Empirische Daten und Prognosen zum M-Commerce
- Status Quo zur Verbreitung und Nutzung von Smartphones
- Deutsche surfen täglich eine Stunde im Internet
- Über die Bedeutung des M-Commerce und die Auswirkung auf den E-Commerce
- Mobile Shopping im Jahr 2014
- Mobile Revolution im Jahr 2009
- Motive für das Angebot mobiler Services
- Einstellung der Anwender zu M-Commerce und Trends
- Mobile Shopping
- Mobile Content
Die ersten Anzeichen einer Marktsättigung machen sich auf dem klassischen Handymarkt langsam bemerkbar. So besaßen bereits im Jahr 2009 knapp 90 Prozent aller Deutschen ein Mobiltelefon. Dass dabei ein recht geringer Spielraum für Wachstumssteigerungen im Handy-Verkauf bleibt, bekommen auch die Hersteller schon seit einiger Zeit zu spüren. Einen zusätzlichen Dämpfer erlebte der deutsche Handymarkt im Jahr 2009 durch die Wirtschaftskrise.
Sorgen vor einer ungewissen Zukunft und Verdienstausfälle ließen viele Kunden die Anschaffung eines neuen Handys vorerst auf unbestimmte Zeit verschieben. So sank die Absatzmenge von 27,8 Millionen verkaufter Handys im Jahr 2008 auf 26,9 Millionen im Jahr 2009, was einem Rückgang um 3 Prozent entspricht. Der Umsatz brach im Jahr 2009 sogar um fast 10 Prozent ein - ein herber Verlust für einen ausgereiften Markt.
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITCOM) sieht jedoch der Zukunft optimistisch entgegen. Trotz der Absatz- und Umsatzeinbrüchen wird für das Jahr 2010 ein steigender Handyabsatz mit einem Wachstum von 4 Prozent erwartet, von 26,9 Millionen im Jahr 2009 auf 28,0 Millionen im Jahr 2010. Auch dem Umsatz wird eine Erholung von den Verlusten prognostiziert, sodass er sich im Jahr 2010 voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau von 3,7 Milliarden Euro einpendeln wird.
Quelle: BITCOM 2010
Während der deutsche Handymarkt mit den Alterskrankheiten eines ausgereiften Marktes zu kämpfen hat, verzeichneten Smartphones in den vergangenen Jahren einen kometenhaften Aufstieg mit zweistelligen Wachstumsraten in Absatz und Umsatz. Alleine in Deutschland hat der Verkauf von Smartphones im vergangenen Jahr einen enormen Zuwachs erfahren. Nach Angaben des BITCOM stieg die Absatzmenge der Smartphones in Deutschland um 78,5 Prozent von 3,1 Millionen im Jahr 2008 auf 5,6 Millionen verkaufter Exemplare im vergangen Jahr. Auch das Umsatzwachstum befindet sich für das letzte Jahr 2009 und das Jahr 2010 im zweistelligen Prozentbereich (siehe Grafik).
Die Mücke Sturm Company attestiert dem Smartphone in einem Strategic Insight vom Mai 2009 bereits Massentauglichkeit. Von dieser Euphorie sollte der Leser sich jedoch nicht täuschen lassen. Nach wie vor bilden Smartphone-Nutzer einen geringen Anteil an den gesamten Mobiltelefonnutzern. Die meisten Konsumenten verwenden hauptsächlich reguläre Standard-Handys. Zudem werden Smartphones bevorzugt von den Zielgruppen der Business-Nutzer und der Altersklasse der über-30-jährigen Besserverdiener gekauft. Diese sind weniger preissensitiv und verfügen über eine höhere finanzielle Absicherung im Vergleich zum durchschnittlichen Handy-Käufer.
Aus diesem Grund reagiert ein gesättigter Handymarkt weitaus empfindlicher auf wirtschaftliche Schwankungen als ein aufstrebender Smartphone-Markt, der sich in einer anderen Marktlebensphase befindet und vorwiegend über eine etwas andere Zielgruppe verfügt als der reguläre Handymarkt.
