Das Internet hat das Konsumentenverhalten nachhaltig verändert. Immer mehr Deutsche bestellen auch online, nahezu alle Internetnutzer informieren sich vor größeren Käufen über dieses Medium. Im vergangenen Jahr betrug der Online-Anteil im Non-Food-Einzelhandel nach GfK bereits 11,2 Prozent - Tendenz weiter steigend. Dies stellt auch den traditionellen Einzelhandel vor große Herausforderungen: In zumeist stagnierenden oder gar schrumpfenden Märkten gilt es, die Option des Online-Vertriebs kritisch zu prüfen und gegebenenfalls energisch auszubauen. Von zentraler Bedeutung ist es jedoch vor allem, im Internet so präsent zu sein, dass man von potenziellen Kunden bei der Informationssuche in der Kaufanbahnungsphase wahrgenommen wird. Denn immer stärker werden Konsumenten nur die Händler berücksichtigen, die sie im Internet besuchen - egal, ob sie dann auch online kaufen oder doch den Gang in die stationäre Verkaufsstelle vorziehen. Die Verknüpfung des Online-Shops mit dem stationären Ladengeschäft wird somit für den Einzelhandel zum zentralen Erfolgsfaktor. Dieser Entwicklung müssen auch kleinere Einzelhändler Rechnung tragen.

 

(Quelle: Hudetz, Kai: Mit Online mehr Erolg, in: wirtschaftsspiegel, Magazin der IHK Nord Westfalen, 85. Jg. (2011), H. 1, S. 12-15)