Praxisbeispiel - Logistik
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Freight Traders - Frachtenbörse und Transportmarktplatz

http://www.freight-traders.com

Frachtenbörsen und Transportmarktplätze wachsen zweistellig. Zu diesem Wachstum steuert die Lebensmittelindustrie erheblich bei: So weisen Verlader wie Coca-Cola, Colgate, Palmolive Beiersdorf und Unilever über die Internet-Plattform der Mars-Tochter Freight Traders Transportkontrakte in zweistelliger Millionenhöhe aus.

Die Internet-Plattform sieht sich dabei selbst als "Logistik-Beratungsunternehmen für den Transporteinkauf". Bernhard Reichert, Geschäftsführer der BTK Spedition in Raubling lobt besonders die Tatsache, dass es bei Freight Traders keine "anonymen Angebote" gibt, wie sie etwa bei dem Konkurrenten Cargoclix existieren. "Ich gebe keine Angebote ab, wenn ich nicht weiß, welcher Verlader dahinter steht", so Reichert weiter. Besonders positiv ist auch die Bid-Upload-Funktion: Damit können Spediteure für die jeweiligen Angebote eine passende Excel-Datei von Freight Traders herunterladen und dann offline ihre Preise kalkulieren und ihr Angebot umgehend wieder an die Plattform senden. Dabei wird regelmäßig auch bei anderen Fracht- und Ladebörsen wie etwa bei Timocom, Transporeon und Cargoclix nach Ladung und Angeboten gesucht. Neben BTK lasten bei Freight Traders über 2.600 registrierte Speditionen ihre LKW mit Ladung und Kontrakten auf Jahresbasis aus.

Trotz der guten Zukunftsaussichten ist das Wachstum der Branche begrenzt. Laut Jens Thiermann, Timocon-Geschäftsführer, werden die Frachtenbörsen maximal zehn Prozent am gesamten Frachtaufkommen ausmachen. Grund für das begrentzte Wachstum, so Jutta Combüchen von Timocon, ist die Tatsache, dass die Frachtenbörsen ein Komplementärprodukt zu bestehenden Angeboten sind.

Alle Börsen bieten Geschlossene Benutzergruppen (GBG) oder Partner-User-Groups (PUG) als 'Börse in der Börse' an. Darüber werden Frachten und Laderaum bevorzugt an eigene Niederlassungen oder feste Partner vergeben, die mehr als 100 Teilnehmer einschließen können. Vor allem große Transportunternehmen wie Schenker, Gefco oder Thiel bleiben gerne unter sich. Circa 38.000 Mal wählen sich die Benutzer pro Monat im System ein, um im Monatsdurchschnitt 2.500 leere Fahrzeuge bzw. 5.600 Frachten in die Datenbanken einzupflegen.

(Quelle: Lebensmittelzeitschrift, Nr. 40 vom 7. Oktober 2005, S. 72)