Quelle: BITCOM 2010
Auch bei Konsumenten werden Smartphones beliebter
Trotz der gebotenen Vorsicht bei der Betrachtung der Absatzzahlen von Smartphones, ist es deutlich erkennbar, dass Smartphones unter den Konsumenten zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Nach Prognosen des BITCOM könnte jedes fünfte verkaufte Mobiltelefon im Jahr 2010 ein Smartphone sein. Sinkenden Kosten, der Markteintritt neuer Geräte und eine mögliche künftige Lockerung des Exklusivvertriebs beim iPhone werden Smartphones künftig für ein breiteres Publikum lukrativ machen.
Diesen Trend bestätigen auch die Ergebnisse der Mobile Web Watch 2009 Studie von Accenture. So besitzen von den 71 Prozent der Nutzer eines internetfähigen Mobiltelefons bereits 19 Prozent ein Smartphone. Knapp die Hälfte davon sind Smartphones mit Touchscreen. Trotz des Medienrummels um das iPhone ist es zur Zeit noch am wenigsten verbreitet.
Business-Handys werden weiterhin von jedem fünften Nutzer verwendet. Mit ihren Multimedia-Anwendungen und erweiterten Funktionen wie der Darstellung von pdf-Dokumenten gehören sie zu den Vorläufern der Smartphones. Es bleibt abzuwarten, ob Business-Handys weiterhin ihren Marktanteil halten können oder ob sie mit der Zeit von den Smartphones verdrängt werden.
Quelle: Mobile Web Watch 2009
Smartphones-Nutzer verhalten sich anders als Handynutzer
Telefonieren und SMS versenden sind nach wie vor die beliebtesten Funktionen der deutschen Mobiltelefonbesitzer. TNS Infratest zufolge nutzen in Deutschland 81 Prozent der Handynutzer SMS-Funktionen regelmäßig. Allerdings ergibt sich in Abhängigkeit der eingesetzten Geräte ein unterschiedliches Nutzungsverhalten.
Bei den Standardfunktionen wie Telefonieren oder SMS verschicken sind die Unterschiede zwischen iPhone- und anderen Smartphone-Nutzern im Vergleich zu regulären Handybesitzern sehr gering, da jede der Gruppen sie regelmäßig nutzt.
Die klassischen Handybesitzer verwenden vorwiegend diese Standardfunktionen und greifen nur selten auf erweiterte Funktionen wie das mobile Internet zu. Die Gründe hierfür sind vielfältig; dazu zählen beispielsweise die technischen Eigenschaften des Mobilfunkgerätes, sodass die Darstellung auf einem vergleichsweise kleinen Handydisplay wenig Anreiz bietet, online zu gehen oder die Datenübertragung zu langsam ist und entsprechend lange dauert. Einen weiteren Faktor stellen die Kosten dar. Die meisten Handybesitzer nutzen der VuMa 2010 zufolge einen Festvertrag (46 Prozent) oder Prepaid-Tarife (26 Prozent), bei denen die mobile Internetnutzung volumen- oder minutenabhängig abgerechnet wird. Somit wissen die meisten Handybesitzer nicht, welche Kosten auf sie zukommen könnten oder halten diese Kosten für zu hoch und vermeiden es deshalb, mit dem Handy im mobilen Internet zu surfen.
Smartphone-Nutzer verhalten sich entsprechend anders. So verwenden iPhone-Besitzer beispielsweise ihr Telefon seltener zum Telefonieren und für SMS und MMS als dies andere Smartphone-Besitzer oder die regulären Handynutzer tun. Dafür sind die iPhone-Besitzer deutlich häufiger im mobilen Internet unterwegs. Die Besitzer anderer Smartphones nutzen das mobile Web ebenfalls stärker als die Nutzer anderer internetfähiger Handys. Da zur Kundschaft der Smartphones tendenziell eher die Gruppe der Besserverdienenden und der Business-Anwender gehört, spielen die Kosten für die Internetnutzung bei den Smartphone-Besitzern eine geringere Rolle als bei den regulären Handynutzer. Zudem werden beim Verkauf von Smartphones meist Flatrates angeboten, die eine sorglose und häufigere Internetnutzung ermöglichen.
