Die neue Waschmaschine im Laden erstehen oder via Internet bestellen? Bei den Schweizer Verbrauchern nur noch eine Frage der persönlichen Vorliebe, denn immer mehr von ihnen kaufen über das Internet ein. Allein im Jahr 2008 kauften die Schweizer Konsumenten Produkte im Wert von rund 5,87 Mrd. Franken via Internet - über 38 Prozent Steigerung in zwei Jahren. Dies sind erste Auswertungsergebnisse einer Langzeitstudie des Gottlieb Duttweiler Lehrstuhls für Internationales Handelsmanagement der Universität St.Gallen.
Die Neuauflage der Studie zeigt, wie sich das Internet in zehn Jahren zu einem zentralen Verkaufskanal im Handel entwickelt hat. Präsentiert werden die Ergebnisse am 28. April 2009 auf dem St.Galler Internettag. Für die Studie wurden zum Jahresende 2008 zum sechsten Mal in Folge über 1.000 Personen befragt. Neben den bewährten, statistisch fundierten Marktdaten liefert die Neuauflage der Studie erstmals auch eine zehnjährige Langzeitanalyse des Wandels im Nutzungsverhalten. Für das starke Wachstum sind insbesondere Ferienreisen (+9,6 Prozent Online-Kunden), Flugbuchungen (+7,6 Prozent), Handel von Second-Hand-Produkten (+3,6 Prozent) und Elektrogeräte (+1,2 Prozent) verantwortlich. Auch schwächer nachgefragte Internet-Produkte, wie zum Beispiel Lebensmittel, erwerben bereits fast 100.000 Schweizer Konsumenten am liebsten über das Netz. In den letzten zehn Jahren ist der Anteil der Online-Käufer in der Schweiz insgesamt von 30 auf 84 Prozent gestiegen. 2006 betrug der Online-Umsatz in der Schweiz noch 4,24 Mrd. Franken.
Weitere Informationen zur Studie "Der Schweizer Online-Handel - Internetnutzung Schweiz 2009"

