Inhaltsverzeichnis

Und wie sieht Ihre Website auf einem Smartphone aus?

Nicht nur die Hersteller von internetfähigen Mobiltelefonen und Smartphones, auch die Software-Entwickler der mobilen Betriebssysteme haben in den vergangenen Jahren endlich einen soliden Grundstein für eine erfolgsversprechende mobile Zukunft gelegt. Anbieter von Mobilfunkverträgen nutzen die positive technische Entwicklung und bieten immer kostengünstigere Tarife an, die es dem Kunden beispielsweise durch Flatrates ermöglichen, Internet-Anwendungen zeitlich unabhängig zu nutzen.

Für den Konsumenten entsteht damit der lang ersehnte Mehrwert, ortsunabhängig, schnell und einfach mit dem entsprechenden mobilen Endgerät das Internet zu besuchen. Der Studie "Global Telecoms Insights 2009" von TNS Infratest zufolge geben 60 Prozent der Befragten an, ein internetfähiges Mobiltelefon zu besitzen. Dies spiegelt sich auch in der Nutzungsintensität und Nachfrage mobiler Endgeräten wider. Derzeit nutzen ca. 20 Prozent das mobile Internet auf ihren Endgeräten. 41 Prozent bekunden Interesse an mobiler Internetnutzung. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) prognostiziert für das Jahr 2010, dass voraussichtlich etwa 8,2 Millionen Smartphones verkauft werden. Dies entspricht einem Zuwachs von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jedes Dritte verkaufte Endgerät wird damit ein Smartphone sein.

Die Marktakteure haben es somit endlich geschafft, das Mobile-Business voran zu treiben. Nachfrage und Potenzial sind endlich da und die zukunftsentscheidende Richtung ist vorgegeben. Nun hackt es an der nächsten Stelle: Die deutschen Händler bieten nur zurückhaltend mobile Websites und Smartphone-Sites an.

Abbildung der Wertschöpfungskette bei internetfähigen Mobiltelefonen

Erfolgreicher Vorreiter sind mobile Applikationen

Das zurückhaltende Verhalten der Anbieter ist verwunderlich, denn im Bereich der mobilen Applikationen werden alleine nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Gartner im Jahr 2009 plattformübergreifend 2,52 Milliarden mobile Applikationen heruntergeladen. Für 2010 prognostiziert das Unternehmen, dass die Anzahl der heruntergeladenen Applikationen sogar um 79 Prozent auf 4,5 Milliarden steigen soll. Dies entspricht einem Umsatz von 6,77 Milliarden Dollar. Die prognostizierten Zahlen weisen auf ein enormes Potenzial des mobilen Kommunikationsmarktes hin.

Ein Grund dafür, dass Händler selten optimierte Mobile- und Smartphone-Site anbieten, besteht darin, dass auf dem neuen Kommunikations- und Vertriebskanal noch große Unsicherheit herrscht. Informationen überschlagen sich, Hilfestellungen für eine erfolgreiche Integration in die Unternehmensabläufe fehlen ebenso wie das notwendige Kleingeld um etwaige Fehlschlüsse zu finanzieren.

Der vorliegende Beitrag soll ein wenig Unterstützung für einen gelungenen Internetauftritt schaffen. Im Folgenden werden zwei Möglichkeiten der Unternehmenspräsentation auf mobilen Endgeräten dargestellt.

Darstellung der Website über Mobile- und Smartphone-Site

Generell lassen sich Websites auf zwei Arten auf dem Endgerät darstellen. Es gibt so genannte Mobile-Sites auf der einen Seite, außerdem gibt es die Smartphone-Sites, die das "echte Internet" auf dem Endgerät versprechen. Je nach mobilem Endgerät ist die Software automatisch dazu in der Lage, den jeweiligen Seitentyp zu erkennen und zu öffnen. Auch wenn ein Unternehmen sich nicht mit dem Kanal beschäftigt, kann es auf diese Weise durchaus im mobilen Netz präsent ist.
Die Kunden rufen die Website einfach über ihr Smartphone auf - ob Sie wollen oder nicht. Es stellt sich vor diesem Hintergrund  die Frage, welche Darstellungsform Sie für Ihr Unternehmen wählen sollten.