Zudem profitieren die Smartphone-Nutzer von größeren Displays und einer bewussten Ausrichtung ihrer Geräte auf die intuitive Nutzung des mobilen Internets. Besonders iPhone-Nutzer profitieren von Applikationen, die auf die Darstellung auf ihrem Gerät optimiert sind, wie z.B. die Facebook-App oder die Applikation von ebay, mit der Nutzer im Online-Auktionshaus mobil einkaufen können. Somit stehen die wichtigsten Funktionen für den mobilen Nutzer schnell zur Verfügung und lange Ladezeiten können vermieden werden, die gewöhnlich beim Zugriff auf für das stationäre Web konzipierte Internetseiten entstehen. Diese Ergebnisse verdeutlichen einmal mehr die Notwendigkeit einer detaillierten Zielgruppenanalyse bei der Gestaltung des mobilen Internetauftritts von Unternehmen. Der Leitfaden zur Gestaltung mobiler Webseiten gibt hierzu zahlreiche Empfehlungen und nützliche Praxistipps für die Umsetzung einer adäquaten Firmenpräsenz im mobilen Web.
Quelle: Mobile Web Watch 2009
Insbesondere iPhone-Besitzer unterscheiden sich nicht nur in den Anwendungen, die sie nutzen, sondern auch in den Inhalten, die sie im mobilen Web abrufen. Im Vergleich zu den Besitzern anderer Smartphones und Mobiltelefone nutzen iPhone-Besitzer die meisten Online-Anwendungen wesentlich häufiger. Der Mobile Web Watch 2009 Studie nach tritt die größte Diskrepanz zwischen iPhone-Nutzern und allen anderen Smartphone- und Handy-Nutzern insbesondere bei Location-Based-Services wie dem Abrufen von Wegbeschreibungen und Wetterinformationen auf, die deutlich häufiger von iPhone-Besitzern aufgerufen werden. Ebenfalls sehr beliebt bei den iPhone-Nutzern sind die Entertainment-Funktionen wie Videos und Musik herunterladen sowie Unterhaltungsprogramme (z.B. Spiele). Häufiger als die anderen Nutzer verwenden iPhone-Nutzer zudem Kommunikationsfunktionen wie E-Mailen oder Online-Communities.
Auch Zahlen aus den USA belegen diese Verhaltenstrends (siehe Grafik). Bei allen erhobenen Tätigkeiten weisen die iPhone-Besitzer eine Nutzungsquote auf, die im Vergleich zu den Mobiltelefonbesitzern um ein vielfaches höher liegt. Eine Ausnahme bilden SMS-Dienste, denn diese werden von allen Gruppen am häufigsten genutzt.
Am liebsten werden mit dem iPhone in den USA Nachrichten und Informationen aus dem mobilen Internet abgerufen, E-Mails geschrieben und wie in Deutschland Umgebungskarten aufgerufen und Musik gehört (Entertainment).
Dahinter folgen die Nutzer anderer Smartphones, die ebenfalls eine höhere Aktivität in Anwendungen wie E-Mails schreiben, Nachrichten und Informationen abrufen und Suchfunktionen aufweisen. Sie können jedoch nicht an den Konsum der iPhone-Besitzer heranreicht.
Auch die anderen Mobiltelefonbesitzer nutzen hauptsächlich die gleichen Funktionen wie die Smartphone-Nutzer, allerdings in einem viel geringeren Umfang.
Quelle: M:Metrics 2007
Wie in Deutschland, so auch in den USA stehen bei den iPhone-Nutzern Kommunikation, Unterhaltung und insbesondere der Zugang zu Informationen, wie z.B. zu lokale Wettervoraussagen, Wegbeschreibungen und Karten oder Verkehrsinformationen, im Mittelpunkt. Andere Smartphone-Besitzer weisen zwar ähnliche Interessen auf, nutzen diese Funktionen jedoch etwas seltener.
Trotz ihrer schnellen Adaptation von neuen Online-Anwendungen, sind iPhone-Nutzer nicht als der Prototyp der zukünftigen Handynutzer zu sehen, sondern als eine eigene und spezielle Zielgruppe, deren Verhalten nicht ohne weiteres auf den künftigen regulären Handynutzer übertragen werden kann. Denn diese Konsumenten sind technisch sehr affin und zeichnen sich durch eine höhere Innovationsbereitschaft aus. Somit haben sie auch großes Interesse an neuen Anwendungen, das jedoch schnell wechselt, sobald Neuheiten auf dem Markt verfügbar sind.
Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass die aktuelle Popularität von Smartphones zusammen mit sinken Preistarifen für die mobile Internetnutzung und die Endgeräte auch reguläre Handybesitzer dazu animieren könnte, sich beim nächsten Kauf eines Mobiltelefons für ein Smartphone zu entscheiden.
