RFID ja, aber kein gläserner Kunde bei REWE
http://www.rewe.deMit einer Innovations-Offensive will die Kölner REWE-Gruppe ihre Ertragskraft stärken und ihre mit führende Marktposition im verschärften Wettbewerb weiter ausbauen. "Mit Hilfe der innovativen RFID-Technologie (Radio Frequency Idenfication) können wir einen Quantensprung bei der Verbesserung unserer Geschäftsprozesse in der gesamten Logistikkette vom Hersteller über unsere Lager bis in die Regale unserer Märkte erreichen", sagte Dr. Achim Egner, Sprecher des REWE-Vorstands, im Vorfeld des ersten REWE-Innovationsforums am Dienstag, dem 13. September 2005, in Köln.
"Bei stagnierenden bis rückläufigen Umsätzen im hart umkämpften deutschen Lebensmitteleinzelhandel setzt die bestmögliche Leistung für den Kunden mehr denn je die bestmöglichen Prozesse in der gesamten Warenversorgung voraus. Die Zeit ist reif, sich gemeinsam mit der Industrie dieser Zukunftstechnologie zuzuwenden", unterstrich der REWE-Vorstandssprecher. "Uns geht es nicht um die Technologieführerschaft beim Thema RFID, wir streben viel mehr die Prozessführerschaft an und wollen uns im Sinne des Kunden mit effizienten Supply Chain-Prozessen in der Liefer- und Beschaffungskette ausstatten". Beim Kampf um Marktanteile und Renditesteigerung geht es um höhere Regalverfügbarkeit der Sortimentsartikel in den Märkten, tagesaktuelle Zahlen zum Abverkauf, elektronischen Datenaustausch nicht nur zwischen Handel und Hersteller, sondern beim Thema Rückverfolgbarkeit der Ware auch zwischen Hersteller und Vorlieferant.
Die Innovations-Initiative ist Bestandteil der Gesamtstrategie des neuen REWE-Vorstands, die auf Effizienz und Rentabilität ausgerichtet ist. "Die REWE bleibt auch künftig auf Wachstumskurs, aber wir konzentrieren uns auf profitables Wachstum". So habe die REWE-Gruppe 2004 im Konzern, d. h. ohne den selbstständigen Einzelhandel, zwar eine beachtliche Umsatzrendite von rund 1,5 Prozent erzielt. Nach sorgfältiger Analyse der Prozesse und Strukturen des Unternehmens sei der neue REWE-Vorstand fest davon überzeugt, dass das Ergebnis im Vergleich zum relevanten internationalen Wettbewerb verbesserungsbedürftig und verbesserungsfähig sei.
"Von den Veränderungen in wichtigen Bereichen ist auch unser Geschäft in Deutschland betroffen", kündigte Egner an. Das Lebensmittelkerngeschäft in Deutschland werde mit einem Bündel von Maßnahmen gestärkt. Die Internationalisierung folge konsequent der Strategie, nur noch in solche Länder zu investieren, in denen die REWE eine Marktposition unter den Top 3 erreichen könne. Auch hier stehe die Rentabilität im Vordergrund.
"Von den Innovationsprozessen, die auch eine Neuaufstellung von Einkauf und Vertrieb in einem weiterentwickelten Category Management einbeziehen, wird letztlich der Kunde bei seinem Einkauf in den Märkten der Gruppe (REWE, miniMAL, toom, Penny) profitieren", ist sich der REWE-Vorstand sicher. So würden sich vor allem Produktqualität und Frische noch verbessern. "Der gläserne, manipulierte Kunde ist nicht das Ziel der REWE-Gruppe. Datenschutz und Privatsphäre werden von uns ohne Einschränkung respektiert."
Die REWE-Gruppe ist mit einem Gesamtumsatz von 40,8 Milliarden Euro, 196.000 Vollzeitbeschäftigten und mehr als 11.600 Einzelhandelsgeschäften in Deutschland und 13 Ländern Europas die Nummer 3 des europäischen Lebensmittelhandels. Mehr als 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet die REWE in ihren Auslandsmärkten.
(Quelle: www.presseportal.de, aktuelle Meldung vom 13.9.2005)
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