Quelle: Bundesstelle für Außenhandelsinformationen (Hrsg.), Köln 2001
Der Markt für gebrauchte Maschinen und Anlagen hat Konjunktur. Vor allem in Schwellenländern macht er bis zu einem Drittel des gesamten Branchenumsatzes aus. Zur immer wichtigeren Plattform für den weltweiten Handel mit Produktionsmitteln aus zweiter Hand ist in nur wenigen Jahren das Internet geworden.

Der Gebrauchtmaschinen-Boom hat nach Beobachtungen der Bundesstelle für Außenhandelsinformationen (bfai) mehrere Gründe: Zum einen sind Second-Hand-Ausrüstungen üblicherweise schneller verfügbar als neue. Zum anderen sind sie preiswerter und ermöglichen Ländern in Osteuropa sowie Entwicklungs- und Schwellenländer überhaupt erst die Produktionsaufnahme. Aber auch Kunden in klassischen Industrieländern kaufen nach Angaben der Servicestelle des Bundeswirtschaftsministeriums immer öfter gebrauchte Maschinen.

Größter Einzelmarkt für Gebrauchtmaschinen sind die USA mit einem Volumen von rund 80 Milliarden DM. Die EU kommt auf 90 Milliarden DM und Deutschland auf 30 Milliarden DM.

Neben der für Verkäufer oft unerlässlichen Präsenz vor Ort wurde inzwischen das Internet zum zentralen Marktplatz für Gebrauchtmaschinen: heute gibt es für sie rund 40.000 Handelsforen im Web, im Frühjahr 1999 waren es erst 300.

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