Fazit
Wie die Ergebnisse unterschiedlicher Studien belegen, nutzen Smartphone-Besitzer deutlich häufiger mobile Anwendungen als Handynutzer mit Internetzugang. Aufgrund ihrer Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit erfahren die Smartphones zunehmende Verbreitung und eröffnen dadurch dem Konsumenten neue Möglichkeiten in der Nutzung des mobilen Internets.
"Anytime, Anywhere, Anyhow" bekommt dadurch eine neue Bedeutung und bildet somit die Grundlage für eine Mobilisierung des E-Commerce. Auf diese Weise agiert das Smartphone als Wegbereiter für die zukünftige Etablierung von Mobile-Shopping.
Quellen
- Accenture (2009): Mobile Web Watch 2009. Das mobile Internet erreicht den Massenmarkt. Online verfügbar unter http://www.accenture.com/NR/rdonlyres/F928EA14-BCB2-4C5D-AAD6-EE038C972495/0/Accenture_MobWebWatch2009_Studie.pdf, Zugriff am 02.03.2010
- Fittkaus & Maaß Consulting GmbH (2009): Mobiles Internet nicht attraktiv genug? Hohe Kosten und mangelnder Komfort schrecken ab. Online verfügbar unter http://www.w3b.org/nutzungsverhalten/mobiles-internet-nicht-attraktiv-genug.html, Zugriff am 06.04.2010
- Laszlo, Joe (2009): The New Unwired World: An IAB Status Report on Mobile Advertising, Journal of Advertising Research, 49 (1), S. 27-43.
- Merz, Herbert (2010): Pressekonferenz Mobile Communications. Online verfügbar unter http://www.bitkom.org/files/documents/BITKOM-Praesentation_PK_Mobile_World_11_02_2010.pdf, Zugriff: 05.03.2010.
- Mücke Sturm & Company (2009): Mobile Shopping. Wie der E-Commerce mobil wird, Online verfügbar unter http://www.muecke-sturm.de/default.ices?1.582.0.60.556,0, Zugriff: 11.03.2010
- Verbrauchs-und Medienanalyse (2010), Online verfügbar unter http://www.vuma.de/de/die-studie.html, Zugriff 12.04.2010
- TNS Infratest GmbH (2006): Mobile Anwendungen -Stand und Ausblick im globalen Vergleich, München.
Autoren
- Elisabeth Winter/Aline Eckstein, 20.04.2010

Seit dem Jahr 2008 hat sich die Anzahl der mobilen Internet-Nutzer von 3.2 Millionen auf 7.7 Millionen mehr als verdoppelt, sodass mittlerweile ca. 18 Prozent der Deutschen mit ihrem Mobiltelefon ins Internet gehen. Ein Drittel der Nutzer sind dabei sogar täglich oder mehrmals täglich im mobilen Web anzutreffen. Zu diesem Ergebnis kam die Mobile Web Watch 2009 Studie von Accenture.
Mit der Frage, wie lange genau Handynutzer über ihr Endgerät online sind, hat sich die Studie Mediascope Europe 2009 des Branchenverbands EIAA (European Interactive Advertising Association) beschäftigt und kam dabei zum Ergebnis, dass fünf Millionen Deutsche durchschnittlich eine knappe Stunde damit verbringen, mit ihrem Mobiltelefon im Internet zu surfen. Damit kommen sie für das mobile Web auf eine Nutzung von 6,4 Stunden pro Woche und liegen somit vor dem Lesen von Zeitungen (4,8 Stunden) und Zeitschriften (3,6 Stunden). Der Treiber unter den mobilen Nutzern ist die Generation der 16- bis 24-jährigen sowie der 25- bis 35-jährigen "Digital Natives" (auch "Early Adopters" genannt), von denen jeweils 24 Prozent bzw. 21 Prozent das mobile Internet überdurchschnittlich häufig nutzen (7,2 bzw. 6,6 Stunden pro Woche).
Die europäische Rangliste der wöchentlichen Verweildauer im mobilen Internet wird von Polen angeführt mit einer mobilen Nutzung von 10,3 Stunden pro Woche, gefolgt von Italien (7,9 Stunden), Belgien und Portugal (7,7 Stunden) während Deutschland auf dem fünften Platz hinter Russland (7,7 Stunden) rangiert. In der Türkei wird tendenziell sogar häufiger über das Mobiltelefon (21 Prozent) als über den stationären PC (20 Prozent) auf das Internet zugegriffen.
