EU-Studie unterstreicht Wirtschaftlichkeit von Open Source
Die Europäische Kommission hat eine Studie zur Wirtschaftlichkeit von freier Software veröffentlicht, in der die weitere Förderung von Open Source empfohlen wird. Da Firmen Entwicklungskosten einsparen könnten, habe freie Software direkt Einfluss auf die Wirtschaft, so die Autoren.
Die unter der Leitung der Universität Maastricht geführte "Study on the Economic impact of open source software on innovation and the competitiveness of the Information and Communication Technologies (ICT) sector in the EU" (PDF) entstand bereits im November 2006, wurde jedoch erst jetzt auf den Seiten der Europäischen Kommission veröffentlicht. Darin wird die Rolle freier Software in der Wirtschaft sowie ihr direkter Einfluss auf den Informations- und Kommunikationstechnologie-Sektor untersucht. Dabei kommen die Autoren der Studie zu dem Schluss, dass insbesondere der Marktanteil bei Betriebssystemen in Europa höher sei als in den USA.
Weiterhin geht aus der Studie hervor, dass die generelle Marktpenetration freier Software sowohl bei Firmen als auch im öffentlichen Sektor hoch sei.
Der indirekte Einfluss freier Software liege beispielsweise im Einsparungspotential von 36 % in Forschung und Entwicklung, die sich wiederum in neue Innovationen investieren ließen. Somit sei eine Umstellung von proprietärer Software in der Regel mit Einsparungen verbunden, die aber erst langfristig zu erreichen seien, da besonders zu Beginn Schulungskosten und Ähnliches anfielen.
Weitere Erkenntnisse der Studie finden Sie unter ec.europa.eu.
