Empirische Daten und Prognosen im Bereich Suchmaschinen
Übersicht:
Trends und Entwicklungen auf dem Suchmaschinen-Markt
Studie zu Pay-per-Click-Kampagnen
Markennamen und Prominente sind beliebte Suchbegriffe
Studie zum Suchverhalten in Suchmaschinen
Die beliebtesten Suchmaschinen
Forsa-Studie zu Business-Suchmaschinen
9 Suchmaschinen im Vergleich
Googles Goldenes Dreieck
Nur wenige Internetnutzer nutzen Suchmaschinen bewusst
Neue Sucharten ermöglichen eine Steigerung des Marktanteils
Suchmaschinen wichtigste Quelle zum Auffinden von Web-Adressen
Bedeutung von Preissuchmaschinen wächst
Trends und Entwicklungen auf dem Suchmaschinen-Markt
Auf der Rangliste der meistbenutzten Suchmaschinen hat sich zum Anfang des Jahres 2006 nicht viel verändert. Nach wie vor dominiert Google bei den Suchanfragen deutscher Surfer mit einem Löwenanteil von 84,2 Prozent. Die angekündigte Aufholjagd von MSN hat bislang noch nicht große Früchte getragen. Der Suchdienst von Microsoft liegt mit 4,3 Prozent nur knapp vor Yahoo mit 4,1 Prozent. Viertbeliebtester Startpunkt für die Internetsuche ist T-Online, jedoch wird hier die Suchmaschine ebenfalls von Google bereitgestellt. Mit einem halben Prozent Anteil folgt schließlich Lycos, die Bedeutung anderer Suchmaschinen verschwindet im Promille-Bereich.

Anders sieht die Marktsituation jedoch in den USA aus: Laut Nielsen/NetRatings vereinigt Google mit 47 % zwar immer noch den Großteil aller Suchanfragen auf sich. Jedoch folgen auf den Plätzen zwei und drei bereits Yahoo und MSN mit jeweils 22 % bzw. 12 % der insgesamt durchgeführten Suchen. AOL und Ask Jeeves erreichen mit 15% bzw. 16% Wachstumsraten im zweistelligen Bereich und wuchsen damit drei Mal so schnell wie die Top-3-Suchmaschinen. "Trotzdem ist es noch zu früh zu behaupten, dass Platzhirsch Google auf der Hut sein muss", sagt Ken Cassar von Nielsen/NetRatings

An Bedeutung gewinnen auch zunehmend Preissuchmaschinen. Hier werden Produktinformationen unterschiedlicher E-Commerce-Seiten durchsucht, um Preise zu vergleichen. Führend sind hier die Shopping-Seiten von Yahoo, kurz darauf folgt T-Online-Shopping, über das knapp 9 Prozent der Suchanfragen laufen. Das Bewertungsportal Ciao.com belegt den dritten Platz vor der reinen Preisvergleichsseite Guenstiger.de. Das Unternehmen Google mit seiner Produktsuchmaschine Froogle befindet sich mit einer Reichweite von 5,5 Prozent eher im Mittelfeld.

