Friktionen im Markt für Zahlungsabwicklungen: Hemmnis für den E-Commerce?
Autoren: Sebastian van Baal, Karsten StrobornPreis: 30,00 Euro zzgl. Versandkosten, inkl. MwSt. diesen Artikel in den Warenkorb legen
Nach der Phase der Internet-Begeisterung und der darauf folgenden Ernüchterung scheint im E-Commerce Realismus eingekehrt zu sein. Für einen großen Teil der Bevölkerung ist das World Wide Web zu einer normalen und alltäglichen Option geworden, um sich mit Waren, Informationen und Dienstleistungen zu versorgen. Wenngleich die meisten der frühen Prognosen zum Gesamtumsatz im Internet unerfüllt geblieben sind, verzeichnen viele Anbieter bereits hohe Absatzzahlen und Gewinne.
Gerade in dieser Phase des Realismus stellt sich die Frage, ob das Business-to-Consumer-Transaktionsvolumen im Internet nun ein 'natürliches Niveau' erreicht hat oder ob es nach wie vor Faktoren gibt, die den E-Commerce nicht zu seiner vollen Entfaltung kommen lassen. Die mittlerweile relativ treffsicheren Prognosen der großen Verbände in Deutschland gehen davon aus, dass das Umsatzvolumen in Internet weiterhin steigen wird. Die Vorhersagen basieren meist darauf, dass die Zahl der im E-Commerce aktiven Akteure sowohl auf Nachfrage- als auch auf Angebotsseite steigt. Speziell den Verbrauchern wird weiterhin nachgesagt, dass sie mit steigender Internet-Erfahrenheit auch mehr Waren auf elektronischem Weg beziehen werden.
Dies sind nahe liegende Annahmen in Bezug auf die Vergrößerung des Marktvolumens; es gibt jedoch vermutlich auch strukturelle Hemmnisse für den E-Commerce. Ein mögliches Hindernis, das besonders häufig in Presse, Öffentlichkeit und Fachgemeinschaft diskutiert wird, betrifft die Zahlungsabwicklung im Internet: Aufgrund des Distanzprinzips beim Online-Shopping wird diese zum Problem, denn der gleichzeitige Austausch von Ware gegen Geld ist bisher nur unter Einschränkungen zu realisieren. Eine nahe liegende Vermutung ist daher, dass das Transaktionsvolumen im Internet selbst für die bestehende Anzahl und Erfahrenheit der Marktteilnehmer noch nicht seine (gesellschaftlich) optimale Höhe erreicht hat und dass insbesondere die Zahlungsabwicklung einer der Gründe für dieses 'partielle Marktversagen' ist. Wird der E-Commerce dadurch behindert, dass die momentan verfügbaren Systeme zur Bezahlung von Leistungen, die per Internet in Anspruch genommen werden, unzureichend sind? In dem Beitrag wird versucht, eine Antwort auf diese Frage zu finden.
Die Grundlage der Ausführungen sind Vorab-Ergebnisse der Untersuchung 'Internet-Zahlungssysteme aus Händlersicht 2 (IZH2)', die das ECC Handel zusammen mit dem Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung, Lehrstuhl Geld und Währung der Universität Karlsruhe (TH) und der fiveforces GmbH, Barendorf, durchgeführt hat.
Der Beitrag ist Bestandteil der Veröffentlichung 'Handel im Fokus - Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung' (Heft II, 2004, S. 108-121), die für € 30 zzgl. Versandkosten bestellt werden kann. Nähere Informationen zu allen Beiträgen dieses Heftes finden Sie hier.
Diesen Artikel können Sie als Datei erhalten. Information zu Preis und Bezug finden Sie unter dem folgenden Link.
Friktionen im Markt für Zahlungsabwicklungen: Hemmnis für den E-Commerce?