Am häufigsten nutzen die mobilen Surfer laut Mobile Web Watch 2009 den Internetzugang zur Kommunikation (48 Prozent) und zur Informationsbeschaffung. Auch Location-Based-Services wie Wegbeschreibungen (37 Prozent) stehen hoch im Trend bei den Befragungsteilnehmern. Zudem gibt knapp jeder zweite Befragte der Mediascope Europe 2009 Studie an, Videoclips online auf sein Mobiltelefon zu empfangen und es somit für Entertainment zu nutzen.
Diese Entwicklung zeigt auf, dass sich mobile Endgeräte immer stärker im Multimedia-Mix etablieren und dazu beitragen, dass der Internetzugang mehr denn je „überall und jederzeit" für Kommunikation, Information und Entertainment genutzt werden kann.
Hinweis: Die Ergebnisse der Mobile Web Watch 2009 Studie basieren auf 3.063 Befragten und gelten somit als repräsentativ für deutsche Nutzer. Allerdings sind die Daten der Mediascope Europe 2009 Studie nur begrenzt aussagekräftig, da die Stichprobe auf einer Anzahl von 71 Befragungsteilnehmern zur mobilen Nutzung beläuft.
Quellen
- Accenture: Mobile Web Watch 2009. Das mobile Internet erreicht den Massenmarkt. Online verfügbar unter http://www.accenture.com/NR/rdonlyres/F928EA14-BCB2-4C5D-AAD6-EE038C972495/0/Accenture_MobWebWatch2009_Studie.pdf, Zugriff am 02.03.2010
- European Interactive Advertising Association (EIAA): New Decade Heralds The Age of Digital Mobility. Europeans are more mobile and engaged with online than ever, 02.03.2010, Online verfügbar unter http://www.eiaa.net/news/eiaa-articles-details.asp?id=216〈=1, Zugriff am 05.03.2010
- Internet World Business: Mobile Surfer sind täglich eine Stunde online, 04.03.2010, Online verfügbar unter http://www.internetworld.de/Nachrichten/Zahlen-Studien/Studie-Mediascope-Europe-2009-Mobile-Surfer-sind-taeglich-eine-Stunde-online, Zugriff am 05.03.2010
Autor
- Elisabeth Winter /Aline Eckstein, 08.03.2010
Die Studie "Geschäftsklima im E-Commerce 2009/2010" des ECC Handel und der Pangora GmbH befasst sich mit Fragen rund um den E-Commerce und M-Commerce. Mit dem Wandel und der Weiterentwicklung im M-Commerce hat sich in den Jahren auch dessen Bedeutung und Auswirkung auf den E-Commerce geändert. Die Befragungsteilnehmer stammen aus Geschäftsfeldern, wie Online-Handel (57,7 Prozent), Internet-Dienstleister (21,2 Prozent) und Portalanbieter (14,9 Prozent), wobei Mehrfachnennungen ebenfalls möglich waren.
Für über 90 Prozent der Teilnehmer ist der M-Commerce in unterschiedlichen Ausprägungen ein Begriff. Knapp ein Viertel (24,2 Prozent) der befragten Unternehmen setzt dieses Konzept bereits schon im Geschäftsmodell um oder plant dessen Nutzung. Fast 80% stimmen voll oder eher der Aussage zu, dass der M-Commerce in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnt. Diese Ergebnisse weisen das große Potenzial dieses Trends auf.
Über die Stärke des Einflusses von M-Commerce auf den E-Commerce-Markt gibt es sehr geteilte Meinungen. Knapp ein Drittel (30,9 Prozent) der Teilnehmer sind sich der Stärke des Einflusses von M-Commerce auf den E-Commerce-Markt sicher. Fast ein weiteres Drittel ist sich unsicher (32,4 Prozent) und das übrige knappe Drittel stimmt der Aussage eher oder gar nicht zu (35,3 Prozent).
Etwas mehr als ein Viertel der Teilnehmer rechnet dem M-Commerce eine so hohe Bedeutung zu, dass Online-Shops, die diesen Trend missachten, zukünftig auf dem Markt keine Chance mehr haben. Die restlichen Teilnehmer sehen jedoch trotz hoher Bedeutung des M-Commerce dessen Einfluss auf die Marktteilnehmer als nicht allzu gravierend an.
