Die Porzellanfabrik Bauscher hat die RFID-Funktechnologie in seine Teller eingebaut. „pabis“ nennt sich diese intelligente Abrechnungslösung, die aus Tellern und Schalen „Intelligentes Porzellan“ macht. Die Neuheit wurde in Kooperation mit der Stuttgarter IDaStec entwickelt, um den Bezahlvorgang an der Kasse durch Automatisierung zu vereinfachen.
Mittels RFID-Technologie werden dabei die Speisen erkannt und die entsprechende Information elektronisch über ein neuartiges System an das bestehende Kassensystem übertragen. Von hier werden die Kosten für das Essen über eine Schnittstelle mit der Gehaltsabrechnung oder anderen bargeldlosen Systemen abgerechnet. Sowohl die Betreiber des Betriebsrestaurants als auch die Gäste profitieren dabei von einem schnellen und reibungslosen Ablauf. Erster Anwender ist die DEBEOS - DaimlerChrysler Objektmanagement und Service GmbH, die das Gesamtsystem im Testlauf einsetzt. Über eine „Lese-Empfangs-Einheit“, in diesem Fall die Kasse, werden Daten aus einem in das Porzellan integrierten Transponder berührungslos und ohne Sichtkontakt ausgelesen und verarbeitet. Die Datenübertragung zwischen Transponder und der Lese-Empfangs-Einheit findet dabei mittels elektromagnetischer Funktechnologie statt.
Für diese Anwendung der RFID-Technologie erhielt die Porzellanfabrik Bauscher den „Innovationspreis 2007 Industrie“ der Initiative Mittelstand in der Unterkategorie RFID.
(Quelle: www.ihk-newsletter.de, 18.05.2007)
Autor: Katja Poser, 24.05.2007
RFID für Forstbetriebe
Im Odenwaldkreis bewirtschaften die Cambium-Forstbetriebe
eine Waldfläche von rund 12 000 Hektar. Im Auftrag der
Besitzer, Privatpersonen und Gemeinden, fällen sie darauf 80
000 Festmeter Rundholz pro Jahr - das entspricht 400 000
Stämmen. Eines der großen Probleme beim
traditionellen Verfahren war die hohe Schwundrate des Holzes auf
dem Weg in die weiterverarbeitenden Betriebe,
erläutert Gerhard Friemel, Inhaber der Cambium-
Forstbetriebe. Häufig gab es eine Minderung von zehn bis
15 Prozent. Das neue Trackingsystem auf RFID-Basis
ermöglicht den Aufbau einer optimierten Informations- und
Prozesskette. Dazu befestigt der Waldarbeiter
beziehungsweise die Holzerntemaschine einen RFID-Tag an dem Stamm.
Der Tag trägt eine ID-Nummer. Sie wird zusammen mit
spezifischen Daten des Holzstammes, beispielsweise Baumart und
Qualität, per Handheld drahtlos an eine zentrale Datenbank auf
der Basis von Progress Software übertragen. Hier
werden alle Informationen zusammengeführt und als Steuerungs-
und Abrechnungsgrundlage eingesetzt.
Realisiert wurde das Projekt vom Systemhaus DABAC in
Abstatt bei Heilbronn, einem Partner von Progress Software
und deren Division ObjectStore. Durch die Übergabe
der Stückdaten und die Integration der verschiedenen
Datenquellen wird eine transparente Verarbeitung in Echtzeit
möglich. Die Schwundrate wird sich auf zirka fünf Prozent
reduzieren. Das bedeutet mehr Umsatz. Hierbei ginge es um bis zu
sechsstellige Euro-Beträge.
(Quelle: COMPUTERWOCHE Mittelstand 3/2005, S. 41)
