Die REWE gehörte zwar bisher nicht zu den Pionieren der RFID-Technologie, dennoch hat man dort schon früh begonnen, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Zu den wichtigen Voraussetzungen zählen, laut Dr. Ulf Kalmbach, Leiter Zentrale Organisation REWE Zentral, zum einen die konsequente Gestaltung der Prozesse im Sinne der "pull-Orientierung", also ausgehend vom Kunden. Zum anderen die ereignisorientierte Gestaltung von Prozessen und Systemen. Auf Lieferantenseiten beschäftigt man sich bei REWE schon seit mehreren Jahren mit der Prozessorientierung im Rahmen von ECR-Prozessen. Übergreifende Supply-Chain-Konzepte und der Einsatz der Enabling-Technologies sind eine weitere Voraussetzung für den effizienten Einsatz von RFID.

Bei der von der REWE ins Leben gerufenen "Entwicklungspartnerschaft RFID" möchte man zusammen mit den Lieferanten Transparenz, Unterstützung bei Planung und Einführung von RFID und ein gemeinsames Verständnis der Prozesskostenvorteile realisieren.

Während sich die Anwendung von RFID auf Ebene der Ladungsträger und Umverpackungen bereits bewährt hat, erfordert die Umstellung von Prozessen auf Basis von Item-Tagging eine vollständige Auszeichnung von Sortimenten mit RFID-Tags. Nur bei der Diebstahlsicherung bei Teilsortimenten ist Item-Tagging zur Zeit möglich.

Die Herausforderungen für die kommenden Jahre, sieht Dr. Kalmbach im Aufbau des Informationsflusses mit den Partnern, der dem physischen Warenversorgungsprozess vorauseilen und damit die Prozesseffizienz und -qualität verbessern soll. Des Weiteren soll die logistische Abwicklung optimiert werden durch Konzepte wie Beschaffungslogistik und Cross-Docking. Ebenso soll die Entscheidungsqualität im Category-Management und Supply-Chain-Planning verbessert werden durch mehr Prozesstransparenz.
(Quelle: retailtechnology, 04/2005, S. 14-16)


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Frank Horst

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