Empirische Daten und Prognosen zu Consumer Electronics
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2010 - Status Quo und Entwicklung"
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2008 - Status Quo und Entwicklung"
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2006 - Status Quo und Entwicklung"
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2004 - Status Quo und Entwicklung"
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Multi-Channel-Effekte im Handel 2006"
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Multi-Channel-Effekte im Handel 2004"
Im Vergleich zu anderen Branchen spielt das Internet für den Einzelhandel mit Consumer Electronics als Vertriebskanal eine besonders große Rolle. Dies liegt insbesondere daran, dass sich Konsumenten aufgrund der hohen Vergleichbarkeit der Produkte und der vergleichsweise hohen Produktionskosten häufig vor dem Kauf im Internet über Produkte und Preise informieren. In der Elektronikbranche kommt Preisvergleichsseiten eine besondere Bedeutung zu.
Daher verwundert es nicht, dass die Einzelhändler mit Consumer Electronics das Internet in allen Bereichen intensiver nutzen als der Durchschnitt im Einzelhandel. Mittlerweile verfügen 98,2 Prozent der Befragten über einen Internetanschluss und 81,8 Prozent betreiben eine eigene Website. Im Vergleich zu den letzten Jahren ist die Nutzung des Internets zur Beratung von Kunden bzw. für den Kundenservice besonders satrk angestiegen. Dies dürfte im Wesentlichen darauf zurückzuführen sein, dass das Internet von den Konsumenten nicht mehr nur als Informationsquelle, sondern zunehmend auch als Anlaufstelle bei Serviceanfragen in Anspruch genommen wird. Nach wie vor werden aber die Funktionen "E-Mail-Kommunikation", "Bankgeschäfte" und "Informationsbeschaffung" am intensivsten genutzt.
Bei der Beschaffung fällt auf, dass die befragten Händler einen deutlich höheren Anteil ihrer Waren online beschaffen als der Einzelhandelsdurchschnitt. Im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2008 hat sich der Anteil online beschaffter Güter für den Eigenbedarf sogar fast verdoppelt.

Quelle: Duscha, Andreas/Hotz, Adrian/Winter, Elisabeth/Klees, Maria: Internet im Handel 2010 - Status quo und Entwicklungen, Köln, 2010, S. 95-99.
Die befragten Einzelhändler mit Consumer Electronics nutzten auch im Jahr 2008 das Internet deutlich intensiver für "Bankgeschäfte", zur "Informationsbeschaffung" und zum "Datenaustausch" als andere Einzelhändler. Jedoch ist die durchschnittliche Nutzung des Internets zur Beratung von Kunden bzw. für den Kundenservice sowie die Nutzung anderer Online-Services in den vergangenen beiden Jahren zurückgegangen.
Bei der Beschaffung fällt der vergleichsweise hohe Online-Anteil bei Gütern für den Weiterverkauf auf. So geben laut der Studie des ECC Handel 'Internet im Handel 2008 - Status Quo und Entwicklungen' die befragten Unternehmen der Consumer Electronics-Branche an, knapp ein Drittel der Güter für den Weiterverkauf über das Internet zu beschaffen.
Im Hinblick auf die Infrastruktur der Einzelhändler mit Consumer Electronics zeigt sich, dass alle Befragten über einen Internetanschluss verfügen. Bei der Ausstattung mit einer eigenen Website (77,5 Prozent) liegt diese Branche leicht über dem Durchschnitt für den gesamten Einzelhandel (74,8 Prozent). Einen eigenen Online-Vertrieb besitzen 31,1 Prozent der befragten Einzelhändler diese Branche.
Quelle: Hudetz, Kai/Strothmann, Sonja/Eckstein, Aline: Internet im Handel 2008 - Status quo und Entwicklungen, Köln, 2008, S. 79-81.
Das Internet wird von Unternehmen aus der Consumer-Electronics-Branche intensiver genutzt als von anderen Einzelhändlern. Die wesentlichen Unterschiede liegen bei der Informationsbeschaffung, der weitergehenden Beratung von Kunden (Kundenservice) und dem standardisierten Datenaustausch.
Die befragten Elektroeinzelhändler beschaffen laut der Studie des ECC Handel 'Internet im Handel 2006 - Status Quo und Entwicklungen' knapp ein Drittel der Güter für der Weiterverkauf über das Internet. Auch Güter für den eigenen Bedarf werden in leicht geringerem Umfang als im Einzelhandelsdurchschnitt online bestellt.