Die meisten Teilnehmer (47,1 Prozent) rechnen dem M-Commerce einen positiven Einfluss auf das Marktvolumen des E-Commerce-Marktes zu. Dennoch ist auch knapp ein Drittel (30,6 Prozent) der Meinung, dass sich das Marktvolumen durch M-Commerce nicht verändern wird. Nur ein geringer Anteil (1,5 Prozent) der Teilnehmer glaubt an eine negative Beeinflussung des Marktvolumens.
Der M-Commerce hat speziell in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung zugenommen und sollte von den Unternehmen auch in Zukunft nicht außer Acht gelassen werden. Inwiefern der M-Commerce den E-Commerce-Mark verändern wird, bleibt abzuwarten, da sich momentan noch kein klarer Trend abgezeichnet hat. Knapp die Hälfte der Teilnehmer geht jedoch davon aus, dass der M-Commerce einen positiven Einfluss auf das Marktvolumen des E-Commerce-Marktes hat.
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Spätestens seit der Einführung mobiler Endgeräte mit bedienungsfreundlichem Interface und UMTS- Modul erlebt das Mobile Shopping neue Impulse. Der Einführung des iPhones sei Dank, bieten immer mehr Firmen ihre Angebote auf speziell für den mobilen Markt zugeschnittenen Webseiten an.
Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Mücke, Sturm & Company zeigt das Wachstumspotenzial des Mobile Shoppings. Abhängig von der jeweiligen Marktentwicklung zeigen die Consultants in drei verschiedenen Szenarien auf, wie sich die Umsätze bis zum Jahr 2014 entwickeln könnten.
Die Analyse basiert auf der Annahme, dass im Jahr 2014 25 Millionen Menschen in Deutschland ein Smartphone benutzen. Unter der Annahme, dass 20% dieser 25 Millionen Smartphone- Nutzer mobil einkaufen ergibt sich im Jahr 2014 ein Marktpotenzial von 300 Millionen Euro. ( vgl. Abb.)

*Nutzung beschreibt den Anteil der Smartphone-Kunden, die mobil einkaufen.
Als große Hemmnisse der mobilen Internetnutzung werden laut einer Studie des dmc digital media center weiterhin hohe Kosten von 90% und die geringe Nutzerfreundlichkeit von 70% der Teilnehmer angeführt. Um diesen Problemen gegenüberzutreten bedarf es einer koordinierten Initiative der Mobilfunkbetreiber, der Hersteller, des Einzelhandels und der Finanzdienstleister. Kostensenkungen und eine Ausweitung der Angebote können dazu beitragen die Kundenakzeptanz zu erhöhen. Mehr dazu finden Sie hier.
Quellen:
- http://www.ecin.de/news/2009/06/25/13315/?rcol, 2009.06.30
- Mücke, Sturm & Company
Autor:
- Aline Eckstein, 01.09.2009.
Selten passte die Floskel „Die Frage ist nicht ob, sondern wann" so gut wie im Zusammenhang mit dem mobilen Internet. Seit der Erscheinung des iPhones, nimmt die Entwicklung des mobilen Marktes eine rasante Entwicklung.
Die aktuellen Ergebnisse des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) Faktenreports 2009 machen deutlich, wie stark das Wachstum wirklich ist. Im Jahr 2008 lag der Umsatz mit mobiler Unterhaltung weltweit bei 2,4 Milliarden Euro. Experten rechnen mit einer Verdoppelung bis zum Jahr 2012.
Weltweit: Zahl der Mobilfunkverträge in Millionen und Penetrationsrate in Prozent, 2006-2014
Infrastruktur
Gemäß Frost & Sullivan gab es im Jahr 2008 weltweit 2,6 Milliarden Mobilfunkverträge. Bei einer Weltbevölkerung von 6,7 Milliarden Menschen verfügten also 39% über die Möglichkeit der mobilen Kommunikation. Bis zum Jahr 2010 sollen diese auf knapp 3,7 Milliarden ansteigen, das entspricht einer Penetrationsrate von 45%.
