Obwohl Onlineshops zahlreiche Regeln und Gesetze befolgen müssen, wissen die Kunden ihrerseits häufig nicht, was erlaubt ist und was nicht. Das ergab eine Studie von Trusted Shops, Europas größtem Aussteller von Gütesiegeln für Onlineshops. Rund 1.000 Menschen haben im Rahmen der Umfrage des Marktforschungsinstituts ComCult Research zehn Fragen zu ihren Verbraucherrechten beantwortet. Fast jeder Befragte beantwortete zumindest eine Frage falsch.

Die größten Unklarheiten herrschen offensichtlich bei den Modalitäten der Warenrückgabe und bei Datenschutz und Transportschäden. Während 91,7 Prozent wussten, dass sie die meisten Produkte innerhalb von 14 Tagen zurückschicken dürfen, ist die Kenntnis bei wichtigen Details deutlich schlechter: So wussten nur 71,2 Prozent der Befragten, dass sie in manchen Fällen selbst die Rücksendekosten tragen müssen, beispielsweise bei Produkten, die weniger als 40 Euro kosten. Außerdem fürchtete fast ein Drittel (fälschlicherweise) das Rücksenderecht zu verlieren, wenn die Originalverpackung geöffnet ist.

Immerhin 80 Prozent der Befragten wussten, dass ein Online-Shop ein vollständiges Impressum braucht und eine E-Mail-Adresse angeben muss. 86 Prozent lagen dagegen falsch in der Annahme, ein Shop müsse die gespeicherten personenbezogenen Daten auf Wunsch sofort vollständig löschen. Über die Hälfte der Befragten glaubten irrtümlich ein Online-Shop müsse verschiedene Zahlungsmöglichkeiten angeben und nur ein rund Drittel wusste, dass der Verkäufer für Transportschäden haftet.

Weder Alter, Geschlecht, Schulbildung oder Interneterfahrung haben einen signifikanten Einfluss auf die Fehlerquote, was darauf schließen lässt, dass die meisten Onlinekäufer sich mehr an ihrem allgemeinen Rechtsempfinden anstatt an gesicherten Erkenntnissen zu orientieren scheinen.

Alle Zahlen der Studie gibt es zum Download.

Quelle: Pressemitteilung von Trusted Shops, 07.11.2006.