Affiliate-Marketing als Bereich des Online-Marketings beschreibt ein Marketing- und Vertriebskonzept für den E-Business-Bereich, das auf dem Grundgedanken einer Partnerschaft beruht. Charakteristisch für diese Kooperationsform ist die Dreiecksbeziehung zwischen einem Verkäufer (Merchant), einem zwischengeschalteten Unternehmen (Affiliate) und einem Internetnutzer (potenzieller Käufer). Der Verkäufer hat die Möglichkeit, die Website des Affiliates als Werbeträger zu nutzen, sodass dieser die Rolle eines Vermittlers zum potenziellen Kunden einnimmt. Ein Verkäufer kann auf diese Vermittlungstätigkeit zurückgreifen, wenn seine Angebote auch für Zielgruppen von Interesse sind, die gegebenenfalls nicht mit dessen eigener Website in Kontakt kommen. Er hat somit die Möglichkeit, bestehende Websites mit attraktiven Zielgruppen oder ergänzenden Inhalten zum Ausbau des eigenen Vertriebsnetzes sowie zur Umsatzgenerierung zu nutzen.
Für die Berechnung der Provision finden in der Praxis häufig die folgenden Modelle Verwendung:
- Proivsion pro Mausklick auf den Werbelink des Verkäufers (Pay-per-Click)
- Verkaufsprovision (Pay-per-Sale, Pay-per-Use)
- Prämie pro vom Website-Besucher ausgefülltem Kontaktformular (Pay-per-Lead).
Zur technischen Umsetzung des Affiliate-Marketing existieren grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten: zum einen der Aufbau eines eigenen Partnernetzwerks,zum anderen der Anschluss an ein bestehendes Affiliate-Netzwerk.
Im letzteren Fall stellen Programmbetreiber die Technologie bereit und ermöglichen dem Verkäufer, bereits zu Beginn der Werbeaktivitäten auf einen großen Pool vorhandener Partner zurückzugreifen.
Die Erscheinungsformen lassen sich in linkbasiertes und integratives Affiliate-Marketing unterscheiden. Im ersten Fall schaltet der Partner auf seiner Website einen Hyperlink, der den Besucher auf die Seite des Merchants weiterleitet, auf der dann der eigentliche Verkauf stattfindet. Integratives Affiliate-Marketing ermöglicht das Einbinden von Waren und Dienstleistungen des Verkäufers direkt auf den Partnerseiten. Durch eine integrierte Kaufapplikation können diese vom Affiliate direkt über den eigenen Online-Shop vertrieben werden.
Quellen:
- Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (Hrsg.): Katalog E, Definitionen zu Handel und Distribution, 5. Ausgabe, Köln, 2006.
- Hudetz, K., Kaapke, A.: Lexikon Handelsmanagement, Controlling - Führung - Marketing, Frankfurt am Main, 2009.
Autor:
- Maria Klees, 08.09.09
E-Mail-Marketing bezeichnet eine Form des Direkt-Marketings, bei der mit Hilfe von elektronischer Post versucht wird, eine Kommunikationsbeziehung zu bestehenden und poteziellen Kunden aufzubauen. Ziele des E-Mail-Marketing sind neben einer Umsatzsteigerung die Erhöhung des Marktanteils, des Bekanntheitsgrades sowie eine Verbesserung des Images. Bestandteile einer E-Mail-Marketing-Kampagne können klassische Werbemails, Pressemitteilungen, Newsletter und Mailing-Listen sein. Werden Werbebotschaften verschickt, ohne dass sich die Empfänger aktiv für den Informationsdienst registriert haben und/oder ohne diese als Werbebotschaften zu kennzeichnen, gilt dies als sogenanntes "Spamming" und ist grundsätzlich wettbewerbswidrig.
Vorteile des E-Mail-Marketing sind in den geringen Kosten durch den Wegfall von Papier- und Portokosten, der Reduktion des Personalaufwandes und der schnellen Zustellung zu sehen. Zusammen mit hinterlegten Persönlichkeitsprofilen bietet sich die Möglichkeit einer individuellen Zielgruppen- oder Kundenansprache. Durch den Einsatz von HTML-Elementen lassen sich die Nachrichten im Vergleich zur reinen Textform optsich ansprechender darstellen. Ein zusätzlicher Nutzen ergibt sich zudem aus der einfachen Effizienzprüfung der Maynahme und der zeitunabhängigen Erreichbarkeit der Empfänger.
