Inhaltsverzeichnis

Neuer Spam-Filter von Forscher entwickelt

Forscher der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn, haben eine neuen Spam-Filter für unerwünschte Werbe-E-Mails entwickelt.

Prof. Dr. Martin Hühne und Prof. Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Ulrich Lehman entwickelten auf Basis von Methoden der Computational Intelligence (CI) einen Spam-Filter, der unerwünschte E-Mails am unternehmenseigenen Mailserver effizient und zuverlässig kennzeichnet bzw. aussortiert. Er lernt durch Rückmeldungen der Benutzer im laufenden Betrieb weiter dazu und kann auch in Kombination mit gegebenenfalls schon bestehenden Spam-Filtern betrieben werden.

Die beiden Forscher betonen, dass ein gutes Ergebnis erzielt werden kann, wenn gute Filtersysteme kombiniert werden. Dazu wurden verschiede CI-Methoden für ihren Einsatz bei der Spam-Abwehr bewertet, ausgewählt und optimiert.

In der neuen vorgestellten Lösung kommt ein Bayes-Filter für Spam-Wörter in gewichteter Kombination mit zwei KNN für statistische Informationen und Spam-Wörter sowie eine Whitelist zum Einsatz. Ein Rückmelde-Verfahren in Form einer geschlossenen Schleife regelt die Verbesserung der Filterwirkung im laufenden Betrieb. Der Spam-Anteil in den Mailboxen der Nutzer konnte in den Versuchsreihen bei einem IT- Unternehmen in der Region dadurch auf einen Anteil von 0,4 Prozent gesenkt werden.

Quelle:

  • www3.fh-swf.de/presse/aktuelles.php, 01.03.2006

 

Autor:

  • Martin Sendrowski, 14.03.06

 

Zurück zur Übersicht

Jedes zweite amerikanische Kleinunternehmen plant Online-Marketing

Im Werbebudget von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) finden sich immer größere Etats für Online-Werbung. Das Marktforschungsinstitut Emarketer fand heraus, dass 43% der Kleinunternehmen in den kommenden sechs Monaten Online-Marketing betreiben wollen.

Online-Marketing-Aktivitäten

Bisher sind rund 25% in diesem Bereich aktiv. Gut zwei Drittel planen E-Mail-Marketing und Suchmaschinen-Optimierung. Ein weiteres Drittel will sich im Bereich Banner-Werbung und Pay-per-Click-Werbung betätigen.

Quelle:

  • o.V.: Online-Marketing, in: Internet World Business, Ausgabe 01/06, 16.01.2006, S. 6

 

Zurück zur Übersicht

Online-Werbebranche setzt auf Instant Messenger

Seitdem die Internet- und die Werbewirtschaft ihr Tief überwunden haben, boomt die Nachfrage nach interaktiven Werbeformen: z.B. so genannte Instant Messenger. Werbetreibende und Vermarkter suchen verstärkt nach Alternativen zu klassischen Online-Werbeformen. Dabei werden sie immer öfter bei so genannten Instant Messengern (IM) fündig, mit denen Onliner in Echtzeit Textbotschaften austauschen können.

Der Marktforscher Gartner geht davon aus, dass in zwei Jahren mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter der größten Unternehmen Instant Messaging nutzen. Der Meta Group zufolge wird bereits 2006 die Zahl der unternehmensinternen IM-Nachrichten die der unternehmensinternen E-Mails übersteigen.

Zusätzliche Attraktivität gewinnt dieses Medium dadurch, dass Microsoft, Google, Yahoo und AOL ihr Instant-Messenger-Engagement in letzter Zeit deutlich erhöhten. So kooperiert beispielsweise die AOL-Tochter ICQ mit Pro Sieben im Internet. Yahoo startete eine neue Version seines Instant Messengers, mit dem künftig auch Internettelefonie (Voice-over-IP, kurz Voip) möglich ist. Im August 2005 stellte Google seine Instant-Messenger- und Voip-Lösung Google Talk ins Netz, die früher oder später auch vermarktet wird.

Werbetreibenden bietet sich eine breite Palette an IM-Werbeformen. Vom Half-Size-Banner über Interstitials (Unterbrecherwerbung)bis hin zu Text Ads gibt es fast alles, was das Herz begehrt. Mögliche Werbeplätze sind der Welcome-Screen sowie das Client- und das Messenger-Fenster.