Mobilfunktechnologien erfahren in erster Linie dort Wachstum, wo die Infrastruktur des Festnetzes sich nicht etablieren konnte, wie bspw. in Afrika (16 Prozent jährliches Wachstum bis 2012). Der Weltmarktanteil Europas an den weltweiten Mobilfunkanschlüssen nimmt aufgrund des saturierten Marktes ab. Bis 2012 wird der aktuelle Anteil von 27 Prozent auf knapp 19 Prozent sinken. In Jahr 2008 lag dabei die Penetrationsrate in Deutschland mit 118% knapp über dem europäischen Durchschnitt.
Weltweit: Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Mobilfunkanschlüsse nach Regionen in Prozent, 2007-2012
Nutzer
Trotz einer Penetrationsrate von über 100% nutzten nach Angaben des Statistikportals „statista" im Jahr 2008 insgesamt „nur" 66,6 Millionen Deutsche Handys: 91% der Männer und 87% Frauen zwischen 14 und 64 Jahren. Hierbei sind Alter und Einkommen mit der Handynutzung korreliert. Die unten stehenden Abbildungen verdeutlichen, dass die Handynutzung umso intensiver ist, je höher das Einkommen und je jünger die Nutzer sind.
Anwendungen
Gemäß den Angaben der Studie „World Cellular Data Metrics" von Informa Telecoms & Media für das erste Quartal 2008 bleibt die Region Asien/Pazifik der größte Markt für mobile Datendienste mit einem Umsatz von 13,8 Milliarden Euro und damit einem Anteil am Weltmarkt von 41%.
Weltweit: Mobile Datenumsätze nach Regionen in Milliarden Euro und Anteil am Weltmarkt in Prozent, 2008
In Deutschland greifen laut TNS infratest derzeit 16 Prozent aller Handybesitzer mobil auf das Internet zu. Dabei sind Fotos und Videos die beliebtesten mobilen Anwendungen. Die Umsätze aus Daten- und Messaging-Diensten machten 2008 in Deutschland 4,9 Milliarden Euro aus und hatten damit einen Marktanteil von über 49%.
Anteil der Nutzer von Mobile Content und mobilen Anwendungen in Prozent der Nutzer, 2008
Nach einer Prognose von Forrester Research werden bis zum Jahr 2012 mindestens 28 Prozent der Handy-Nutzer auch mobil auf das Internet zugreifen. Derzeit sind jedoch hohe Verbindungsgebühren, geringe Usability und Sicherheitsbedenken die höchsten Hürden des M-Commerce, um potentielle Kunden zu gewinnen.
Hohe Kosten und mangelhafte Usability führen zu fehlender Nutzungsbereitschaft
Gemäß einer Studie der dmc digital media center GmbH shoppt bereits heute ein Drittel der deutschen mobile Internet-Nutzer über das Handy. Dazu gehören insbesondere Reise-, Shopping und Ticketdienste. In erster Linie kommt mobile Shopping zum Einsatz, wenn Zeit und Geld besonders wichtige Faktoren bei der Kaufentscheidung sind. Die unten stehende Abbildung veranschaulicht dies.
Aktionsshopping erhöht die mobile Nutzungsbereitschaft
Zusammenfassung und Ausblick
Trotz teilweise stark divergierender Ergebnisse und Prognosen renommierter Institutionen und Marktforschungsunternehmen wird eines deutlich: Der mobile Zugriff auf das Internet ist längst nicht mehr Utopie, sondern ein Bestandteil des Handels. Zwar wird die Zahl der Handys in erster Linie in Schwellen- und Entwicklungsländern zunehmen, doch der Markt für mobile Anwendungen, wie M-Commerce, hat weltweit enormes Wachstumspotenzial. Wenn schließlich ein Standard für die mobile Nutzung gefunden werden kann und so Anbieter- und Kundenakzeptanz gesteigert werden, bieten sich sowohl Chancen auf zusätzliche Geschäftsfelder für Anbieter als auch neue, das Leben erleichternde Anwendungen für Nutzer.
Quellen:
- Internet World Business: Handys, Netzwerke und Videos, 1/2009.
- Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi): 21. Faktenbericht 2009, Berlin 2009.
- dmc digital media center GmbH: Im Focus 07, Ad-hoc-Studie Juni 2009.
Autor:
- Frederike Krohn/Aline Eckstein, 06.07.2009.
