Erkenntnis - Textilhandel
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Empirische Daten und Prognosen zum Textilhandel im Internet

Inhaltsverzeichniss:

Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2010 - Status Quo und Entwicklung"

Im Textilhandel wird das Internet vorwiegend zur Abwicklung von Bankgeschäften und für den Schriftverkehr mit Geschäftspartnern genutzt. Damit liegt der Handel mit Bekleidung recht nah am Einzelhandelsdurchschnitt. Am seltensten wird das Internet zur Beratung von Kunden und für den Kundenservice verwendet.

Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2008 - Status Quo und Entwicklung"

Während die Integration von Web 2.0-Anwendungen bei den meisten Einzelhandelsbranchen noch auf sich warten lässt, greifen die Bekleidungseinzelhändler bereits vereinzelt auf "Bewertungssysteme" und "Tag-Wolken" zurück. Die aktuelle Studie "Internet im Handel 2008 - Status quo und Entwicklungen" des ECC Handel zeigt, dass die Bekleidungseinzelhändlern vergleichsweise hohe Erwartungen an die Nutzung von Web 2.0-Anwendungen haben. Insbesondere den Faktoren "Steigerung des Bekanntheitsgrades", "Informationsgewinnung",  "Kundenakquisition" und "Imageverbesserung" wird eine hohe Bedeutung zugeschrieben. Die Bekleidungsindustrie liegt hier vor allen anderen betrachteten Einzelhandelsbranchen und liefert richtungweisende Informationen zur zukünftigen Verwendung von Web 2.0-Anwendungen durch KMUs.

Internet im Handel Textilbranche

Auch die generelle Nutzung des Internets im Textilhandel hat in den letzten beiden Jahren erheblich zugenommen. Alle mit dem Online-Handel verbundenen Zielsetzungen der KMUs legten im Vergleich zu Vorgängerstudie aus dem Jahr 2006 an Bedeutung zu und liegen mittlerweile in etwa gleich auf mit dem Einzelhandelsdurchschnitt. Insbesondere der "Zeitoptimierung interner Abläufe" und der "Kundenakquisition" wird eine immer größere Rolle zugeschrieben (vgl. Abbildung).

 

Positiv zu verzeichnen ist auch, dass die "Produkteignung" von Textilen für den Online-Vertrieb mittlerweile weniger problematisch wahrgenommen wird als dies noch im Jahr 2006 der Fall war. Die befragten Bekleidungseinzelhändler haben erkannt, dass Kunden durchaus bereit sind, Bekleidung online zu kaufen und greifen zunehmend auf den Online-Vertriebskanal zurück. Die Bekleidungseinzelhändler, die ihre Waren bereits online vertreiben, erzielten im Jahr 2008 damit durchschnittlich 37,6 Prozent ihres Gesamtumsatzes. Vor dem Hintergrund der geäußerten Bedenken gegenüber den Einführungs- und Betriebskosten, erscheint es jedoch nicht verwunderlich, dass bisher nur etwa jeder dritte Textileinzelhändler im Internet präsent ist.

 

Auch der Anteil der online beschafften Waren konnte im Vergleich zum Jahr 2006 weiter erhöht werden. So wurden durchschnittlich 18,1 Prozent der Güter für den eigenen Bedarf und 11,4 Prozent der Güter für den Weiterverkauf über das Internet bestellt.

 

Quelle: Hudetz, Kai/Strothmann, Sonja/Eckstein, Aline: Internet im Handel 2008 - Status quo und Entwicklungen, Köln, 2008, S. 72-76.

 

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Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2006 - Status Quo und Entwicklung"

Der Bekleidungseinzelhandel steht der Internetverwendung eher mit Skepsis gegenüber. Laut der Studie des ECC Handel 'Internet im Handel 2006 - Status Quo und Entwicklungen' ordnen die Textilhändler allen abgefragten, mit der Internetnutzung verbundenen Zielen eine geringere Bedeutung zu als andere Einzelhandelsbranchen.

 

Die ausgewählten Probleme der Internetnutzung schätzen die befragten Bekleidungseinzelhändler ähnlich ein, wie der gesamte Einzelhandel. Jedoch halten sie ihre Produkte überdurchschnittlich ungeeignet für den Online-Vertrieb. Außerdem fürchten sie sowohl zu hohe Einführungskosten als auch zu hohe laufende Kosten. Dahingegen sind die Probleme in Bezug auf Preistransparenz und Preisverfall nach Einschätzung der befragten Bekleidungshändler deutlich weniger ausgeprägt (vgl. Abbildung).

