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Online-Weihnachtseinkauf boomt

In Deutschland ordern immer mehr Kunden ihre Weihnachtsgeschenke über das Internet. Für die großen Versand- und Handelshäuser ist das Online-Geschäft mittlerweile zum bedeutenden zusätzlichen Vertriebskanal geworden insbesondere zur Weihnachtszeit. Nach Einschätzung des Branchenverbandes HDE könnten in den wichtigen Konsummonaten November und Dezember rund 4,1 Milliarden Euro Umsatz erzielt werden – und damit etwa 500 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.


Wie diverse Zeitungen mit Bezug auf Material der Deutschen Presseagentur berichten, gehe etwa bei den Online-Angeboten von Quelle und Neckermann vor allem in den Abendstunden alle zwei Sekunden eine Bestellung ein. Technikartikel wie Mobiltelefone und Computer würden dabei am häufigsten geordert. "Viele unserer Kunden schätzen die Vorteile des Online-Einkaufs ohne Parkplatzsuche und Kaufhausgedränge", wird der Karstadt-Quelle-Konzernsprecher Gerd Koslowski zitiert.


Der traditionsreiche Versandhändler Neckermann verkündete jüngst, bis zum Jahresende die Hälfte seines Umsatzes im Internet zu erzielen. Insgesamt hat der Karstadt-Quelle-Konzern rund 700.000 Produkte online im Angebot.


Der US-Onlinehändler Amazon erwartet für dieses Jahr weltweit sogar das beste Weihnachtsgeschäft seit seiner Gründung 1995, so die Publikationen mit Bezug auf dpa. Renner seien hier Bücher, DVDs, Spiele, Software und Musik. Allein im vergangenen Jahr seien bei Amazon.de an Spitzentagen mehr als 400.000 Artikel bestellt worden.


Der Trend zum Online-Einkauf werde Branchenexperten zufolge von der verlängerten Ladenöffnung nicht beeinträchtigt. Einer Techconsult-Studie für den Branchenverband Bitkom zufolge sind derzeit rund 31,4 Millionen Deutsche auf Shopping-Tour im Internet. Die immer besseren technischen Bedingungen und schnellere Internetverbindungen begünstigen die Entwicklung. Manche Online-Shops machten im November und Dezember ein Viertel ihres Jahresgeschäfts. Bitkom rät Online-Weihnachtseinkäufer, unbedingt einige Sicherheitshinweise zu beachten. Die einzelnen Bestellschritte im Netz sollten danach immer abgespeichert oder ausgedruckt und darauf geachtet werden, dass Versandarten, Transportkosten und Lieferzeiten von den Anbietern immer klar genannt werden.

 

Bitte entnehmen Sie weitere Informationen zu diesem Themenbereich unserer aktuellen Meldung zur Studie "Weihnachtstrends 2006".


Quelle: Berichterstattung in ZDnet, Die Welt und n-tv vom 22.11.2006