Eine bedeutende Zielgruppe des Internet-Shoppings stellen Berufstätige dar, welche vor allem die Bequemlichkeit und die Unabhängigkeit von Ladenöffnungszeiten zu schätzen wissen. Diese Vorzüge werden allerdings nur dann wirksam, wenn die online bestellte Ware auch zugestellt werden kann. Die Heimlieferung erweist sich bei dieser Zielgruppe als wenig praktikabel.
Alternativ wird schon seit einiger Zeit die Distribution über so genannte Pick-Up-Points diskutiert. Die Zustellung der Ware erfolgt dabei beispielsweise über Tankstellen oder eigens eingerichtete Punkte (z. B. das Pilotprojekt tower24.de), welche die Konsumenten leicht auf dem Weg vom oder zum Arbeitsplatz erreichen können und die im Idealfall rund um die Uhr geöffnet sind.
Eine Befragung auf der Website des ECC Handel hat ergeben, dass nur 11,4 % der Befragten die Zustellung über solche Pick-Up-Points präferieren. Auf die Frage "Wie möchten Sie online bestellte Ware erhalten?" antworteten hingegen 28,6 %, dass sie die Lieferung an den Arbeitsplatz bevorzugen. Die größte Bedeutung kommt nach wie vor der Heimlieferung mit 54,3 % zu.
Auch eine Marktanalyse von The Consulting Company (TCC) kommt zu diesen Ergebnissen. Die Kunden des Internet- und Versandhandels wollen die Ware auch wirklich geliefert bekommen - und nicht abholen. Daher geht der Trend eher in Richtung Ausdehnung der Zustellzeiten. Für das Jahr 2004 prognostiziert TCC, dass bis zu 90 Prozent der Sendungen ihren Empfänger tatsächlich zu Hause erreichen.
Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse muss in Frage gestellt werden, ob sich der Aufbau eines flächendeckenden Systems von Pick-Up-Points überhaupt lohnt.
(2001)
