Erkenntnis - B2C-Marktplätze und Portale
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Empirische Daten und Prognosen zu B2C-Marktplätzen und Portalen

Inhaltsverzeichnis

Die erfolgreichsten Online-Marktplätze 2008

Im Jahr 2007 führte eBay noch den Online-Handel mit einem Umsatz von 7,6 Milliarden US-Dollar an. 2008 überholte der Online-Konkurrent Amazon das Auktionshaus erstmalig, mit einem Umsatz von 19,1 Milliarden US-Dollar. Laut der Studie "Online Shopping Survey 2009" des GfK, verzeichnete Amazon im Jahr 2008 16,7 Millionen Online-Shopper im Vergleich zu 16,3 Millionen bei eBay. Auf Platz drei bis fünf liegen - etwas abgeschlagen - Otto, Quelle und Weltbild (siehe Tabelle).

 

Betrachtet man den weltweiten Besucherverkehr auf den Webseiten, so lässt sich zwischen Amazon und eBay kaum ein Unterschied feststellen. In Deutschend ist eBay jedoch, was die reinen Besucherzahlen angeht, noch führend (siehe Grafik).

Online-Umsätze steigen

Die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) zeigt, dass insgesamt 31,4 Millionen Deutsche im Jahr 2008 online einkauften. Der Umsatz im B2C-E-Commerce betrug 2002 laut einer Studie des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) in Deutschland 20 Milliarden Euro; für das Jahr 2009 wird ein Anstieg auf 21,9 Milliarden Euro prognostiziert. Das Umsatz-Wachstum von 2007 zu 2008 liegt bei 9,5 Prozent und konnte damit leicht gegenüber dem Vorjahreswachstum von 9,3 Prozent zulegen. Damit belegt Deutschland einen führenden Platz unter den E-Commerce Nationen Europas.

 

Die Schätzungen für den weltweiten B2C-Online-Umsatz gehen auseinander. Laut TNS Infratest wurden im Handel zwischen Unternehmen und Endverbrauchern im Jahr 2008 weltweit 760 Milliarden Euro umgesetzt, was etwa zehn Prozent der gesamten E-Commerce-Umsätze ausmacht. Den mit Abstand größten Anteil am Online-Umsatz machen der Handel mit Bekleidung, Textilien und Schuhen aus, gefolgt vom Online-Handel mit Medien und Unterhaltungselektronik.

E-Commerce bleibt weit hinter stationärem Handel

Die positive Entwicklung im E-Commerce kann jedoch leicht darüber hinweg täuschen, dass die Online-Vertriebskanäle noch nicht optimal genutzt werden. Im Online-Einzelhandel wird nur ein kleiner Teil des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. In den USA wurden laut Forrester Research im Jahr 2007 nur fünf Prozent des Umsatzes online erzielt. Für Deutschland lag die Online-Umsatzquote 2008 deutlich unter zehn Prozent nach Angaben einer PricewaterhouseCopers (PwC)-Studie. Der stationäre Handel ist immer noch wichtigster Absatzkanal in der Konsumgüterbranche. Die Spanne im Online-Umsatz reicht von 14 Prozent bei erfolgreichen Online-Händlern bis 1,7 Prozent bei schlecht aufgestellten Online-Verkäufern. Im Vergleich dazu: Im Direktverkauf an der Haustür werden immerhin 7,9 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt.

Sind Online-Shopper zufrieden?

Ein Grund für die noch zögernde Bereitschaft der Kunden online einzukaufen, liegt sicherlich darin, wie zufrieden Kunden mit ihren Online-Shopping Erlebnissen sind. Laut Forrester Research sind 64 Prozent der Kunden zufrieden bis sehr zufrieden mit ihren Online-Einkäufen, 23 Prozent sind neutral und sechs Prozent unzufrieden. Die häufigsten Kritikpunkte dabei sind, dass das gesuchte Produkt nicht gefunden werden konnte, dass der Online-Shop das Produkt nicht führt oder dass Unklarheit über den Verkaufspreis und zu lange Ladezeiten der Websites auftreten.

