Literatur - B2B-Marktplätze und elektronische Beschaffung
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Ergebnisse der Expertengruppe zu B2B-Internet-Handelsplattformen

Autoren: Expert Group on B2B Internet trading platforms (EU)

Quelle: http://europa.eu.int

Im Jahr 2000 erreichte die Anzahl der B2B-Internet-Handelsplattformen den Höchststand. Seitdem herrscht eine bislang noch nicht abgeschlossene Konsolidierungswelle, doch gegenläufig zur öffentlichen Meinung werden Internet-Plattformen relativ häufig genutzt. Zur Zeit wird von einer Zahl von etwa 1.000 B2B-Marktplätzen weltweit und zwischen 300 bis 500 Marktplätzen in Europa ausgegangen. Die erfolgreichsten Branchenumsetzungen sind in den Bereichen Transport und Logistik, Lebensmittel und Getränke, Landwirtschaft sowie der Baubranche zu finden.

Einige Branchen zeichnen sich ebenfalls durch Unterschiede bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie Großunternehmen beim Handel auf Internet-Plattformen aus: im allgemeinen nutzen Großunternehmen eher B2B-Handelsplattformen als kleine Unternehmen. Für 2003 bestätigten ca. 10 % der Großunternehmen die Nutzung, während dies bei KMU nur ca. 5 % angaben. Kleine Unternehmen präferieren Angebote eines einzelenen Käufers/Verkäufers bzw. einer neutralen Partei, während Großunternehmen klar Angebote eines Industriekonsortiums bevorzugen.

Einfache katalogbasierte Angebote und Einkäufe sind die wichtigsten Transaktionstypen, während die Teilnahme an Auktionen eher weniger signifikant ist. Einige Formen von B2B-Handelsplattformen bieten Chancen sowohl für KMU als auch für Großunternehmen: Unternehmen die ihre Kundenbasis verbreitern, neue Partner suchen oder spezialisierte Produkte kaufen bzw. verkaufen möchten finden vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Ebenfalls relevant sind Internet-Plattformen um neue Wege zur Erhöhung von Effizienz und Produktivität zu finden.

Trotz der Entwicklung der letzten Jahre stecken B2B-Internet-Handelsplattformen noch vielfach in den Kinderschuhen. Die Expertengruppe sieht noch Handlungsbedarf bezüglich der folgenden Punkte: Information der Beteiligten, Markttransparenz, Standardisierung, sowie Vertrauen und Sicherheit. Die Verantwortung dafür sollte aber beim privaten Sektor liegen, beispielsweise in der Entwicklung von geeigneten Codes of Conduct oder Mitgliedsbestimmungen.

Der komplette Report (in englischer Sprache) kann unter dem folgenden Link auf den Webseiten der Europäischen Union eingesehen bzw. heruntergeladen werden.