IFH führt Stimmungsbarometer für den Apothekenmarkt ein - erste Ergebnisse bereits veröffentlicht
Nun verfügen auch die deutschen Apothekerinnen und Apotheker über ein eigenes Stimmungsbarometer. Das Institut für Handelsforschung (IfH) initiiert mit dem APOkix (Apotheken-Konjunkturindex) erstmalig ein verlässliches Instrument zur kontinuierlichen Messung der wirtschaftlichen Stimmung im Apothekenmarkt. Mit dem APOkix ermittelt das IfH monatlich Einschätzungen zur Geschäftslage und zu den Geschäftserwartungen. Die "Frage des Monats" bildet die Meinungen der Apothekerschaft zu aktuellen Marktentwicklungen ab.
An der ersten Erhebung im September 2010 beteiligten sich bereits 250 Apothekeninhaberinnen und -inhaber. Diese beurteilen die gegenwärtige Geschäftslage ihrer Apotheken mehrheitlich (58,8 %) als befriedigend. Weitere 21,2 % der befragten Apothekerinnen und Apotheker bewerten die Situation als gut. Jeder Fünfte teilt diese positive Einschätzung jedoch nicht, sondern wertet die gegenwärtige Geschäftslage als schlecht. Deutlich negativer wird die zukünftige Geschäftsentwicklung beurteilt: 61,6 % fürchten eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation, lediglich jeder Zehnte erwartet eine positive Entwicklung und 27,8 % erwarten keine gravierenden Veränderungen.
Als Ursachen für die mehrheitlich pessimistischen Zukunftsaussichten sind insbesondere das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG), die Diskussionen zum heilberuflichen Honorar und zum Kassenabschlag sowie die geplante Anpassung der Großhandelsvergütung zu nennen. Vor allem die geplante Änderung der Großhandelsvergütung bereitet den Apothekerinnen und Apothekern Sorgen: Neun von zehn der Befragten (91,0 %) gaben an, dass sich hierdurch die wirtschaftliche Situation ihrer Apotheken massiv verschlechtern werde.
(Grafiken zum Vergrößern bitte anklicken)
Ausführliche Informationen zum APOkix und zur Teilnahme für Apothekenleiterinnen und -leiter