Diagrammdarstellung ausgewählter Probleme der Internetnutzung im Einzelhandel mit Bekleidung Ausgewählte Probleme der Internetnutzung im Einzelhandel mit Bekleidung (n >= 61)

Aufgrund des stark ausgeprägten Kostenbewusstseins verfügen Bekleidungseinzelhändler vergleichsweise selten über eine eigene Website (59,1 %). Dennoch weist fast ein Viertel einen Online-Vertrieb auf, über den ca. 21 % des Umsatzes erzielt wird. Dabei dürften die traditionellen Versandhändler wie Quelle oder Otto einen größeren Anteil ihrer Textilverkäufe über das Internet erzielen. Ein im Vergleich zum gesamten Einzelhandel überdurchschnittlich großer Anteil der Online-Umsätze wird im Bekleidungseinzelhandel über eBay generiert. Laut eBay Presse Service Center wird jede Sekunde ein Kleidungsstück über das Online-Portal verkauft.

 

Die Online-Beschaffung hat im Bekleidungssektor zugelegt. 15,6 % der Güter für den eigenen Bedarf und ca. 10 % der Güter für den Weiterverkauf werden über das Internet bestellt (Zum Vergleich: Im Jahr 2004 waren es noch 9,5 % und 6,7 %).


Quelle: Hudetz, Kai/Duscha, Andreas: Internet im Handel 2006 - Status quo und Entwicklungen, Köln, 2006, S. 72-75.

 

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Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Internet im Handel 2004 - Status Quo und Entwicklungen"

Die vorhergehende Studie des ECC Handel "Internet im Handel 2004 - Status Quo und Entwicklungen" berichtete unter anderem darüber, dass Bekleidungseinzelhändler dem Internet bislang kein großes Potenzial zutrauen. So vermuteten sie häufiger als ihre Kollegen in anderen Einzelhandelsbranchen, dass ihre Kunden keinen Online-Vertrieb wünschen.

 

Schon 2004 boten immerhin 34,8 Prozent der Textileinzelhändler Produkte über das Internet an - eine enorme Steigerung gegenüber 2002 mit 19,4 Prozent. Weitere Ergebnisse liefert die CD-ROM zur Studie 'Internet im Handel', die an Vorläuferstudien zu diesem Thema anknüpft und aufzeigt, wie sich die Bedeutung des Internets im Textileinzelhandel entwickelt.

 

Quelle: Hudetz, Kai/Tansakovic, Nicol: Internet im Handel 2004, Köln 2004.

 

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Ausgewählte Ergebnisse der Studie "Multi-Channel-Effekte im Handel 2004"

Mitte 2004 führte das ECC Handel eine Befragung unter 932 Online-Shoppern zum Thema 'Multi-Channel-Effekte' im Handel durch. Die folgende Tabelle stellt die Ergebnisse für den Handel mit Bekleidung dar.

 

 
Wahrscheinlichkeit der Kannibalisierung des stationären Handels durch das Internet
Kaufanbahnung: Information im Internet vor einem Kauf im stationären Handel
Kaufanbahnung: Information im stationären Handel vor einem Kauf im Internet
Insgesamt
Bei demselben Händler
Insgesamt
Bei demselben Händler
Bekleidung
39,3 %
15,8 %
5,0 %
15,2 %
4,5 %
Gesamt über alle Produkt- gruppen
37,3 %
26,5 %
8,8 %
22,7 %
3,1 %


Quelle: van Baal, Sebastian/Hudetz, Kai: Multi-Channel-Effekte im Handel, Köln, 2004, S. 59.

 

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Ausgewählte Ergebnisse der Umfrage "Marken beim Bekleidungskauf im Internet 2004"

Das ECC Handel führte Anfang 2004 eine Kurzumfrage zum Thema 'Marken beim Bekleidungskauf im Internet' durch. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Online-Kauf von Bekleidung bislang noch nicht bei der Mehrzahl der Internet-Nutzer durchgesetzt hat. Fast 60% der 171 Befragten gaben an, online gar keine Textilien zu erwerben.


Welche Bedeutung haben für Sie Marken beim Online-Textilkauf?
Die Bindung an bestimmte Marken ist jedoch auch im World Wide Web zu erkennen: Von den Befragten, die online Kleidung bestellen, kaufen mehr als die Hälfte im Internet ausschliesslich oder überwiegend Markentextilien.
(1/2004)

 

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