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Erfolgreiche Ansätze bei Sport-Webseiten

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Erfolgreiche Ansätze bei Sport-Webseiten

Der Münchner Online-Sportberichterstatter Sport1 ist mit durchschnittlich 30 Millionen Page Impressions pro Monat das überragende Special-Interest-Angebot in seinem Bereich. Zu rund 95 Prozent finanziert er sich aus Werbeeinnahmen. Doch Sport1 steht nicht allein auf weiter Flur, sondern ist ein Online-Joint Venture zwischen dem Deutschen Sportfernsehen, der Sat1-Sportsendung Ran und der Zeitung Sport Bild aus dem Hamburger Axel Springer Verlag eingegangen. Dieses Joint Venture bietet Werbekunden eine Crossmediale Vermarktungskette an, in der Werbung via Fernsehen, Print und Online miteinander verknüpft werden kann. `Unser eindeutiger Mehrwert ist unsere Cross Communication`, wirbt Unternehmenssprecher Thomas Medau. Daimler-Chrysler arrangierte sich mit Sport1 und dem DSF und schloss eine exklusive Kooperation für die neue Mercedes C-Klasse. Im Web-Service wird nun das DSF-Format `Doppelpass` vom Automobilhersteller präsentiert. Die eingefangenen Stimmungsbilder in der C-Klasse können online per Video-Stream abgerufen werden.

Auf solche Vermarktungskonzepte hat Kicker.de bislang verzichtet. Die Sportsite aus dem Nürnberger Olympia Verlag, die mit knapp acht Millionen Page Impressions im Februar an zweiter Stelle des Sport-Angebots steht, generierte ihren Haupterlös aus konventioneller Bannerwerbung. Künftig sollen aber auch hier den Werbekunden crossmediale Konzepte vorgeschlagen werden. Hauptverkaufargument der Sportspezialisten ist der Content. Während Sport1 mit 70 Prozent der Marktanteile die Marktführerschaft für sich beanspruchen kann, kontert Kicker mit einer durchschnittlichen monatlichen Leserverweildauer von 70 Minuten. Beide machen eine umfassende und qualitativ hochwertige Berichterstattung über alle Sportarten für sich geltend.

Auf ihre europäische Ausrichtung machen Mitbewerber wie der deutsche Ableger des britischen Sportal-Netzwerks, Sportal.de und das Internet-Angebot des Fernsehsenders Eurosport aufmerksam. Sie sehen darin einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil, da große Markenartikler europäische Kampagnen starten können.

(Quelle: eMarket, Nr.13, v.01.03.01. S.62)