Kleidung online einkaufen?
Autoren: Kai Hudetz
Die Möglichkeiten des mittelständischen Handels, Bekleidung über das Internet zu verkaufen, müssen eher skeptisch beurteilt werden. Zwar kann von einem hohen Online-Umsatzvolumen in diesem Segment ausgegangen werden, für kleinere Händler ist es jedoch schwierig, davon zu profitieren. Ausgefeilte Shopsysteme mit ansprechenden Warenpräsentationen sind teuer, zudem stellt das Versandgeschäft hohe Anforderungen an die Logistik. So muss beim Versand von Bekleidung mit einer Retourenquote von rund 50 % gerechnet werden. Es verwundert daher nicht, dass vor allem die großen Versandhändler aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und des entsprechenden Know-hows Kleidung schon sehr erfolgreich über das Internet verkaufen. So erzielt der Otto Versand bereits 10 % seines Umsatzes über das Internet. Große Versandhändler dürften auch in Zukunft den Großteil des Online-Umsatzes im Bekleidungssegment unter sich ausmachen. Dem mittelständischen Händler bleiben zumeist nur Nischen wie beispielsweise Maßanzüge, Krawatten oder Arbeitsbekleidung, um sich zu positionieren. Die Imagepflege dürfte für die meisten Handelsunternehmen im Textilbereich bei ihrem Webauftritt auch weiterhin im Vordergrund stehen.
Der Beitrag ist im März-Heft des Handelsjournal (S.28-29) erschienen und hier als PDF-Datei abrufbar.