(Quelle:
Nielsen/Netratings, unter http://www.nielsen-netratings.com, Zugriff am 9. 1. 2006.
Internet World Business 03/06, Webhits.de, Zugriff am 28.02.2006)
Studie zu Pay-per-Click-Kampagnen
Laut einer Umfrage des Suchmaschinen-Vermarkters Miva unter 113 Marketing Entscheidern und Online-Marketing-Agenturen werden Pay-per-Click-Anzeigen auch in diesem Jahr weiter an Bedeutung gewinnen. Für 50% der Befragten wird dieses Vertriebsinstrument wichtiger, was sich auch an der Budgetplanung zeigt: 27% der befragten Unternehmen steigern das Vorjahres-Budget um mehr als 50%. Wichtigtes Ziel dieser Kampagnen ist bei den meisten die Steigerung der Abverkäufe im Webshop sowie die Traffic-Steigerungen auf der Website. 39% der Befragten wollen aber auch das Unternehmen und die Marke mit den Pay-Per-Click bekannter machen (Branding Effekt).
Weitere Informationen zu der Studie finden Sie unter:www.internetworld.de mit dem Webcode 0601022.
(Quelle: Patrzek, Daniela: Steigende Budgets, in: Internet World Business, Ausgabe 1/06, S. 22.)
Markennamen und Prominente sind beliebte Suchbegriffe
Bei den beliebtesten Suchbegriffen bei Google und anderen Suchmaschinen sind Markennamen und die Namen von Prominenten häufig ganz vorne dabei. Wer also clever ist und seine Homepage in den Trefferlisten der Suchmaschinen nach ganz vorne befördern möchte, der nennt möglichst häufig diese Namen auf seiner Website? Vorsicht! Denn oft werden hier Persönlichkeits- und Markenrechte berührt. Wer mit Prominamen arbeiten möchte, sollte dies vorher abgesprochen haben. Textanzeigen sind oft auch gar nicht im Umfeld von Marken- und Prominamen möglich. Unternehmer und Prominente lassen den Raum neben der Ergebnisliste für Anzeigen sperren.
Aber auch bei beliebten generischen Begriffe wie beispielsweise Last-Minute-Reisen kann es Probleme geben. Denn diese sind einfach enorm teuer, wie der Geschäftsführer Matthias Riedle der Marketing-Agentur Explido weiß. Für Mittelständler und Neueinsteiger ist es schwer, da reinzukommen.
Dennoch ist das Wissen um die beliebtesten Suchbegriffe nicht umsonst. Denn es zeigt einen Ausschnitt des Alltags von Internet Nutzern und verweist auf Trends und Bedürfnisse der Konsumenten.
(Quelle: Vieser, Susanne: Marken und Sternchen, in: Internet World Business, Ausgabe 1/ 06, S.22)
Studie zum Suchverhalten in Suchmaschinen
Die Studie Anatomie des Suchens der Firma Bloofusion Germany GmbH belegt, dass die Frage nach den für ein Unternehmen relevanten Suchbegriffen keineswegs leicht zu beantworten ist. Um Suchmaschinen-Marketing kosteneffizient betreiben zu können, ist eine genaue Kenntnis der Suchstrategien potenzieller Kunden notwendig. Dies gilt sowohl für bezahlte Suchmaschinen-Werbung als auch die Optimierung der eigenen Auffindbarkeit.
Es werden sieben Faktoren benannt, die sich am Suchverhalten potenzieller Kunden orientieren und darum von hoher Relevanz für ein erfolgreiches Suchmaschinen-Marketing sind. Im Einzelnen handelt es sich dabei um:
- Anzahl der Suchwörter: Aufgrund der harten Konkurrenzlage ist es oftmals schwierig, ein gutes Ranking mit einem einzelnen Suchbegriff zu erreichen. Erfolgreicher ist eine Spezialisierung auf Zwei- und Dreiwortkombinationen, die zudem häufiger als Einzelwörter gesucht werden (50,3 % gegenüber 40,4 %).
- Stopwörter: Suchanfragen zu hotel berlin oder hotel in berlin bringen heutzutage oftmals unterschiedliche Suchergebnisse. Die Frage, ob bestimmte Stopwörter verwendet werden sollten oder nicht, muss deshalb gründlich überdacht werden.
- Falsche Schreibweisen: Buchstabendreher oder mangelnde Rechtschreibkenntnisse können zum eigenen Vorteil ausgenutzt werden.
- Einzahl / Mehrzahl: Ob die relevanten Suchbegriffe eher im Singular oder im Plural gesucht werden, muss jeweils im Einzelfall recherchiert werden.
- Unterschiedliche Schreibweisen: Neue Rechtschreibung und fachspezifische Ausdrücke (Paradontose oder Parodontitis) sollten bedacht werden.
- Synonyme: Es sollten auch Synonyme mit vergleichbaren Suchvolumina verwendet werden (z. B. Laptop und Notebook).
- Wortstellung: Die Reihenfolge von Suchwörtern hat einen Einfluss auf die Suchergebnisse.
Auf der Homepage der Bloofusion Germany GmbH finden Sie weiterführende Informationen und zusätzlich einige Praxisbeispiele für die Keyword Universes einiger ausgewählter Unternehmen.
(Quelle: Bloofusion Germany GmbH, unter http://www.bloofusion.de, Zugriff am 2.1.2006.)
Die beliebtesten Suchmaschinen
Die beliebteste Suchmaschine der Deutschen ist nach wie vor Google, wie Nielsen//NetRatings ermittelt hat. Etwa zwei Drittel der deutschen Suchmaschinennutzer suchen mit Google. Auf dem zweiten Platz folgt mit deutlichem Abstand MSN (15 Prozent). Mit AOL, Yahoo! und T-Online suchen etwa, zwölf, elf bzw. zehn Prozent der Deutschen.

