Der Anteil der Downloads via Internet und Handy am gesamten Geschäft der Musikbrance stieg 2006 auf 10 Prozent von 5,5 Prozent im Vorjahr. Der Umsatz verdoppelte sich auf zwei Milliarden Dollar. Dieser Anstieg kann jedoch den sinkenden Verkauf von herkömmlichen CDs bislang nicht kompensieren, das geht aus dem Jahresbericht zur digitalen Musik des Weltverband der Phonoindustrie (IFPI) hervor. Mittlerweile sei die digitale Piraterie nicht nur eine Bedrohung für die Plattenfirmen, sondern auch für das sich entwickelnde Geschäft mit digitaler Musik, so die IFPI. Rechtliche Schritte gegen große private Online-Tauschbörsen in 18 Ländern hätten die Piraterie lediglich eindämmen können. So sei in Deutschland der Anteil der Nutzer solcher Tauschbörsen von 13 Prozent im Jahr 2004 auf acht Prozent im Jahr 2006 gesunken.


In den vergangenen Monaten sei es auch zu einer Diversifizierung der verschiedenen Vertriebskanäle gekommen: Bisherige Download-Kanäle wie iTunes würden zunehmend Konkurrenz durch Abo-Services, Handy-Klingelton-Downloads und werbefinanzierte Foren wie YouTube und MySpace bekommen.


Zu dem Jahresbericht zur digitalen Musik kommen Sie hier.