Schmitz Cargobull - Supply Chain Management in der Beschaffung
http://www.schmitz-cargobull.deDie Schmitz Cargobull AG, mit Hauptsitz in Horstmar, hat mit dem Einsatz der Logistikplattform AX4 seine Beschaffungsprozesse reorganisiert und die Beziehungen zu den Lieferanten verbessert. Wesentliche Ziele sind eine Kostenreduzierung über einen automatisierten Datenaustausch zu erreichen sowie Bullwip-Effekte durch Informationstransparenz in der gesamten Supply Chain zu vermindern. Statt weiterhin viele verschiedene Kommunikationswege zu managen, steuert der deutsche Marktführer im Bereich Fahrzeug-Aufbauten zukünftig seine komplette Bestellabwicklung über die Logistikplattform AX4 der AXIT AG.
Das starke Wachstum von Schmitz Cargobull in den letzten Jahren forderte eine neue Gestaltung der Kommunikationsprozesse mit den Lieferanten. Um die o. g. Ziele umzusetzen war es die Aufgabe, das Supply Chain Management im Beschaffungsprozess mit Hilfe eines effizienten, übersichtlichen und qualitätssichernden IT-Prozesses zu unterstützen.
Bisher wurden die Bestellungen auf manuellem Weg, z. B. per Fax oder Post , an die ca. 150 Lieferanten übermittelt, was mit einem hohen Aufwand in Erfassung und Bearbeitung sowie Nachverfolgung der Bestellungen verbunden war. Schmitz Cargobull hat sich daher Mitte 2002 entschieden, den bisherigen Prozess durch eine automatisierte Kommunikation mit den Lieferanten zu ersetzen. Gleichzeitig sollte ein barcodegestützter Bestellprozess integriert werden, um die Wareneingangskontrolle zu erleichtern. Zudem sollen Abweichungen zum Regelverlauf, wie z.B. mögliche Lieferschwierigkeiten, rechtzeitig erkannt werden, um gegensteuern zu können. Die neue Lösung für die Beschaffungsprozesse soll die heterogene Lieferantenstruktur berücksichtigen, unterschiedliche Systemvoraussetzungen der Lieferanten müssen berücksichtigt werden und die unterschiedlichen Schnittstellen müssen integriert werden. Mit der neuen Lösung soll außerdem die Liefertreue der Lieferanten ständig überwacht werden, da diese wiederum sehr wichtig für die Lieferfähigkeit von Schmitz Cargobull ist.
Ende 2002 hat sich der Trailerhersteller entschlossen, die Logistikplattform AX4 der AXIT AG zu nutzen. Entscheidend bei der Auswahl war u.a. der Plattform-Gedanke von AX4, da hier bereits ein Großteil der gewünschten Grundfunktionalitäten als Standard abgebildet wurde. Der Einsatz der AX4-Plattform stellt sicher, dass Schmitz Cargobull und seine Lieferanten auf der gleichen Datenbasis arbeiten. Medienbrüche wie z.B. durch die Übermittlung per Post oder per Fax und das erneute Erfassen im System des Lieferanten entfallen. Diese durchgängige Lösung verhindert die Gefahr des Datenverlustes. Zudem entfällt der Abstimmungsaufwand, der vorher erforderlich war, um unterschiedliche Datenbestände miteinander abzugleichen.
Als Pilot wurden zunächst die Hauptwerke Vreden und Altenberge angeschlossen, die Anbindungen der Werke in Zaragoza (Spanien) und Newcastle (England) folgen noch dieses Jahr: Hierzu wird zunächst eine zentrale Schnittstelle zwischen dem ERP-System von Cargobull und AX4 eingerichtet. Anstelle der vielen verschiedenen Kommunikationswege übermitteln alle Werke zukünftig ihre Bestellungen nun nur noch über eine zentrale Schnittstelle an AX4.
AX4 leitet die Bestellungen dann an die verschiedenen Lieferanten weiter und sammelt anschließend Rückmeldungen, wie z.B. Lieferavise, wieder ein. Diese werden dann direkt in das Inhouse-System von Cargobull übermittelt. Für Schmitz Cargobull war es hierbei wichtig, eine Lösung zu nutzen, die sowohl den Anforderungen kleiner als auch großer Lieferanten gerecht wird: Großen Lieferanten sendet AX4 die Bestelldaten über eine Schnittstelle in ihr Inhouse-System, dort generieren die Lieferanten u.a. Lieferavise, die sie wieder an AX4 ausgeben. Hierbei können Lieferanten zwischen zwei angebotenen Varianten wählen: die kostengünstige Anbindung über VDA-Standard-Datensätze oder eine individuelle Anbindung über lieferantenspezifische Datensatzformate. Kleinere Lieferanten, die nicht über Schnittstellenmöglichkeiten oder eigene Systeme verfügen, um Bestellungen weiterzuverarbeiten erhalten die Bestelldaten per EDI oder über ein webbasiertes, persönliches Account, das über ein Passwort zugänglich ist. So profitieren auch die Lieferanten von dem neuen System, indem Bestellungen nicht mehr manuell erfasst müssen und keine Änderungen in den Systemen der Lieferanten notwendig sind.
Eine wichtige Anforderung von Schmitz Cargobull war die Einführung eines genormten Barcodelabels bzw. eines Warenanhängers nach VDA-Norm. Über AX4 können die Lieferanten die entsprechenden Dokumente wie Lieferscheine oder Barcodes ausdrucken. Das Barcodelabel wird an der Sendung angebracht, so dass dieses im späteren Wareneingang nur noch durch Schmitz Cargobull gescannt wird. Aufgrund der eingelesenen Daten erfolgt dann automatisch ein Abgleich mit den Lieferavisen, die bereits vorher von den Lieferanten via AX4 an Cargobull übermittelt wurden. Die zuvor aufwendige Wareneingangskontrolle wird damit deutlich reduziert und gleichzeitig sicherer gemacht.
Neben der zentralen Übermittlung von Bestellungen und der Sicherstellung einer Barcodebelabelung durch den Lieferanten nutzt SCB weitere wesentliche Funktionen. Der Mitarbeiter kann jederzeit den aktuellen Status seiner Bestellung einsehen. Darüber hinaus registriert AX4 auch, wenn bestimmte Rückmeldungen ausbleiben. Hat ein Lieferant z. B. 10 Tage vor Liefertermin die Bestellung noch nicht bestätigt, informiert AX4 die Disponenten von Schmitz Cargobull, da in diesem Fall die Gefahr einer verspäteten Lieferung steigt. So wird Schmitz Cargobull bereits im Vorfeld vor der tatsächlichen Entstehung eines Negativ-Ereignisses gewarnt.
Mit der kompletten Einführung von AX4 verknüpft SCB konkrete Erwartungen: so soll der Aufwand zur Steuerung und Durchführung die klassischen Bestellprozesse sowie der KANBAN Abwicklung um bis zu 80 % reduziert werden. Die Durchlaufzeit wird durch die schnellere, direkte Weitergabe von Bestellungen verbessert und auch die Liefertreue soll durch entsprechende Steuerungstools erhöht werden. Rechtzeitige Informationen über Änderungen sorgen zudem für eine Verbesserung der Lieferfähigkeit und Lieferflexibilität.
externer Ansprechpartner
AXIT AG, Frau Frauke Heistermann
E-Mail: frauke.heistermann@axit.de
Tel.: 0 62 33 / 81-1061
Fax: 0 623 3 / 81-1069