So wie Millionen von Handynutzern ihrem Telefon durch individuelle Klingeltöne und Wallpaper eine eigene Identität geben, so gibt es auch viele IM-Nutzer, die ihre Kommunikationsfenster nach ihren Vorlieben gestalten möchten.

Ein weiterer Vorteil dieser Werbeform besteht darin, dass sie sich allein weiterverbreitet, sprich, der virale Effekt zum Tragen kommt. Die Aussagen der Werbemittel sind sehr nah an der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen. Diese haben ein hohes Involvement und eine starke Nutzerbindung der jugendlichen Zielgruppe. Im Ergebnis erzielen die Themenpakete Response-Raten von bis zu 10 Prozent.

Zusätzliche Impulse dürfte die IM-Vermarktung des MSN Messengers bekommen, wenn die kürzlich vereinbarte Kooperation mit Yahoo in Kraft tritt. Dann können Yahoo- und MSN-Nutzer über die IM-Grenzen hinweg miteinander kommunizieren.

Bisher ist die IM-Werbung insgesamt noch sehr zurückhaltend. Ausnahme: In den USA erzürnte der IM-Anbieter AOL seine Nutzer, indem er Chat-Roboter ungefragt auf die Buddy-Liste seiner Kunden setzte. Die so genannten Bots gaben den Nutzern Tipps zu Kinobesuchen und Shopping-Angeboten. Dennoch ist die Gefahr, dass unseriöse Unternehmen die IM-Nutzer mit unerwünschter Werbung überhäufen und das Medium diskreditieren, nach Meinung von Plan-Net-Media-Chef Manfred Klaus eher unwahrscheinlich. Weil es leicht ist, falsche Freunde (Buddys) zu blocken und weil für jeden Bots ein neuer User-Account angelegt werden müsse, um Spam-Instant-Messages (SPIM) auf den Weg zu bringen.

Quelle:

  • Zeitschrift ONEtoONE vom 27. Dezember 2005, S. 22)

 

Zurück zur Übersicht

Online-Werbung bei Yahoo

Greg Coleman, Executive Vice President für Online-Werbung bei Yahoo ist davon überzeugt, dass Online-Werbung wirkt. Ein Umsatzergebnis in 2004 von drei Milliarden Dollar in diesem Geschäftsfeld bestätigt dies.

Die Entwicklung ging bei Yahoo einem Experiment voraus, in dem, zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Nielsen bewiesen werden musste, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen Markenwerbung im Internet und Verkäufern in stationären Läden gibt. Dabei wurde herausgefunden, dass diese Art der Werbung wirkungsvoll funktioniert: Werbung auf der Yahoo-Startseite kostet nur etwa halb so viel wie ein Werbeblock beim Superbowl - bei gleicher Wirkung, so Coleman.

Dabei beschreibt Coleman, dass es zunächst sehr schwierig war die Anzeigenkunden vom Internet zu überzeugen. Zum einen war in vielen Unternehmen die Infrastruktur nicht gegeben, zum anderen mussten auch die Agenturen die Internetwerbung erst lernen.

Um die Entwicklung der Online-Werbung weiter voranzutreiben werden von Yahoo Kooperationen mit Internetunternehmen und Fernsehsendern eingegangen. Dabei sind zwei Arten der Zusammenarbeit möglich: zum einen crossmediale Werbung. Wenn eine neue Fernsehshow am Abend startet, wird am Morgen im Internet dafür geworben. Die zweite Art der Zusammenarbeit besteht in Inhaltepartnerschaften. "Wir werden Inhalte von Fernsehsendern nutzen, aber wir werden auch unsere eigenen Inhalte produzieren", so Greg Coleman. Übertragungen über Internet steht aber noch ganz am Anfang.

Eine weitere Möglichkeit Werbung zu schalten sieht Greg Coleman im Umfeld von Blogs. Diese ziehen seiner Meinung nach qualifizierten Verkehr an, die Unternehmen dazu bringen, ihre Werbebotschaften in diesem Umfeld zu platzieren.

Quelle:

  • FAZ; 10.10.2005; S.21

 

Zurück zur Übersicht