Positiver Trend im Online-Handel setzt sich fort
Der Online-Handel entwickelt sich auch in diesem Jahr äußerst positiv. Ungeachtet der Finanzmarktkrise geben die Deutschen rund 19,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 16,8 Mrd.) für Waren und Dienstleistungen (z.B. Downloads oder Online-Tickets) im Internet aus. Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2007. Gleichzeitig steigt die Zahl der Online-Käufer auf 31,44 Mio. (Vorjahr: 29,37 Mio.) und überspringt damit erstmals die 30 Mio.-Marke. Diese Zahlen hat der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) heute in Düsseldorf auf seiner Pressekonferenz zur Entwicklung des E-Commerce in Deutschland bekannt gegeben. Grundlagen sind die repräsentative Verbraucherstudie "Distanzhandel in Deutschland" von TNS Infratest im Auftrag des bvh sowie die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA 2008) des Instituts für Demoskopie Allensbach. Beide Studien belegen unabhängig voneinander die anhaltenden Aufwärtstendenzen im Internet.
Private Online-Ausgaben für Waren steigen um 23 Prozent auf 13,4 Mrd.
Der Online-Umsatz mit Waren kann in diesem Jahr um 23 Prozent auf 13,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 10,9 Mrd. Euro) zulegen. Dieses überdurchschnittliche Wachstum ist der entscheidende Grund dafür, dass auch der E-Commerce als Ganzes in diesem Jahr weiter wachsen kann. Der Online-Handel mit Waren hat in diesem Jahr erstmals einen Anteil von 46,9 Prozent (Vorjahr: 39,5 Prozent) am Gesamtumsatz des Versandhandels (28,6 Mrd. Euro im Jahr 2008).
Die deutschen Verbraucher kaufen neben Waren auch digitale Dienstleistungen im Internet ein. Hier belaufen sich die Ausgaben wie im Vorjahr auf 5,9 Mrd. Euro. 44 Prozent davon (Vorjahr: 37 Prozent) entfallen auf den Bereich Mobilität (Flugtickets, Bahntickets, Mietwagen). 27 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) sind bei den weiteren Reiseausgaben (Pauschalreisen und Übernachtungen) zu verorten. 11 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent) Umsatz liegen im Bereich Ticketing, 9 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent) gehen auf Entertainment-Ausgaben (z.B. MP3-Dateien, Klingeltöne, Spiele) zurück. 1 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent) kann dem Kauf von Computer-Software zugeschrieben werden.
4,6 Mrd. Euro Online-Umsatz (+18,2 Prozent) im Bereich "Bekleidung, Textilien und Schuhe"
Die umsatzstärkste Warengruppe im Internet ist die Kategorie "Bekleidung, Textilien und Schuhe". Insgesamt geben die Deutschen hier rund 4,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,9 Mrd. Euro) am Bildschirm aus (+18,2 Prozent). Der Umsatz mit Medien ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig (-2,5 Prozent). Bücher, CDs und DVDs erreichen nun einen Gesamtumsatz von 1,94 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,99 Mrd. Euro). An dritter Stelle folgen Unterhaltungselektronik und Elektronikartikel mit einem Gesamtumsatz im Internet von 1,28 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,21 Mrd. Euro) und einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 5,6 Prozent.
Erstmals gehen mehr als 50 Prozent aller Warenbestellungen online ein
Das Internet bleibt der mit Abstand meist genutzte Bestellweg der Deutschen beim Online-Einkauf von Waren. In diesem Jahr gehen mit 51 Prozent (Vorjahr: 48 Prozent) erstmal mehr als die Hälfte aller Warenbestellungen der Versandhandelsbranche per Internet ein. Nur noch das Telefon weist ansonsten zweistellige Nutzungsraten auf. Es wird von 36 Prozent aller Kunden (Vorjahr: 39 Prozent) als Bestellweg angegeben. Bei den weiblichen Kunden liegt das Telefon (43 Prozent Nutzung; Vorjahr: 47 Prozent) erstmals auf gleicher Höhe mit dem Internet (43 Prozent Nutzung; Vorjahr: 39 Prozent). Bei den Männern bestellen weiterhin 65 Prozent der Kunden die gewünschten Waren online.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bvh.org.
(Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels, 05.11.2008)

