickraten, wobei diese den User leicht verärgern können, denn der gewünschte Klick führt nicht dahin, wohin man es erwartete oder wohin er sugeriert.
- Nicht prägnante Bannerformen wie abgerundete Ecken o.ä., die viel kostbare Bannerfläche verschwenden, bewirken trotz ihrer Andersartigkeit keine bessere Wirkung.
- Gewinnspiel-Banner bleiben den Usern unterdurchschnittlich schlecht in Erinnerung und werden als störend empfunden.
- Unabhängig von Geschlecht aktivieren und erregen erotische Schlüsselreize Aufmerksamkeit und sorgen für sehr hoche Klickraten und Erinnerung, aber auch ein negatives Markenimage. Daher sollte genau abgewogen werden, welche Wirkung damit erzielt werden soll.
Die ausführlich kommentierte Studie OnWW (OnlineWerbeWirkungen) - Zielgerechte Bannergestaltung mit umfangreichem Bildmaterial, allen Zahlen und Fakten von FOCUS ONLINE, Interactive Advertising Center und Plan.net media können Sie sich kostenlos unter www.onww.de downloaden.
Quelle:
- Direkt Marketing 10/2001, Seite 44-47