 

Quellen:

  • Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) 2008;
  • bvh, Distanzhandel in Deutschland 2008;
  • portel.de 24. Juni 2009;
  • tns-infratest.com 12. Faktenbericht 2009;International Data Corporation (IDC); Standards&Poor‘s, 2007;
  • Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA), 2000-2008. Basis: BRD, Bevölkerung 16 bis 64 Jahre;
  • computerwoche.de 24.09.2008;
  • innovations-report.de 15.11.2007,
  • Forrester Reseach;ns-infratest.com/bmwi; pwc.de

 

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Handel tätigt 17 Prozent mehr Umsatz im Internet

Die deutschen Online-Händler setzten im 1. Halbjahr 2005 gegenüber dem Vorjahr 17 Prozent mehr im Internet um. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) führt Ebay mit einem Gesamtumsatz von 7,6 Milliarden Dollar (+ 22 Prozent) die Rangliste der E-Commerce-Anbieter mit großem Abstand an und wächst noch schneller als der Markt. Auch der Buchhändler Amazon konnte deutlich zulegen (+ 24 Prozent), während die deutschen Online-Pioniere Otto und Quelle langsamer wachsen.

Trotz der starken Zuwächse wird nur 2 Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens über das Internet abgewickelt. Manfred Schwaiger vom Institut für marktorientierte Unternehmensführung an der Universität München schätzt, dass bis zum Jahr 2020 20 bis 25 Prozent des Handels im Internet stattfinden wird. Vor allem durch die zu nehmende Verbreitung der Breitbandtechnik soll dieser Wert erreicht werden, wird doch in den meisten städtischen Regionen mit Breitbandanschluss deutlich mehr online bestellt als in den ländlichen Gebieten, in denen Schmallbandverbindungen vorherrschen.

Quelle:

  •  FAZ, 17.10.2005, S. 21

eBay ist das Internetportal mit der höchsten Reichweite

Mit 17,7 Millionen Nutzern monatlich ist eBay das Internetportal mit der höchsten Reichweite in Deutschland. Weltweit sind 104 Millionen Nutzer verteilt in 28 Ländern auf eBay registriert. Diese trafen im Geschäftsjahr 2003 auf ein stolzes Angebot: 971 Millionen Artikel wurden auf eBay angeboten. Insgesamt betrug das Verkaufsvolumen der gehandelten Waren 24 Milliarden Dollar - was eine Steigerung von 60 Prozent zum Vorjahr bedeutete. Der Umsatz für das Jahr 2003 beläuft sich auf geschätzte 2,2 Milliarden Dollar, dabei blieb ein Jahresüberschuss von rund 455 Millionen US-Dollar. In Deutschland sind es immerhin fünf Milliarden Transaktionsvolumen, das eBay zum Handelsriesen macht: Im Vergleich zum Versandhandelsmarkt besitzt eBay einen Marktanteil von 21 Prozent und ist damit größer als Quelle. Kein Wunder also, dass rund 17 Prozent der von der Deutschen Post transportierten Pakete im Privatkundenbereich aus dem eBay-Handel resultieren. Dies zeigt, welchen enormen Wachstumspfad das Unternehmen seit der Gründung im Jahre 1995 eingenommen hat:

Bereits 1997 wurde die millionste Auktion durchgeführt. Innerhalb kürzester Zeit baute das Unternehmen einen Nutzerstamm von 200.000 Internet-Begeisterten auf ohne dafür durch übermäßige Marketingaufwendungen große Verluste hinnehmen zumüssen. So blieb 1997 bei einem Umsatz von 5,7 Millionen US-Dollar sogar noch ein kleiner Gewinn übrig. Als eBay 1998 an die Börse ging, handelten bereits 1,2 Millionen Nutzer über Ebay und brachten dem Unternehmen einen achtmal so hohen Umsatz wie noch im Vorjahr. Mit dieser Marktposition in den USA wagte das Unternehmen 1999 den Einstieg in ausländische Märkte. Das Auktionsportal alando.de, das innerhalb von 100 Tagen 50.000 Mitglieder zählte, wurde kurzerhand aufgekauft und zum deutschen eBay-Portal ausgebaut.

