Ersatzteile aus dem Netz
Autoren: o.V.
Quelle: ColorNews, Ausgabe 04.02, S.6.
Das größte Lager mit Ersatzteilen liegt nur einen Mausklick von Ihnen entfernt. Ersatzteile aus dem Internet - virtueller Spieltrieb oder realer Nutzen?
Die Abneigung - oder auch nur die Scheu vor dem Internet - nimmt ständig ab. Immer mehr Betriebsinhaber finden gefallen am E-Commerce oder dem B2B-Handel. Wilhelm Hülsdonk, Sprecher der Bundesfachgruppe der freien Werkstätten im Vorstand des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und Werkstattbetreiber aus Voerde, sieht genau in diesem Punkt eine Chance für die Branche: "Dass der elektronische Handel nicht mehr aufzuhalten ist, hat nicht zuletzt mit dem aktuell stattfindenden Generationswechsel zu tun. In meinem Betrieb sind es gerade die jungen Leute, die problemlos auf das neue Medium reagieren. Und für die anderen Mitarbeiter gilt: Wenn man sich an das Internet erst einmal gewöhnt hat, fragt man sich: Wie habe ich das eigentlich früher gemacht?"
Die Automobilbranche entdeckte den Nutzen des elektronischen Handels schnell für sich. So haben im Jahr 2001 die Automobilhersteller DaimlerCHrysler, Ford, GM und andere Unternehmen der Automobilwirtschaft gemeinsam die Internet-Einkaufsplattform Covisint errichtet - ein virtueller Marktplatz für Fertigungsteile. Dass der Autoteilehandel ein interessanter Markt ist, zeigen die aktuellen Bemühungen von IT-Unternehmen wie TradeLog, bei denen neben HUCON Multimedia und P.I.T.S. mit gedas auch eine VW-Tochter maßgeblich beteiligt ist. Im Bereich des freien Autoteilehandels ist das Potential sehr groß und noch längst nicht erschöpft. Internetteilehändler wie Renet oder Teile Meile sind bereits zu großen virtuellen Marktplätzen avanciert, auf denen Restbestände gehandelt werden. Doch noch nehmen nicht alle Werkstätten davon Notiz. Eine Werkstattumfrage des Gesamtverbandes Autoteilehandel e.V. (GVA) aus dem Jahr 2001 dokumentiert, dass nur 63,8 % aller befragten Werkstätten überhaupt über einen Internetanschluss verfügen.
