Empirische Daten und Prognosen zum Autoteilehandel im Internet
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2010 - Status Quo und Entwicklung"
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2008 - Status Quo und Entwicklung"
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2006 - Status Quo und Entwicklung"
- Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2002 - Status Quo und Entwicklung"
Neben den bekannten elektronischen Marktplätzen für Automobile und deren Ersatzteile, nutzen Einzelhändler das Internet auch für andere Aktivitäten, insbesondere dem Schriftverkehr mit Geschäftspartnern oder zur Abwicklung von Bankgeschäften. In der Abbildung wird deutlich, wie intensiv der Fahrzeug- und Fahrzeugteilehandel, im Gegensatz zu anderen Einzelhandelsbranchen, das Internet verwendet. Interessant ist die vermehrte Nutzung elektronischer Beschaffungsplattformen zur Just-In-Time Bestellung, um kapitalintensive Lagerbestände zu reduzieren und Kostensenkungen im Beschaffungsbereich herbeizuführen.
Aus folgender Abbildung geht hervor, dass der Online-Beschaffungsanteil leicht unter dem Durchschnitt des gesamten Einzelhandels liegt. Wenig überraschen dürfte hingegen der deutlich überdurchschnittliche Anteil der Beschaffung für den Weiterverkauf.
Auch im Jahr 2008 werden Fahrzeuge und Fahrzeugteile auf einer Vielzahl von Internetplattformen angeboten, wie die Studie des ECC Handel "Internet im Handel 2008 - Status quo und Entwicklungen" zeigt. Dabei kann es sich unter anderem um elektronische Marktplätze, die Plattform einer Kooperation/Verbundgruppe, oder einen eigenen Online-Shop handeln. Aus diesem Grund messen die Befragten der Branche Fahrzeughandel/Fahrzeugteilehandel dem Problem „Angst vor Preistransparenz/Preisverfall" eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung bei (Durchschnittswert 3,83; im Vergleich zu 3,29 für den gesamten Einzelhandel). Ansonsten misst diese Branche nahezu allen Problemen eine leicht größere Bedeutung zu als der durchschnittliche Einzelhandel. Dennoch liegen alle Durchschnittswerte unter dem Skalenmittelwert von vier, sodass anscheinend keines der genannten Probleme als wirklich gravierend angesehen wird.
Wie die Abbildung zeigt, fällt in nahezu allen Anwendungsfeldern des E-Business die Internetnutzung im Fahrzeug- und Fahrzeugteilehandel erheblich intensiver aus als in anderen Einzelhandelsbranchen. Das Internet ist aus den Geschäftsprozessen dieser Branche nicht mehr wegzudenken.
Internetnutzung im Fahrzeughandel/Fahrzeugteilehandel
Seit vielen Jahren bereits hat die Beschaffung über das Internet im Fahrzeug- und Fahrzeugteilehandel einen hohen Stellenwert, da so kapitalintensive Lagerbestände reduziert und im Beschaffungsbereich Kostensenkungen herbeigeführt werden können. Die Bedeutung des E-Procurement hat sich seit der letzten Erhebung im Jahr 2006 erheblich erhöht und sowohl der Online-Beschaffungsanteil von Gütern für den Eigenbedarf als auch der Anteil für den Weiterverkauf liegen nun deutlich über dem Einzelhandelsdurchschnitt.
Anteil der Beschaffung von Gütern des eigenen Bedarfs und des Weiterverkaufs über das Internet beim Fahrzeughandel/Fahrzeugteilehandel in den Jahren 2007 und 2005
Wie die Studie zeigt, messen dementsprechend die eBay-Händler dem Problem 'Produkt/Dienstleistung für den Online-Vertrieb ungeeignet' lediglich eine unterdurchschnittliche Bedeutung von 3,16 bei, während der Durchschnittswert für den gesamten Einzelhandel 3,37 beträgt. Ansonsten misst der Fahrzeughandel/Fahrzeugteilehandel nahezu allen Problemen leicht größere Bedeutung zu als der durchschnittliche Einzelhandel. Überdurchschnittlich groß ist allerdings die Sorge vor Preistransparenz oder Preisverfall (Mittelwert von 4,07 gegenüber 3,45).
Wird hinzugezogen, dass der standardisierte Datenaustausch in dieser Branche deutlich stärker etabliert ist als im Durchschnitt des Einzelhandels, so lässt sich ableiten, dass der Onlinehandel in dieser Branche schon fest Fuß gefasst hat und daher die Unternehmen sensibler auf Probleme reagieren.
Internetnutzung im Fahrzeughandel/Fahrzeugteilehandel
Dennoch verfügen laut der aktuellen Studie des ECC Handel die Unternehmen dieser Branche mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil über eine eigene Website (85,5 % gegenüber 75,0 % als Durchschnitt im Einzelhandel). Offenbar wird der Internetauftritt von Fahrzeug- und Fahrzeugteilehändlern in vielen Fällen als Visitenkarte des Unternehmens verwendet. Auffallend hoch sind zudem die Umsatzanteile, die über Plattformen von Verbundgruppen bzw. Kooperationen und über weitere elektronische Marktplätze realisiert werden. So wird über ein Drittel der Online-Umsätze über Plattformen von Verbundgruppen oder Kooperationen erzielt.
Die befragten Autoteilehändler, vorwiegend aus dem traditionellen mittelständischen Bereich, wiesen im Vergleich zu den anderen Großhandelsbranchen eher durchschnittliche Werte bei der Internet- und E-Commerce-Nutzung auf, beispielsweise beim Schriftverkehr per E-Mail und beim Bankverkehr. Der Anteil des Online-Umsatzes am Gesamtumsatz des Unternehmens lag mit 3,2 % etwas unter dem Durchschnittswert für den gesamten Großhandel. Gleiches galt für den Anteil der Online-Beschaffung von Gütern für den eigenen Bedarf mit 5,6 % und für den Anteil der Online-Beschaffung von Gütern für den Weiterverkauf.