Weitere Ländergesellschaften wurden in Australien, Kanada und Großbritannien gegründet. Durch Übernahme von konkurrierenden Portalen gelingt eBay schließlich der weltweite Einstieg in nationale Märkte. Mit dem Aufkauf des Zahlungsservice PayPal integriert das Unternehmen das profitversprechende Geschäft mit Geldtransaktionen. Durch eine strategische Zusammenarbeit mit Hermes Logistik Gruppe möchte eBay langfristig auch vom gesteigerten Paketaufkommen durch den Handel auf eBay profitieren.

eBay erwirtschaftet heute bereits über 44 Prozent seiner Umsätze außerhalb der USA. Und internationale Märkte werden für eBay immer bedeutender werden: Nach dem Aufkauf des chinesischen Auktionsportal Eachnet möchte eBay zukünftig den Großteil seiner Erträge in China verdienen. Der Plan lautet, das immense Potential des chinesischen Marktes in zehn bis fünfzehn Jahren als Marktführer abschöpfen zu können. Mit vier Millionen registrierten Nutzern auf Eachnet ist die Ausgangsposition dafür vielversprechend. Zudem stehen massive Investitionen bevor. So soll der Personalbestand in Shanghai mit der Gründung eines Entwicklungscenters um mehrere hundert Mitarbeiter erhöht werden. Auch der Wachstumsmarkt in Indien ist in den Fokus des Unternehmens geraten: Baazee.com, der größte indische Handelsplatz mit etwa einer Million registrierten Nutzern, wurde im Juni 2004 für rund 50 Millionen Dollar gekauft. Auch hier wird von eBay ein riesiges Potential vermutet: Während momentan etwa 17 Millionen Inder Zugang zum Internet haben, solle die Nutzerzahl bis 2006 auf über 30 Millionen ansteigen, so die Prognose von eBay.

Wünschenswert aus Unternehmenssicht wäre auf den neuen Märkten natürlich eine ähnliche Marktdurchdringung wie zuletzt hierzulande: Mehr als die Hälfte aller Internetnutzer (52,54 Prozent) besuchen innerhalb von einem Monat das deutsche eBay-Portal, wie Nielsen/NetRatings im November 2003 ermittelte. Dabei verbringen die Nutzer im Schnitt monatlich über 3 Stunden und 2 Minuten auf dem Online-Marktplatz. eBay liegt damit als reichweitenstärkste Seite vor Google und T-Online.

Quellen:

  • ZDNet: China wird Ebays größter Markt, www.zdnet.de, 14.April 2004
  • ZDNet: Ebay kauft indisches Online-Autionshaus, www.zdnet.de, 23.Juni 2004
  • Dietrich, Tobias/Seese, Detlef: Der Handel bei eBay.de, in Handel im Fokus, Jg. 56 (2004), H.1, S.17ff.
  • Hannen, Petra: Ebay: Spannendes Spiel um Ware und Preis, in: handelsjournal, (2004), H. 4, S.18-22.

Autor:

  • Barbara Gerner, 25.06.04

Deutschland vorn bei Online-Auktionen

Deutschland führt in Europa mit Abstand die Liste aller Online-Auktionsteilnehmer an: Rund 58 % aller europäischen Teilnehmer kommen aus der Bundesrepublik. Zu diesem Ergebnis kommt das Markrforschungunternehmen Forrester Research in einer Umfrage unter Online-Konsumenten. Online-Auktionsteilnehmer sind demnach meistens Männer in der Altersgruppe der Mittdreißiger. Obwohl Online-Auktionsteilnehmer häufig am Warenumsatz beteiligt sind, liegt der Warenwert insgesamt geringer als beim regulären Online-Shopping. Die Hauptmotivation für 55 % der Teilnehmer ist die Erzielung einer geringeren Kaufpreises - im Durchschnitt enstehen rund 14 % Ersparnis je Kauf. Dafür sind diese auch bereit, doppelt so häufig im Internet zu surfen wie Online-Konsumenten, die nicht an Auktionen teilnehmen.

Quelle:

  • FAZ, 28.04.2003, S. 23

Die stetige Weiterentwicklung des B2C-E-Commerce

Vor dem Jahr 2001 waren Prognosen zu Umsätzen, Teilnehmern und Gewinnen im E-Commerce zahlreich zu finden. Viele Markt- und Meinungsforscher verbreiteten und bestätigten den Eindruck, dass das Internet eines nicht allzu fernen Tages den klassischen Handel von seiner angestammten Position im Einkaufsverhalten verdrängen würde. Die Grundlage der Prognosen waren häufig die Einschätzungen ausgewählter Experten, selten tatsächliche Marktdaten. Mittlerweile sind solche Daten und darauf basierende Prognosen vorhanden, letztere allerdings nicht mehr so zahlreich wie in der frühen Phase des E-Commerce.