Ebenso liegt der Anteil der Einzelhändler mit Consumer Electronics bei der Ausstattung mit Internetanschlüssen (96,6 %), eigener Website (86,2 %) und eigenem Online-Vertrieb (39 %) über dem Durchschnitt des Einzelhandels. Während in der Studie des Jahres 2004 die Häufigkeit eines Online-Shops im Vergleich zum restlichen Einzelhandels noch unterdurchschnittlich war, vertreiben die Unternehmen der Branche im Jahr 2005 ihre Produkte tendenziell häufiger über das Internet. Dabei wird die Plattform eBay besonders stark genutzt (vgl. Abbildung).
Anteile der Vertriebskanäle am Online-Umsatz 2005 beim Handel mit Consumer Electronics (n >= 20)
Quelle: Hudetz, Kai/Duscha, Andreas: Internet im Handel 2006 - Status quo und Entwicklungen, Köln, 2006, S. 78-81.
Schon im Jahr 2004 setzten die Elektroeinzelhändler das Internet überdurchschnittlich stark bei sämtlichen Geschäftsprozessen ein, wobei Güter zum Weiterverkauf weit mehr als doppelt so häufig übers Internet bestellt werden als in anderen Branchen. Dies zeigte die umfangreiche Studie des ECC Handel Internet im Handel 2004 - Status Quo und Entwicklungen.
Weitere Ergebnisse liefert die CD-ROM zur Studie Internet im Handel, die an Vorläuferstudien zu diesem Thema anknüpft und aufzeigt, wie sich die Bedeutung des Internets für Consumer Electronics entwickelt.
Quelle: Hudetz, Kai/Tansakovic, Nicol: Internet im Handel 2004, Köln 2004.
Produktgruppenspeziefische Multi-Channel-Kennzahlen: Online Shop vs. stationäre Fillialen. 381 ≤ n ≤ 888.
Die Ausprägungen der Multi-Channel-Kennzahlen (Kannibalisierung, kaufvorbereitende Informationssuche, Kaufanbahnung und Kaufimpulse.) unterscheiden sich bei verschiedenen Produktgruppen deutlich. Kanalübergreifende Kaufimpulse sind bei Elektronikartikeln am intensivsten. Dies bedeutet der Impuls zur Wahl des stationären Geschäft kommt im Online-Shop des Anbieters zu Stande.
Auch die kaufvorbereitende Informationssuche, also der Anteil bei dem sich Konsumenten vor dem Kauf im stationären Handel in Online-Shops informieren ist bei Elektronikartikeln von Bedeutung. Verglichen mit anderen Produktgruppen sogar am stärksten ausgeprägt. Im Klartext, der Online-Shop dient nicht nur den Online-Verkauf, sondern auch der Kaufvorbereitung für Käufe im stationären Handel. Bei Elektronikartikeln ist das Multi-Channel-Verhalten der Konsumenten besonders ausgeprägt.
Quelle: van Baal, Sebastian/Hudetz, Kai: Multi-Channel-Effekte im Handel, Köln, 2006, S. 101.
Mitte 2004 führte das ECC Handel eine Befragung unter 932 Online-Shoppern zum Thema Multi-Channel-Effekte im Handel durch. Die folgende Tabelle stellt die Ergebnisse für den Handel mit Consumer Electronics, PC-Zubehör/Hardware und Software (inkl. Computerspiele) dar.
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Wahrscheinlichkeit der Kannibalisierung des stationären Handels durch das Internet
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Kaufanbahnung: Information im Internet vor einem Kauf im stationären Handel
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Kaufanbahnung: Information im stationären Handel vor einem Kauf im Internet
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Insgesamt
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Bei demselben Händler
|
Insgesamt
|
Bei demselben Händler
|
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| Consumer Electronics |
17,8 %
|
58,1 %
|
29,0 %
|
41,5 %
|
7,5 %
|
| PC-Zubehör/ Hardware |
26,8 %
|
64,5 %
|
32,3 %
|
34,3 %
|
2,0 %
|
| Software (inkl. Computer-spiele) |
nicht erhoben
|
45,0 %
|
5,0 %
|
17,1 %
|
5,7 %
|
| Gesamt über alle Produkt- gruppen |
37,3 %
|
26,5 %
|
8,8 %
|
22,7 %
|
3,1 %
|
Quelle: van Baal, Sebastian/Hudetz, Kai: Multi-Channel-Effekte im Handel, Köln, 2004, S. 59.