Quelle: Wirtschaft digital, 2-2005, Seite 49.
Forsa-Studie zu Business-Suchmaschinen
Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen werden im Einkaufsprozess Business-Suchmaschinen immer wichtiger. Über 50% der Teilnehmer der Studie Managementkompass Business-Suchmaschinen Nutzer gaben an, insbesonders auf günstige Einkaufspreise Wert zu legen. Sogar über 90 % der Befragten gaben an, dass das Internet bei der Anbietersuche in den nächsten drei Jahren noch wichtiger wird. Herausgegeben wurde die Studie vom FAZ Institut, Mummert Communications sowie der Wer liefert was GmbH.




(Quelle: wuv Sondernewsletter, 13.10.2005)
9 Suchmaschinen im Vergleich
Im Mai 2005 hat C|Net einen umfassenden Vergleich der 9 Suchmaschinen A9, AltaVista, AOL Search, Ask Jeeves, Google, LookSmart, Lycos, MSN Search und Yahoo durchgeführt. Im abschließenden Rating schnitten erwartungsgemäß die beiden Branchenführer Google (8 von 10 Punkten) und Yahoo (7,7 von 10 Punkten) am besten ab, allerdings stellt C|Net fest, dass jede der getesteten Suchmaschine eigene Stärken und Schwächen aufweist. Beispielsweise findet AltaVista bei der Video- und Audio-Suche sehr gute Ergebnisse, sei aber ansonsten als als Web-Suchmaschine eher ungeeignet. AskJeeves bietet als einziger ein Site Preview, LookSmart, ansonsten eher eine Entäuschung, eine sog. Periodische Suche an. Erfreuliche Nachricht: Alle untersuchten Betreiber haben einen Filter im Angebot, um familienuntaugliche Inhalte von der Trefferliste auszuschließen.
Ausgesuchte Vergleichsmerkmale
| Name | A9 | AltaVista | AOL | AskJeeves | LookSmart | Lycos | MSN | Yahoo | |
| Rating | 6,7 | 5,7 | 6,3 | 6,3 | 8 | 5 | 5,3 | 6 | 7,7 |
| Suche nach/in... | |||||||||
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Den vollständigen Vergleich und ausfürliche Beschreibungen der Vor- und Nachteile einzelner Suchmaschinen finden Sie hier.
(Quelle: http://www.cnet.com, 09.05.2005)
Googles Goldenes Dreieck
Welche Suchergebnisse erhalten die besondere Aufmerksamkeit der Nutzer? Dieser Frage ging eine sog. Eye Tracking Studie im Auftrag von Enquiro, Did-it und Eyetools nach, die mit besonderen Tools verfolgte, wohin sich die Augen der Nutzer auf den Ergebnisseiten wenden. Die besondere Aufmerksamkeit aller 50 Testpersonen gilt dem linken oberen Bildschirmbereich, der sich über die ersten drei Treffer, bezahlte Listings oberhalb der Trefferleiste sowie gelegentlichen Verweisen auf aktuelle News, Shopping und lokalen Hinweisen erstreckt. Aufgrund seiner Form wird dieser Bereich als Goldenes Dreieck bezeichnet. In der Studie wird ein direkter Zusammenhang zwischen den Augenkontakten und Klicks hergestellt; dort, wo der Blick verweilt, wird kurze Zeit später geklickt.
Die Sponsored Links erregen zwar auch Aufmerksamkeit, allerdings wesentlich weniger als die ersten Treffer auf dem Suchmaschinenindex. Nach persönlicher Beobachtung des Autors werden in bestimmten Fällen, wenn zahlreiche Treffer geliefert werden und ein ausreichend hohes Gebot für für die Sponsored Links vorliegt, diese über der Ergebnisliste eingeblendet und erreichen so eine Sichtbarkeit zwischen 80% und 100%.
| Treffer aus dem Suchmachinenindex | Sponsored Links | ||
| Platz 1 | 100% | Platz 1 | 50% |
| Platz 2 | 100% | Platz 2 | 40% |
| Platz 3 | 100% | Platz 3 | 30% |
| Platz 4 | 85% | Platz 4 | 20% |
| Platz 5 | 60% | Platz 5 | 10% |
| Platz 6 | 50% | Platz 6 | 10% |
| Platz 7 | 50% | Platz 7 | 10% |
| Platz 8 | 30% | Platz 8 | 10% |
| Platz 9 | 30% | ||