Diese Effizienz kann sich allerdings bei übermäßiger Beanspruchung des Mediums E-Mail verringern. Insbesondere unseriöse Inhalte und die Klassifikation der Werbebotschaft als Spam können sich image- und damit auch geschäftsschädigend auswirken.
Quellen:
- Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (Hrsg.): Katalog E, Definitionen zu Handel und Distribution, 5. Ausgabe, Köln, 2006.
- Hudetz, K., Kaapke, A.: Lexikon Handelsmanagement, Controlling - Führung - Marketing, Frankfurt am Main, 2009.
Autor:
- Maria Klees, 08.09.09
Ein kostengünstiger und besonders effektiver Weg, Produkte und Dienstleistungen bekannt zu machen, ist Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (engl.: Public Relations (PR)). Online-PR führt diese mit den Mitteln des Internets weiter. Die zielgerichtete und erfolgreiche Online-Kommunikation setzt bei der eigenen Website an und beinhaltet E-Mail-Kontakte, Online-Veröffentlichungen, Veranstaltungen im Internet und viele weitere Maßnahmen.
Die Methode: Zielgruppe und Multiplikatoren aktivieren
Wenn die Website zu wenig Besucher hat, ein neues Produkt kaum bekannt ist oder eine Dienstleistung nicht genutzt wird, kann man diesen Herausforderungen mit Public Relations entgegen treten.
Public Relations zielt im Gegensatz zu Werbung vor allem auf Multiplikatoren ab: Journalisten die ihren Lesern eine Webseite empfehlen; Webmaster, die in ihrer Community über ein Produkt berichten; und weitere Meinungsbildner, sowohl in online- als auch in offline-Bereichen.
Online-PR ist durch eine besonders effiziente Arbeitsweise gekennzeichnet. Ein Beispiel hierfür ist die Pressearbeit: Während in der klassischen Öffentlichkeitsarbeit Fax-Aussendungen und Printmaterialien bevorzugt werden, setzt Online-PR auf das Internet.
Die Pressemitteilung wird in der Regel per E-Mail versendet, alle weiteren Informationen finden Redakteure im Online-Pressebereich. Der Kommunikations-Mix wird durch weitere Instrumente wie Chats oder Online-Veranstaltungen ergänzt. Diese Art der Kommunikation ist nicht nur schneller und direkter, sondern entspricht auch den Erwartungen vieler Journalisten, insbesondere der Online-Redakteure.
Da bereits knapp Zweidrittel der deutschen Bevölkerung regelmäßig das Internet nutzt, ist Online-PR eine große Chance neue Kunden-Potenziale zu erschließen. Wer dieses Feld der Konkurrenz überlässt, verpasst diese.
Das leistet Online-PR:
- Schnell informieren.
Online-Redaktionen haben im Vergleich zu periodisch erscheinenden Printmedien eine wesentlich kürzere Vorlaufzeit. Neuheiten können somit bis zu drei Monate schneller publiziert werden. Diese Zeit ist insbesondere bei kurzen Produktzyklen oder bei der Amortisation hoher Entwicklungskosten von großer Bedeutung.
- Positionierung in Suchmaschinen verbessern.
Verschieden Maßnahmen der Online-PR tragen dazu bei, dass die Website an Bedeutung gewinnt und in Suchmaschinen weiter vorn angezeigt wird.
- Kunden generieren.
Hat eine Website viele Besucher aber kaum zahlende Online-Kunden, kann dies an der Gestaltung und dem Text der Seite liegen. Mögliche Abhilfe können erfahrene Online-Texter und PR-Profis schaffen.
- Kunden binden.
Um Besucher als Stammkunden zu gewinnen, kann Online-PR eingesetzt werden. Eine Möglichkeit bietet ein attraktiver Newsletter, der neben besonderen Angeboten auch echten Nutzwert bietet und sich an den Kundenwünschen orientiert.
- Image steigern.
Werbung hat oft einen fahlen Beigeschmack und kann das Firmenimage beschädigen. Öffentlichkeitsarbeit hingegen wirkt deutlich glaubwürdiger und ist somit auch erfolgreicher als Werbung. Für den langfristigen Unternehmenserfolg sind erfolgreiche online- und offline-Public Relations daher unabdingbar.
- Krisen bewältigen.
Um einen drohenden Vertrauensverlust und wirtschaftlichen Schaden abzuwenden, ist eine schnelle Reaktion auf öffentliche Kritik am Unternehmen oder den Produkten besonders wichtig. Online-PR ist hier ein mittlerweile unverzichtbares Instrument geworden.