Die aktuellen Zahlen des HDE zeigen auf der Basis einer umfangreichen Mitgliederbefragung, dass der E-Commerce zwischen Handel und Konsumenten sich stetig weiterentwickelt, wenn auch mit geringen Wachstumsraten. Der Umsatz im B2C-E-Commerce betrug 2002 laut HDE in Deutschland acht Mrd. € und somit bezogen auf den Gesamtumsatz 60 % mehr als noch 2001. Für 2003 wird ein Umsatz von 11 Mrd. € prognostiziert (2,1 % Anteil am Gesamtumsatz). Das Wachstum des B2C-E-Commerce hat sich somit verstetigt und verläuft mit abnehmender Geschwindigkeit, aber doch mit beeindruckenden Raten. Bei einem stagnierenden bis zurückgehenden Einzelhandelsumsatz ist eine Zunahme der E-Commerce-Umsätze um (laut HDE) 38 % in 2003 mehr als nur eine Möglichkeit, der Flaute zu entgehen.
Ein Blick in die Vergangenheit stimmt skeptisch, wenn Zahlen genannt und Prognosen ausgesprochen werden. Einhergehend mit der breiteren Verfügbarkeit von Marktdaten wird jedoch deren Qualität bedeutend gesteigert. Einige Anzeichen stimmen positiv:

  • Die GfK kommt auf anderem Weg (Konsumentenbefragung) zu ähnlichen Ergebnissen wie der HDE und berichtete für 2001 einen Umsatz von 4,3 Mrd. €
  • Die IP Deutschland bestätigt auf der Basis einer umfangreichen Datensammlung den HDE mit 5 Mrd. € für 2001
  • Die jüngeren Prognosen des HDE zum Umsatzanteil des E-Commerce wurden in der Realität bestätigt. Beispielsweise erwartete der HDE im September 2001 für 2002 einen Online-Umsatzanteil von 1,6 %, eine Punktlandung.

Diese Auswahl von Zahlen ist ein Indiz für die stark gestiegene Qualität der Marktdaten und Prognosen zum E-Commerce. Sie täuscht nicht darüber hinweg, dass der Online-Handel allein noch kein festes Standbein für eine große Zahl von Händlern ist. Der Umsatzanteil von 1,6 % in 2002 stellt aber nur einen Indikator dafür dar, wieviel ein Online-Shop bringen kann. Nicht zu vernachlässigen sind Multi-Channel-Effekte, die sich zwischen den Vertriebskanälen ergeben. Das ECC Handel ermittelte hierzu, dass 10,7 % aller Internetnutzer sich vor einem Kauf im stationären Laden auf der Webseite des Händlers informieren. Die wenigsten Händler können es sich leisten, auf diese Kundschaft zu verzichten.

(2/2003)

Rosige Zeiten für Shopping-Portale?

Wer online einkauft, spart Zeit, da die Shops rund um die Uhr verfügbar sind. Diesen Service schätzen 80,6 Prozent der rund 2800 User, die der Web-Report von Shopping24 zu ihrem Einkaufsverhalten und ihren Vorlieben beim Online-Shopping befragte. Demnach haben 93,1 Prozent bereits mindestens einmal einen Artikel im Internet erworben. Und mehr als jeder Zweite tue dies, so Shopping24, sogar regelmäßig: 55,9 Prozent gaben an, zwei bis fünf Einkäufe pro Halbjahr im Netz zu erledigen. Ein virtueller Einkaufsbummel ist für die meisten User längst Realität. Dabei vergleichen Webshopper die Preise verschiedener Anbieter auf deren Webseiten direkt binnen weniger Minuten. Rund zwei Drittel (69.9 Prozent) bewerten diese Vergleichsmöglichkeit positiv. Kleidung rangiert auf der Rangliste der am häufigsten gekauften Produkte bei Shopping24 auf Platz 1 (78,1 Prozent). Auf den Plätzen folgen Bücher und CDs (73,1 Prozent) sowie technische Geräte (52,2 Prozent). Über 70 Prozent der Befragten meinen, dass das Internet das traditionelle Einkaufsverhalten verändert. Und das entspannte Shoppen vor dem PC ist den Usern einiges wert. Über ein Viertel der Befragten gibt pro Halbjahr 500 € und mehr im Internet aus (26,3 Prozent). Bei rund der Hälfte liegt das Budget immerhin zwischen 100 und 500 € (53,9 Prozent). In Punkto Sicherheit haben viele Shopper mittlerweile Vertrauen: 52, Prozent sehen die Sicherheit beim Bezahlen der online gekauften Waren gewährleistet.

Quelle:

  • DIY, 5/2003, S. 28