Mobile-Sites

http://mobabled.com/wp-content/uploads/bmw.png

Auf mobilen Websites, die durch die Endung ".mobi" gekennzeichnet sind, wird das stationäre Internet nur in einem reduzierten Umfang dargestellt. So wird das Gerät durch den Datenaustausch nicht überlastet. Um den der Nutzer nicht zu überfordern, sollte ein Unternehmen nur die wesentlichen Funktionen anbieten und dem Nutzer die Verwendung der mobilen Internetseite so einfach wie möglich gestaltet.

 

Der Ad-hoc Studie "Im Focus 07" zufolge stellt für über 70 Prozent der befragten Personen die schlechte Darstellung der Seiten ein Problem für die Nutzung dar. Jeder fünfte Konsument würde mobil shoppen, wenn der ausgewählte Versandhändler eine für das Endgerät optimierte Seite anbieten würde. In der Abbildung ist exemplarisch die mobile Website von BMW dargestellt. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie Informationen kompakt dargestellt werden können. Die Kosten für eine ".mobi"-Domain liegen bei knapp 30 Euro im Jahr. Wer Websites selber erstellen möchte, sollte die Programmiersprache XHTML lernen oder vertiefen.

Smartphone-Sites

Smartphones können das stationäre Internet weitgehend komplett auf dem Endgerät darstellen. Dies kann für die Unternehmen Fluch und Segen zugleich sein. Sie sollten bei der Gestaltung der stationären Website stets darauf achten, dass die Seite auch auf dem Smartphone angezeigt werden kann. So können Animationen nicht auf dem Smartphone abgespielt werden und zu lästigen Fehlmeldungen führen. Darüber hinaus sollten Sie die Datenmenge in Maßen halten, so dass die Internetverbindung möglichst schnell bleibt. Wie ihre aktuelle Internetpräsenz bei einem Aufruf über ein Smartphone aussieht, können Sie sich auf der Webseite von mobiReady kostenfrei darstellen und prüfen lassen. Wer auf sich automatisch auslösende Videos beim Betreten einer Website verzichtet, kann diese durch wenige Neueinstellungen wesentlich Smartphone-freundlicher gestalten.

Der mobile Internetauftritt

Abbildung zu den Stärken und Schwächen von mobilen Internetauftritten

Für die Planung des mobilen Internetauftritts sollten Sie in Erfahrung bringen, welche Endgeräte von der überwiegenden Mehrzahl ihrer Zielgruppe verwendet werden. Je nach Endgerät und Betriebssystem lassen sich nur bestimmte Seiten oder Anwendungen verwenden. Stationäre Webseiten lassen sich beispielsweise nicht von älteren Mobiltelefonen öffnen.

Beide Möglichkeiten bieten die Anzeige von Texten und Bildern. Sobald jedoch Videos angezeigt werden sollen, sollte sich ein Unternehmen für die Mobile-Site entscheiden. Diese wurde für den Zugriff durch ein ein mobiles Endgerät entwickelt. Der Seitenaufbau wird nicht durch zu große Datenmengen verlangsamt. Beim Internetzugriff über einSmartphone werden die Daten von der stationären Internetseite bezogen. Es kann zu Problemen kommen, wenn die Seite ausschließlich für einen Computerzugang entwickelt wurde.

Insbesondere bei der Verwendung komplexer Funktionen (siehe Buchungsfunktion) sollte ein Unternehmen eher eine App anbieten. Eine mobile Applikation kann beispielsweise eine Buchungsfunktion beinhalten, durch die der Nutzer eine Reservierung in einem Restaurant vornehmen kann. Mehr zur Bedeutung von Apps für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) finden sie auf der Website des ECC-Handel.

Die Funktionalitäten machen sich in den Entwicklungskosten bemerkbar. Je höher die Funktionalität und je besser die Anpassung an das Endgerät, desto höher werden auch die Kosten.

Fazit

Der mobile Internetauftritt sollte genauso gut überlegt und vorbereitet werden, wie der gewöhnliche Internetauftritt. Die Darstellung sollte je nach Zielgruppe und deren Endgeräten angepasst werden. Schließlich repräsentiert die Website das Unternehmen und sollte keinen schlechten Eindruck hinterlassen.

Autoren:

Die Bedeutung von Apps für kleine und mittlere Unternehmen

In der mobilen Smartphone-Welt werden die Karten neu gemischt

In den letzten Jahren hat sich die Technik der Mobiletelefone stark weiter entwickelt. Mittlerweile nehmen dabei Smartphones einen immer höheren Stellenwert ein und werden langfristig die bisherige Handy-Generation ersetzten.

