Internet im Handel 2008 - Status quo und Entwicklungen -
Autoren: Kai Hudetz, Sonja Strothmann, Aline EcksteinPreis: 25,00 Euro inkl. Versandkosten, inkl. MwSt. diesen Artikel in den Warenkorb legen
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Das ECC Handel hat im Rahmen der Studie „Internet im Handel 2008 - Status quo und Entwicklungen -" zwischen Juni und Juli 2008 insgesamt 1.702 vorrangig mittelständische Handelsunternehmen zu ihrer Internetnutzung befragt. Die Untersuchung knüpft an Vorläuferstudien aus den Jahren 1999, 2002, 2004 und 2006 an und zeigt die dynamischen Entwicklungen und Trends, die das E-Business im letzten Jahrzehnt genommen hat, auf.
Die Studie wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, den Dachverbänden des deutschen Handels und von zahlreichen Industrie- und Handelskammern unterstützt. Der Berichtsband enthält auf 149 Seiten größen- und regionalspezifische Auswertungen sowie spezifische Ergebnisse zu 16 ausgewählten Handelsbranchen.
Das Internet wird mittlerweile bei allen abgefragten Geschäftsprozessen intensiver genutzt als noch im Jahr 2006. Die Informationsbeschaffung, Abwicklung des Schriftverkehrs und Bankgeschäfte sind die am häufigsten genutzten Funktionalitäten. Handelsvermittlungen nehmen die Vielfalt der Nutzungsformen tendenziell am häufigsten in Anspruch. Die Bewertung der einzelnen Ziele bei der Nutzung des Internets liefert ein ausgewogenes Bild. Der Trend geht weg von der Erreichung eines konkreten Ziels und geht hin zur Unterstützung des gesamten Wertschöpfungsprozesses. Die Ziele wurden jedoch im Schnitt niedriger bewertet als in der vorherigen Studie. Ein Grund für die rückläufigen Zielsetzungen kann in dem geringem Erreichungsgrad der bereits gesetzten Ziele gesehen werden. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass die gesetzten Ziele nur rudimentär oder gar nicht erreicht wurden. Es verwundert daher nicht, dass die Bedeutung der Probleme bei der Internetnutzung im Vergleich zur Untersuchung aus dem Jahr 2006 in elf von dreizehn Fällen gestiegen ist. Vier Hemmnisse des E-Business sind nach wie vor von besonderer Bedeutung: Zu großer Zeitbedarf für die Planung und Umsetzung, die Ansicht, dass das Produkt bzw. die Dienstleistung für den Online-Vertrieb ungeeignet sind, Zweifel an der Sicherheit und Angst vor Preistransparenz bzw. Preisverfall.

Der E-Commerce spielt in allen Wirtschaftszweigen eine wichtigere Rolle, als noch im Jahr 2006 und wird von vielen Handelsunternehmen als zusätzlicher Absatzkanal genutzt. Im Jahr 2007 haben 56,4 % der befragten Unternehmen mit Online-Vertrieb mehr als 5 % ihres Umsatzes über diesen Kanal realisiert. Der Anteil der Unternehmen mit Online-Vertrieb, die nur minimale B2C-/B2B-Commerce-Umsatzanteile realisieren, geht stark zurück und scheint sich auf die höheren Umsatzsegmente ab 5 % zu verlagern. Neben dem E-Commerce gewinnt aus das E-Procurement an Bedeutung. Die Nutzungsraten spielen jedoch im Vergleich zur gesamten Beschaffung noch eine geringe Rolle. So erwarben im Jahr 2007 mehr als 70 % der Unter¬nehmen indirekte Güter (Güter für den Eigenbedarf) über das Internet, dabei deckten 41,8 % der Handelsunternehmen mehr als 10 % ihres Bedarfs an indirekten Gütern online. Mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen beschafften 2007 direkte Güter (Güter für den Weiterverkauf) über das Internet.
Die Diskussion über Web 2.0 ist auch bei den kleineren Handelsunternehmen angekommen, wobei die Umsetzung bei allen betrachteten Branchen noch als rudimentär betrachtet werden kann. Die Nutzungsraten für Einzel- und Großhändler liegen im Durchschnitt noch unter 6 %. Interaktive Bewertungssysteme liegen dabei mit einer Nutzungsrate von 9,4 % vorne. Immerhin haben 37,4 % der Handelsunternehmen ihre Webseiten an die zunehmende Nutzung von Breitbandanschlüssen angepasst. Dies geschah am häufigsten durch den vermehrten Einsatz von Bild- und Textinhalten. Die Zielsetzung bei der Integration von Web 2.0-Anwendungen liegt schwerpunktmäßig auf der Steigerung des Bekanntheitsgrades, der Informationsgewinnung und der Imageverbesserung. Neben den Chancen des Web 2.0 sehen 60,1 % der Unternehmer jedoch auch mögliche Risiken. Von diesen befürchten 83,8 % rechtliche Gefahren und 83,4 % den Missbrauch durch Kunden. Es wird sich erst noch zeigen, ob die Erwartungen, die an das Web 2.0 geknüpft sind erfüllt werden.
Die Nutzung des Internets ist längst nicht mehr auf Basisfunktionen beschränkt. Das Internet wird ökonomisch sinnvoll eingesetzt und trägt wesentlich dazu bei, die gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren. Auch wenn dabei durchaus Erfolge zu verzeichnen sind, so entstehen doch neue Probleme, die dazu führen, dass die Zielsetzungen noch bei weitem nicht erreicht wurden. Das Internet entwickelt sich permanent weiter und stellt immer wieder neue Herausforderungen an die Akteure. Handelsunternehmen werden sich in den nächsten Jahren verstärkt mit Web 2.0-Anwendungen, die bislang nur von einer Minderheit der kleineren Händler aufgegriffen wurden, auseinandersetzen müssen.
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Pressemitteilung der Studie "Internet im Handel 2008", Themenschwerpunkt "Web 2.0 mit Erfolg", 13. Juli 2009
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Pressemitteilung der Studie "Internet im Handel 2008", Themenschwerpunkt "Wenige Bekleidungseinzelhändler wagen sich online", 16. Juni 2009
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Pressemitteilung der Studie "Internet im Handel 2008", Themenschwerpunkt "Angst vorm eigenen Kunden", 19. März 2009
PM-Internet_im_Handel-Web 2.0_19.03.2009.pdf
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Pressemitteilung der Studie "Internet im Handel 2008", Themenschwerpunkt "KMUs ignorieren Vorteile des E-Procurement", 11. März 2009
PM-Internet_im_Handel-Beschaffung_11.03.[...].pdf
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Pressemitteilung der Studie "Internet im Handel 2008", Themenschwerpunkt "Internet optimiert den Wertschöpfungsprozess", 04. März 2009
PM-Internet_im_Handel-Nutzung_04.03.2009.pdf
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