Nach der Studie Content is King - auch im Mobile Business? der m.p.r.e.s.s.o GmbH wird von den Unternehmen zu dem zentralen Ziel der Umsatzsteigerung vor allem die Erhöhung der Reichweite und der Imagegewinn durch die Bedienung eines innovativen Services als Motivation für das Angebot eines mobile Services genannt. Die Steigerung des Bekanntheitsgrades wird von den meisten befragten Unternehmen als nicht so wichtig angesehen, weit weniger oft wurde die Einführung eines neuen Produkts und die Möglichkeit zur Platzierung einer Werbemaßnahme angegeben.
Das Ziel der Umsatzsteigerung erreichen die befragten Unternehmen mit mobilen Services nur indirekt, viel mehr probiert man sich auf diese Art den Kunden zu präsentieren und bereits bestehende Kunden zu binden, um im Folgegeschäft die Umsätze zu steigern. Unternehmen, die durch paid-content direkt Umsätze erzielen, gibt es vor allem im Medienumfeld.
(Quelle: Content is King - auch im mobile Business? der m.p.r.e.s.s.o GmbH, Berlin am 08.07.2005)
Laut Einschätzung von Jupiter MMXI 2001 ist die Zahlungsbereitschaft bei M-Commerce höher als bei E-Commerce (590 Millionen Euro imVergleich zu 252 Millionen Euro), obwohl die Anzahl der Content-Angebote via Handy noch geringer ist. Diese Ausgaben unterscheiden sich aber wie an der untenstehenden Grafik zu erkennen nach der art des Inhalts. So würden beispielsweise 16 % der Internet-Nutzer für Musik bezahlen, dagegen 47 % würde für Inhalte gar nicht bezahlen.
Trotz des Erfolges gibt es immer noch einige Hürden, welche von den Anbietern noch beseitigt werden müssen. So besagt eine Studie von Intramundos, dass die Verbraucher die Angebote häufiger nutzen würden, wenn beispielsweise billigere Tarife existieren würden. Zudem fordern die Verbaucher billigere und bessere Geräte sowie eine größere Sicherheit.
Bezüglich der Orte und Situationen der Nutzung kam man zu dem Ergebnis, dass M-Commerce am häufigsten auf längeren Reisen mit Zug oder Flugzeug genutzt wird. Weiter Ergebnisse finden Sie in der unteren Grafik.
Eine Studie von A. T. Kearney ergab, dass in Japan die Nutzerzahlen von Mobile Shopping im Zeitraum September 2001 bis Juni 2002 sprunghaft auf 12% stiegen, während weltweit ein Rückgang zu beobachten war. Des Weiteren ergab die internationale Befragung unter 6000 Mobilfunknutzern, dass durchschnittlich weltweit erst 3% der Befragten mobil einkaufen (Stand: Juni 2002)
GartnerG2 geht aber davon aus, dass bis im Jahr 2005 Mobile Shopping in Frankreich, Deutschland und Großbritannien stark zu nimmt. Es wird mit einer Steigerung um jeweils fast 3000% gerechnet. So soll der Umsatz beim Mobile Shopping in Deutschland von 0,24 Milliarden USD auf 6,28 Milliarden USD steigen, in Frankreich wird ein Wachstum von 0,15 Milliarden USD auf 4,07 Milliarden USD und in Großbritannien ein Umsatzplus von 0,14 Milliarden USD auf 3,83 Milliarden USD erwartet.
Quelle:
- NFO-Monitoring Informationswirtschaft, 6. Faktenbericht 2003, S. 340
Analysys Research erwartet ein sehr hohes Umsatzwachstum im Mobile Content in Europa. Dieses soll von 2003 auf 2004 bis zu 180% betragen. Somit würde der Umsatz von 2,2 Milliarden EUR auf 3,6 Milliarden EUR steigen. Bis im Jahr 2007 sollen dann 18,2 Milliarden Euro umgesetzt werden.
Als Mobile Content definiert Analysys Research mobile Dienstleistungen inklusive Unterhaltung, jedoch ohne verschiedene Nicht-sprachliche Services und Sprachdienste.
Der Gesamtumsatz der mobilen Services soll bis zum Jahr 2007 auf bis zu 135 Milliarden EUR ansteigen.
Quelle:
- NFO-Monitoring Informationswirtschaft, 6. Faktenbericht 2003, S. 341