Wie bei herkömmlichen Computern oder Notebooks benötigen auch Smartphones ein Betriebssystem, um die integrierte Hardware optimal nutzen zu können. Während die mobilen Betriebssysteme Windows Mobile, Symbian und Android auf verschiedenen Smartphones zu finden sind, ist RIM OS nur für besonderen Wettbewerbsdruck, da jeder Anbieter versucht sein Betriebssystem am Markt zu etablieren. Das Komplettpaket muss den Konsumenten aus dem technischen Aspekt der Hardware genau so überzeugen, wie die Leistungsstärke in Form der Software.

Quelle: http://www.gartner.com/

Potenzial des Marktes für mobile Applikationen

Mobile Applikationen, sogenannte Apps, sind Anwendungen, die dem Nutzer helfen, Services auf ihrem Smartphone über das Internet zu verwenden. Wie auf einem gewöhnlichen Computer erweitern diese Applikationen die Anwendungsvielfalt des Endgerätes für bestimmte Betriebssysteme und schaffen damit eine wesentliche Differenzierungsmöglichkeit gegenüber den Wettbewerbern.

"Survival of the fittest"

Für Unternehmen ist es in dieser Entwicklungsphase wichtig möglichst schnell einen breiten Kundenstamm aufzubauen, da dieser einen selbstverstärkenden Mechanismus haben kann. So führt eine höhere Nutzeranzahl dazu, dass sich neue potenzielle Kunden für einen bestimmten Anbieter entscheiden, da bereits bestehende Kunden überwiegend diesen Anbieter verwenden. In diesem Fall kommt es zu einer "Sogwirkung" und es kommen noch mehr neue Kunden hinzu. "Diejenigen, die sich am besten den Kundenbedürfnissen anpassen, werden die größten Chancen haben, sich am Markt zu etablieren.", sagte Sammar Keddo, M-Commerce-Spezialist beim ECC-Handel.

Für die Kunden hat diese Marktsituation den Vorteil sich nicht notgedrungener Weise auf einen Anbieter festlegen zu müssen. Die hohe Dynamik impliziert zudem einen hohen Abwechslungsreichtum. Im Endeffekt entscheiden die Nutzer über den Erfolg - nur Apps mit Mehrwert werden im Web bestehen.

Quelle: http://www.apple.com

Vorreiter in dem Marktsegment der mobilen Applikationen ist Apple mit dem Appstore. Von 2008 bis Mitte 2009 konnte Apple schon 65.000 Anwendungen anbieten, die schätzungsweise 1,5 Milliarden mal heruntergeladen wurden. Mittlerweile stehen mehr als 100.000 Anwendungen zum Download bereit.

 

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Gartner wurden 2009 plattformübergreifend 2,52 Milliarden mobile Applikationen heruntergeladen. Für 2010 prognostiziert das Unternehmen, dass die Anzahl der heruntergeladenen Applikationen sogar um 79 Prozent auf 4,5 Milliarden steigen soll. Dies entspricht einem Umsatz von 6,77 Milliarden Dollar.

In sieben Schritten zur eigenen mobilen Applikation

Um auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu diesem mobilen Markt zu öffnen werden im Folgenden in Anlehnung an Thomas Fleck, dem Geschäftsführer der Agentur Netresearch, sollten folgende Schritte bei der Entwicklung einer mobilen Applikation beachtet werden:

  1. Die Verantwortlichen sollten sich bewusst sein, mit welcher Zielgruppe sie es zu tun haben und welche mobilen Endgeräte sie bevorzugen. In der Regel besteht ein fester Zusammenhang zwischen dem Endgerät und dem mobilen Betriebssystem. Momentan zeichnet sich noch kein eindeutiger Trend ab, welches mobile Betriebssystem sich am Markt in Zukunft durchsetzen wird.
  2. Die Entwickler sollten sich darüber hinaus die Frage stellen, welchen Zweck die mobile Applikation erfüllen soll. Soll sie als weiterer Absatz- und Präsentationskanal fungieren, oder ist sie als reine Marketingkampagne zu verstehen?
  3. Die verschiedenen Smartphone-Hersteller bieten zwar weitgehend ähnliche Hardware, wie zum Beispiel, Bluetooth, Kamera, GPS und Personalisierung an, jedoch gibt es auch technische Besonderheiten an einigen Endgeräten, wie ein vollständiges Touchscreen oder eine vollständige Tastatur. Dies bietet Chancen aber auch Risiken und sollte, wenn möglich, berücksichtigt werden.
  4. In der Regel steht für den Nutzer der Spaß im Vordergrund und nicht die technologische Vielfalt der Anwendung. Für den Nutzer sollte schnell ersichtlich sein, welchen Mehrwert er aus der Applikation ziehen kann.
  5. Außer den technischen Aspekten sollte bei der Entwicklung einer Applikation ebenfalls auf die externen Einwirkungen auf den Nutzer geachtet werden. Der Nutzer ist häufig durch die Außenwelt abgelenkt und verwendet das Gerät meist nur während kurzer Zeitabschnitte. Die Bedienung der Software muss demnach intuitiv möglich sein und den Nutzer nicht langweilen. Lästige Ladezeiten können beispielsweise durch kleine Animationen überbrückt werden.
  6. Das Projekt Mobile-Commerce sollte als Stufenmodell und langfristig verstanden werden. Der Nutzer sollte nicht durch eine Masse an Features überflutet werden. Der mobile Absatzkanal ist besonders dann erfolgreich, wenn nach und nach neue Erweiterungen hinzukommen. Eine schrittweise Erweiterung der Anwendungen hat den Vorteil, dass sich die Nutzer für die Applikation immer wieder neu begeistern können und die Nutzerzahlen zumindest konstant bleiben, wenn nicht sogar erhöht werden.
  7. Die mobilen Applikationen sollten zunächst nur auf einer einzigen Plattform angeboten werden. Es können Lern-Erfahrungen gesammelt werden und die Software bei Problemen angepasst werden, so dass die Qualität gesteigert werden kann. Das Ziel sollte es immer sein, den Kunden zufrieden zu stellen und letztlich den Erfolg des neuen Verkaufskanals zu sichern.

Ebay folgt dem Trend

Das Auktionshaus eBay ist ebenfalls auf das Potenzial des Mobilen-Marktes aufmerksam geworden und bietet mittlerweile in den Vereinigten Staaten ein eBay-App an. Dieses kann direkt über den Appstore auf das iPhone oder das Blackberry heruntergeladen werden. Die Bieter sind somit für die Transaktionen nicht mehr auf einen stationären Computer angewiesen und können dadurch auch von unterwegs aus mitbieten oder versteigern. Mit Hilfe der Applikation "eBay Mobile" bietet eBay den Nutzern verschiedene Funktionen an, die sie durch die reguläre Verwendung des Marktplatzes schon kennen. Die Nutzer können unter anderem direkt auf die eBay-Suche und "Mein eBay" zugreifen, darüber hinaus können Artikel beobachtet werden. Für den Fall, dass es zu Änderungen beim beobachteten Artikel kommt, werden die Nutzer durch eine Benachrichtigung darüber informiert.

Laut einer Pressemitteilung von eBay haben bisher schätzungsweise 6 Millionen Menschen alleine die eBay Appklikationen auf ihrem iPhone installiert. Täglich nutzen circa 750.000 Einzelbesucher diese Applikation. Die eBay-Käufer und Händler haben im Jahr 2009 mehr als eine halbe Milliarde Dollar bei Transaktionen über mobile Endgeräte generiert.

Quelle: http://www.apple.com/

Fazit

Der Markt für mobile Applikationen ist noch jung, verfügt jedoch jetzt schon über ansehnliche Umsätze und Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre. Die Dynamik des Marktes erfordert jedoch eine ständige Anpassung von den Mobiltelefonherstellern und den Softwareentwicklern. Der Weg zum Erfolg ist vielseitig, jedoch ist die Kombination aus einem erfolgreichen Gerät und einer intuitiv nutzbaren Applikationsplattform zum Download der Applikationen eine wesentliche Grundlage.

Kleine und mittlere Unternehmen sollten sich keinesfalls von den Umsätzen blenden lassen, denn es kommen ebenso eine Reihe von Kosten auf sie zu. Entwicklungskosten für die Applikationen müssen ebenso einkalkuliert werden, wie mögliche Abgaben an den Betreiber der Plattform. Die Entwicklungskosten für eine Applikation liegen je nach Mobiltelefontyp bei etwa 5.000 bis 8.000 Euro. Für aufwendige Entwicklungen, die dem Konsumenten beispielsweise Buchungsmöglichkeiten bieten, muss jedoch mit Kosten bis zu 30.000 Euro gerechnet werden.