- Kosten sparen.
Obwohl Werbung sehr hohe Streuverluste hat, kann ein Unternehmen nicht vollständig darauf verzichten. Ein Teil des Werbeetats lässt sich aber sehr effektiv durch Online-PR ersetzen.
Fazit: Vielseitig und effektiv
Durch ihr vielfältiges Instrumentarium lässt sich Online-PR für die unterschiedlichsten Herausforderungen, sei es Produktvorstellung, Imageförderung oder Krisenbewältigung, mit Erfolg einsetzen. Sie ist folglich weit mehr als eine zeitgemäße Variante der Öffentlichkeitsarbeit, nämlich eine unverzichtbare Methode um alle wichtigen Zielgruppen schnell, kostengünstig und zuverlässig zu erreichen.
Quelle:
- www.prdienst.de, 2005.
Autor:
- Maria Klees, 10.09.2009
Unter Performance-Marketing versteht man den Einsatz verschiedener Online-Marketing-Instrumente mit dem Ziel messbarer Reaktionen und/oder Transaktionen mit dem Nutzer. Instrumente des Perfomance-Marketings können z.B. Suchmaschinen-Marketing, Web-Marketing, E-Mail-Marketing, Affiliate-Marketing sowie Mobile Marketing (z.B. via SMS oder MMS) sein. Wichtig ist, dass Performance-Marketing einen integrierten Ansatz darstellt, d.h. die einzelnen Instrumente werden vernetzt eingesetzt, um so einen möglichst großen Einfluss auf (potenzielle) Kunden ausüben zu können.
Die Abrechnung erfolgt beim Performance-Marketing auf der Grundlage verschiedener Provisionsmodelle. Die am weitesten verbreitetsten Modelle sind:
- Proivsion pro Mausklick auf den Werbelink des Verkäufers (Pay per Click)
- Verkaufsprovision (Pay per Sale, Pay per Use)
- Prämie pro vom Website-Besucher ausgefülltem Kontaktformular (Pay per Lead).
Quellen:
- http://www.ovk.de/online-werbung/werbeformen/performance-marketing.html, abgerufen am 10.09.09
- Hudetz, K., Kaapke, A.: Lexikon Handelsmanagement, Controlling - Führung - Marketing, Frankfurt am Main, 2009.
Autor:
- Maria Klees, 10.09.09
Unter Permission-Marketing werden Marketingaktivitäten verstanden, die systematisch auf eine Zielgruppe zugeschnitten sind, die sich durch die zuvor geäußerte Bereitschaft auszeichnet, kostenlose Informationen von einem Unternehmen zu erhalten. Diese Erlaubnis kann vom Empfänger jederzeit widerrufen werden. Ziel des Permission-Marketing ist es, eine nachhaltige Kundenbeziehung aufzubauen, indem im Einverständnis mit dem Empfänger Wissen über diesen gesammelt wird, um Angebote zu personalisieren und an die spezifischen Bedürfnisse anzupassen. Permission-Marketing kann als integraler Bestandteil des E-Mail-Marketings verstanden werden.
Das Einverständnis der Kunden kann grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten eingeholt werden:
- Opt-out-Verfahren: Der Kunde erhält ungefragt eine elektronische Werbebotschaften, die jedoch einen Hinweis enthalten, dass und wie der Dienst abbestellt werden kann.
- Single Opt-in: Der Kunde kann sofort nach seiner (aktiven) Registrierung regelmäßige Informationen erhalten.
- Confirmed Opt-in: Der Interessent erhält zuvor automatisch eine Nachricht, in der er über die Registrierung beim jeweiligen Informationsdienst informiert wird.
- Double Opt-in: Der Empfänger erhält eine Registrierungsnachricht und muss sein Einverständnis beim Erhalt dieser ein zweites Mal bestätigen.
Permission-Marketing weist beispielsweise über die Möglichkeit von Hyperlinks in einer Informations-E-Mail einen interaktiven Charakter auf. Darüber hinaus verschieben sich die Machtstrukturen zugunsten des Empfängers. Hier liegt ein entscheidender Vorteil des Permission-Marketing, da Rezipienten besonders aufnahmefähig sind für Informationen, die sie zuvor selbst angefordert haben. Demgegenüber stehen relativ hohe Kosten zum Aufbau der Kundenbeziehung, die beispielsweise aus der Adresspflege oder der Newsletter-Kreation resultieren.
Quelle:
- Hudetz, K., Kaapke, A.: Lexikon Handelsmanagement, Controlling - Führung - Marketing, Frankfurt am Main, 2009.
Autor:
- Maria Klees, 10.09.09
Als Kommunikationsinstrumente kommen verschiedene Push- und Pull-Methoden in Frage.
Bei Push-Methoden, bei denen der Online-Anbieter aktiv auf potenzielle Kunden zugeht, können folgende Maßnahmen unterschieden werden:
- E-Mail-Aktionen und
- traditionelle Briefaktionen
Bei Pull-Methoden wird dafür gesorgt, dass der Online-Shop im Internet von den Kunden gefunden wird. Dies kann erreicht werden über
- Wahl einer einprägsamen und prägnanten Internet-Adresse,
- Eintrag in Suchmaschinen,
- Links auf Seiten von Herstellern, Verbänden, etc.,
- Online-Werbung (Werbebanner) und
- Werbung in traditionellen Medien.
Autor:
- Maria Klees, 10.09.2009
Suchmaschinenmarketing zielt auf die Aktivitäten eines Unternehmens, die darauf ausgerichtet sind, Suchmaschinen zur Gewinnung qualifizierter Besucher zu nutzen. Suchmaschinen sind Web-Angebote, die externe Inhalte im Internet maschinell oder redaktionell ermitteln und die gewonnenen Daten auf eigenen oder dritten Websites zur Verfügung stellen; auf ihnen werden nach einer beliebigen Abfrage eines Nutzers sortierte Verweise auf die ermittelten Inhalte aufgelistet. Zu den Instrumenten des Suchmaschinenmarketings zählen die Optimierung der Unternehmens-Website (Suchmaschinenoptimierung) und die kostenlose oder kostenpflichtige Integration von relevanten Suchbegriffen in Suchmaschinen (Paid Inclusion) sowie die kostenpflichtige Schaltung von relevanten Text-Anzeigen (Sponsored Link).
Im Rahmen der Suchmaschinenoptimmierung werden Anpassungen an einer Website vorgenommen, um bei relevanten Suchabfragen vordere Platzierungen in den Ergebnissen der Suchmaschinen zu erreichen. Eine Verbesserung der Positionierung ist grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten möglich, die auch miteinander kombiniert werden können. Im Rahmen einer On-Page-Optimierung werden Programmcode, Inhalt und Struktur einer Internetpräsenz verändert oder es werden gänzlich neue Seiten erarbeitet. Die zusätzliche Möglichkeit der Off-Page-Optimierung wird durch externe Maßnahmen, wie z.B. die Verklinkung von und zu anderen, qualitativ hochwertigen Seiten, erreicht.
Suchmaschinenwerbung (Sponsored Link, Paid Placement) steht für eine bezahlte Platzierung in den Ergebnislisten der Suchmaschinen. Die Bezahlung erfolgt in der Regel in Abhängigkeit von der Anklickrate und dem damit verbundenen Besuch der Website des Werbetreibenden. Ein wesentlicher Vorteil dieser Suchmaschinenmarketingmaßnahme liegt in der Möglichkeit zur Vornahme zeitnaher Optimierungen und Korrekturen der Anzeigeninhalte während der Schaltung der Werbung.
Weitergehende Informationen und Praxisbeispiele finden Sie unter dem Themenfeld Suchmaschinenmarketing.
Quellen:
- Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (Hrsg.): Katalog E, Definitionen zu Handel und Distribution, 5. Ausgabe, Köln, 2006.
- Hudetz, K., Kaapke, A.: Lexikon Handelsmanagement, Controlling - Führung - Marketing, Frankfurt am Main, 2009.
Autor:
- Maria Klees, 08.09.09
Virales Marketing kann als Vorläufer der Ansätze des Web 2.0 angesehen werden, das sich um alle systematischen Maßnahmen zur Initiierung der Mundwerbung im Internet kümmert. Das Internet bietet ideale Voraussetzungen für Kundenempfehlungen und gilt als Treiber des Viralen Marketings. Der Vorteil liegt darin, dass Kunden Produkte, Plattformen, Marken usw. empfehlen, ohne dass dadurch ein Zusatzaufwand für das Unternehmen entsteht.
Quelle:
- Hudetz, K., Kaapke, A.: Lexikon Handelsmanagement, Controlling - Führung - Marketing, Frankfurt am Main, 2009.
Autor:
- Maria Klees, 08.09.09
